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Solaranlagen und CO2-Reduktion: Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

Der grüne Zeh

Du kannst einen Achtzylinder fahren und dich gegen die E-Mobilität entscheiden, wenn du morgens im Internet abfragst, wie gestern eigentlich der Strom in Deutschland gewonnen wurde. Und das sogar mit gutem Gewissen. Also das Abfragen. Und das Achtzylinderfahren. Denn wenn der Wind nicht weht, wenn die Sonne kaum scheint, dann wird dein E-Auto durch Strom gespeist, der durch Braunkohle- und Gaskraftwerke erzeugt wurde. Nun scheint die Sonne gefühlt schon lange nicht mehr, pfeift der Wind selten wie an der Küste und schwingt sich Deutschland so langsam zum größten Kohlestromerzeuger Europas auf – was einer eher zweifelhaften Spitzenposition nachkommt. Nehmen wir einfach einen x-beliebigen Tag, etwa den 15. Februar dieses Jahres. Unser Strom kommt da zu 31 Prozent aus der Windenergie, zu 30 Prozent aus der Kohle, zu 14 Prozent aus Erdgas. Selbst die Biomasse liegt mit 10 Prozent noch vor dem mageren 7-Prozent-Anteil der Sonne als Energieträger.

Du kannst einen Achtzylinder fahren und dich gegen die E-Mobilität entscheiden, wenn du morgens im Internet abfragst, wie gestern eigentlich der Strom in Deutschland gewonnen wurde. Und das sogar mit gutem Gewissen. Also das Abfragen. Und das Achtzylinderfahren. Denn wenn der Wind nicht weht, wenn die Sonne kaum scheint, dann wird dein E-Auto durch Strom gespeist, der durch Braunkohle- und Gaskraftwerke erzeugt wurde. Nun scheint die Sonne gefühlt schon lange nicht mehr, pfeift der Wind selten wie an der Küste und schwingt sich Deutschland so langsam zum größten Kohlestromerzeuger Europas auf – was einer eher zweifelhaften Spitzenposition nachkommt. Nehmen wir einfach einen x-beliebigen Tag, etwa den 15. Februar dieses Jahres. Unser Strom kommt da zu 31 Prozent aus der Windenergie, zu 30 Prozent aus der Kohle, zu 14 Prozent aus Erdgas. Selbst die Biomasse liegt mit 10 Prozent noch vor dem mageren 7-Prozent-Anteil der Sonne als Energieträger.

Das ist ernüchternd

Aber es ist ja auch Winter, da ist dieses Grau-in-Grau, das sich gefühlt seit einem guten halben Jahr vor die Sonne schiebt. All das also nur eine Momentaufnahme, kein Grund, sich nicht mit dem Thema CO 2 -Fußabdruck im Allgemeinen als Unternehmen zu beschäftigen. Gebäude stehen genug zur Verfügung, ein Termin mit einem Fachbetrieb ist schnell gemacht – dachten wir. Aber es war ganz anders. Der Erste, den wir anriefen, kam erst gar nicht. Der Zweite, den wir fragten, stellte eine so abstruse Rechnung mit Sonnen- und Verbrauchsenergie auf, dass er am Ende erst gar keinen Kostenvoranschlag schickte. So kam es uns zumindest vor. Fachbetrieb drei schickte einen Vertriebler, der sich selbst nicht sicher war, ob denn nun ein Speicher eine sinnvolle Investition sei oder nicht. Betrieb vier kam und meldete sich nie zurück. Erst beim fünften Versuch wurden wir fündig und handelseinig. 21 Kilowattpeak sollten montiert, 17 Kilowattstunden gespeichert werden können. Sechs Monate lang hörten wir nichts. Wirklich gar nichts. Dann der Anruf: wir kommen. Morgen. Am Ende dauerte es nur ein paar Tage, ein paar Stunden komplett ohne Strom, dann war alles installiert, ein Passwort erdacht, das ab sofort den Blick auf eine App freigibt, die nicht nur die produzierte Sonnenenergie misst, sondern auch den Wetterbericht mit einberechnet, erklärt, woher der Strom gerade kommt und wohin er – Verbrauch, Speicher, E-Auto – gerade geht.

Wer sich immer schon mal vorgenommen hat, sein Handy seltener zu nutzen, fühlt sich bestätigt: Das ist keine gute Idee. Weil ab sofort der Blick erst aus dem Fenster, dann auf die App fällt. Es scheint die Sonne? Dann müsste doch die Kasse klingeln. Sicher, wir reden über winzigste Beträge. Strom kostet gerade rund 30 Cent die Kilowattstunde im Einkauf – und schlappe 8 Cent im Verkauf. Von diesen Margen können viele nicht mal träumen. Die kühne Rechnung des Installateurs: Gut die Hälfte ihres Energiebedarfs sollten sie jetzt einsparen. Trotz zweier Wärmepumpen, trotz drei E-Autos. Wir staunen. Und warten – nicht wirklich geduldig. Denn die Sonne macht, was sie seit dem Spätsommer macht: sich verstecken. Aber das wird sich ändern. Und auf dem Handybildschirm anfühlen, als schaue man auf die Entwicklung des Bitcoins. Es wird aufwärts gehen. Mit jeder Sonnenstunde, mit jeder Minute, die die Sonne eher auf- und später untergeht.

