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Andreas Block zum beliebtesten Busfahrer Deutschlands in der Kategorie „Schülerverkehr“ gewählt

Ausgezeichnet

„Als ich die Nachricht bekommen habe, habe ich es erst einmal gar nicht geglaubt“, sagt Andreas Block. Und auch ein paar Tage, nachdem er von der Preisverleihung aus Berlin zurückgekehrt ist, kratzt er sich immer noch verwundert am Kopf. „Ich bin jetzt Deutschlands beliebtester Schulbusfahrer – das klingt schon etwas verrückt.“

Bitte einsteigen: Andreas Block fährt Bus mit Leib und Seele.

„Als ich die Nachricht bekommen habe, habe ich es erst einmal gar nicht geglaubt“, sagt Andreas Block. Und auch ein paar Tage, nachdem er von der Preisverleihung aus Berlin zurückgekehrt ist, kratzt er sich immer noch verwundert am Kopf. „Ich bin jetzt Deutschlands beliebtester Schulbusfahrer – das klingt schon etwas verrückt.“

An diesem Morgen ist der Schulbus noch leer, der 66-Jährige hat sein Gefährt vor der Grundschule am Wiehen geparkt und wartet darauf, dass gleich der Schulgong ertönt und die Kinder in seine Richtung strömen „Wichtig ist, dass du immer gute Laune hast“, erzählt der, der all diejenigen, die er zur Schule hin und wieder zurückbefördert, genau kennt. Und nicht nur das. Er weiß von ihren Nöten und Ängsten, von anstehenden Klassenarbeiten und freudigen Ereignissen. „Andreas Block ist jemand, der seinen Beruf so interpretiert, dass er nicht befördert, sondern sich kümmert. Er ist mit vollem Einsatz und Leidenschaft dabei – deshalb ist die Auszeichnung mehr als verdient“, lobt dann auch Bürgermeister Siegfried Lux.

Nominiert wurde Andreas Block dabei nicht von einer anonymen Jury, sondern von den Eltern und Kindern selbst. Mehr als 2.000 Fahrerinnen und Fahrer wurden dabei vorgeschlagen – und das nicht nur namentlich, sondern auch in teils emotionalen Worten. Bei Andreas Block gingen diese immer in die gleiche Richtung: Er kümmert sich. Wartet auch schon mal, wenn Eltern oder Verwandte es nicht rechtzeitig zum Abholort schaffen. Und hat vor allem eins, was in der heutigen Zeit immer seltener wird: Geduld.

Freuen sich gemeinsam mi ihrem Lieblingsbusfahrer: Schüler und Vertreter der Schule reisten mit nach Berlin. | © Foto: Michael Fahrig

Die spiegelt sich auch an diesem Dienstagmorgen wider. Wildes Toben, Rangeleien etwa? Gibt es im Bus von Andreas Block nicht. Der ist die Ruhe selbst – und genau das strahlt auch auf die Kinder ab. „Es macht mir einfach Spaß, die Kinder zu fahren. Und tatsächlich sind heute Jungen und Mädchen dabei, deren Eltern ich schon zur Schule und zurückgebracht habe“, erzählt der Rödinghauser, der für die Klaus Klockenbrink KG nicht nur im Schuldienst, sondern auch im normalen Liniendienst im Osnabrücker Land unterwegs ist. „Das Fahren von Schülerinnen und Schülern bereitet mir aber besonders viel Freude“, sagt Andreas Block und verheimlicht dabei, dass er nicht nur fährt, sondern auch vergessene Sachen zurück zur Grundschule bringt, auf die wartet, die es etwas zu spät zur Haltestelle schaffen und Mut denen zuspricht, die morgens mit weichen Knien zur Schule fahren.

Gleich in drei Kategorien wurden die Preisträger des Wettbewerbs, der vom Fahrgastverband Pro Bahn, der DB Regio und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen ins Leben gerufen wurde, ausgezeichnet. Sieger in der Kategorie „Schülerverkehr“: Andreas Block. „Als ich da in Berlin die Auszeichnung entgegengenommen habe, war ich natürlich aufgeregt“, erzählt der 66-Jährige. Neben der Urkunde gab es auch zwei Tickets für den Besuch eines Heimspiels des FC Bayern München – inklusive einer Besichtigung des Mannschafts-Buses, versteht sich. „Darauf freue ich mich besonders“, erzählt der 66-Jährige, der noch lange nicht ans Aufhören denkt. „Fünf Jahre will ich auf jeden Fall weitermachen“, sagt er, drückt ein paar Knöpfe und schon springt der Motor an und schließen sich die Türen. Busfahren? Ist seine Leidenschaft. Nur zur Preisverleihung nach Berlin ging es mit Vertretern der Schule, des Fördervereins und mit Schulkindern per Bahn. „Und das war auch ganz schön, wenn man nicht fahren muss, sondern gefahren wird“, so der stolze Preisträger.

11/2025

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