Als Unternehmer, für ein Unternehmen ist all das natürlich nichts, mit dem man sich ernsthaft beschäftigen sollte. Das Ding wird installiert, dann scheint die Sonne, dann geht das Jahr zu Ende und man schaut vielleicht einmal kurz auf die nüchternen, hoffentlich nicht ernüchternden Zahlen. Es wird sich schon rechnen – über die Jahre.

Aber natürlich bewirkt man mit solch einer Solaranlage nicht nur Wirtschaftliches. Sondern auch die Reduzierung des firmeneigenen CO 2 - Fußabdrucks. Einer, der sich damit auskennt, ist Peter Frieß, Fachmann für das gesamte Gebiet der Nachhaltigkeit. Als Gründer und Gesellschafter des Unternehmens Fokus Zukunft betreut und berät er viele Unternehmen, die sich für ihren CO 2 -Ausstoß und dessen mögliche Reduzierung und Kompensation interessieren. Als Laie denkt man bei unserer Tätigkeit, bei unserem Leistungsangebot natürlich erst einmal daran, dass bei uns die Schwerindustrie anklopft und fragt, wie sie ihren immensen CO 2 - Ausstoß reduzieren kann. Aber das ist tatsächlich nicht weit genug gedacht. Heute ist das Thema Nachhaltigkeit eines, das nahezu alle Unternehmen umtreibt. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass auch Dienstleister aller Branchen bei uns anklopfen. Sagt Frieß und man ahnt: vielleicht ist es gar keine schlechte Idee, sich mal dem Thema selbst zu nähern.

Wir stellen aktuell auch fest, dass viele Unternehmen gerade unter dem Eindruck der Energiekrise dem Thema sehr große Aufmerksamkeit widmen. Aber es gibt auch einen gewichtigen monetären Hintergrund. Wer heute im Bereich Nachhaltigkeit selbst Leistungen verkaufen möchte, der wird natürlich schnell von einem potenziellen Kunden gefragt: Wie halten Sie es mit dem Thema? Da wäre es peinlich, mit den Achseln zucken zu müssen. Es ist, denke ich, ein Mix aus alledem. Das Thema Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde, da will man nicht als Unternehmen wie von gestern wirken. Gleichzeitig möchte niemand des Greenwashings bezichtigt werden. Sich professionelle Hilfe zu holen, ist nicht verkehrt. Sagt Frieß und fügt gleich an, wie eine solche Hilfe aussehen kann: Zuerst wird immer in Stufe eins der CO 2 -Fußabdruck des Unternehmens errechnet. Dafür braucht es viele Fakten, viele Antworten auf unsere Fragen. Da ist viel Mitarbeit des Unternehmens gefragt und gefordert, ehe wir hier eine genaue Analyse bieten können.

Wichtig zu wissen sei auch: Der CO 2 -Fußabdruck ist immer eine Momentaufnahme, an der man stetig arbeiten muss. Und es geht bei einer Nachhaltigkeitsstrategie nicht darum, sich zurückzulehnen, sondern darum, immer besser zu werden. Die läuft meist zweigleisig, wenn das Ziel die Klimaneutralität des eigenen Unternehmens ist. Auf der einen Seite versucht man, seinen CO 2 -Ausstoß – ganz gleich, wie gut und gering er schon ist – weiter zu reduzieren. Und andererseits kann man durch den Kauf von Klimazertifikaten den dann noch bestehenden Rest ausgleichen.

Klingt nach einer Art „Ablasshandel“? Könnte man meinen. Also direkt die Frage gestellt: Wie seriös und vertrauenswürdig sind solche Klimazertifikate? Peter Frieß hat darauf eine eindeutige Meinung: Ich glaube, dass auch hier die landläufige Meinung und Wahrnehmung an der Realität vorbeigeht. Nach dem Klimaschutzabkommen von Kyoto ist es das erklärte Ziel, dass Unternehmen sich an nachhaltigen Projekten meist in der dritten Welt beteiligen können, um ihren CO 2 -Ausstoß zu kompensieren. Das ist ja an sich eine sehr gute Sache. Rund 8.000 solcher Projekte gibt es aktuell, bei denen sich das Unternehmen genau überlegen und aussuchen kann, welche es finanziell unterstützen will. Anbieter sind hier drei sehr renommierte Institutionen; die UN, der WWF Gold Standard und Verra. Alle Projekte werden ständig überprüft, da gibt es wirklich nur ein verschwindend geringes Restrisiko, das kaum messbar ist.

Und wie gelingt diese Auswahl? Auch da weiß der Fachmann weiter: Das ist natürlich sehr unterschiedlich. Wir raten dazu, sich unterschiedliche Fragen zu stellen. Was möchte ich unterstützen? Also eher Regenwald erhalten oder etwa Mülldeponiegase auffangen? Da gibt es wirklich vielfältigste Möglichkeiten und Angebote. Gleichzeitig sollte man sich fragen, wo man geografisch sein Geld einsetzen möchte. Auch da können wir beratend zur Seite stehen, am Ende entscheidet natürlich das Unternehmen.

Am Schluss steht eins fest: Es gibt viel zu tun, wenn es um die Nachhaltigkeit des eigenen unternehmerischen Tuns geht. Was aber noch viel besser ist: Es bereitet sogar Freude. Draußen scheint gerade wieder die Sonne. Direkt auf unsere PV-Anlage. Kurzer Blick aufs Handy, auf die App. Und dann einfach nur lächeln.

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