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Schüler Fynn Kappelmann verbringt ein Jahr in Brasilien

Überraschende Wendung

Brasilien? Eigentlich hatte sich Fynn Kappelmann doch auf die USA gefreut. „Es hat dann auch einen Tag gedauert, bis ich mich mit dem Gedanken angefreundet hatte, für ein Jahr eben nicht in die Vereinigten Staaten, sondern nach Südamerika zu gehen“, erzählt der 17-Jährige, der jetzt von diesem Auslandsjahr zurückgekehrt ist. Die Rotary Club Herford ermöglichte dem Rödinghauser diesen Austausch, bei dem er angeben konnte, welches Land bei ihm ganz oben auf der Wunschliste steht. „Brasilien stand da nur auf Platz 3 – am Ende muss ich aber sagen, dass ich sehr froh bin, dass es nun doch so gekommen ist.“

Brasilien? Eigentlich hatte sich Fynn Kappelmann doch auf die USA gefreut. „Es hat dann auch einen Tag gedauert, bis ich mich mit dem Gedanken angefreundet hatte, für ein Jahr eben nicht in die Vereinigten Staaten, sondern nach Südamerika zu gehen“, erzählt der 17-Jährige, der jetzt von diesem Auslandsjahr zurückgekehrt ist. Die Rotary Club Herford ermöglichte dem Rödinghauser diesen Austausch, bei dem er angeben konnte, welches Land bei ihm ganz oben auf der Wunschliste steht. „Brasilien stand da nur auf Platz 3 – am Ende muss ich aber sagen, dass ich sehr froh bin, dass es nun doch so gekommen ist.“

Auch bei der Stadt, die ihm zugewiesen wurde, musste Fynn erst einmal ein wenig überlegen. Indaiatuba? Nie gehört. „Aber wenn ich etwas bei diesem Austausch gelernt habe, dann, dass man sich auch einmal auf das Ungewohnte, das Überraschende einlassen muss“, erzählt der Schüler des Gymnasiums am Markt in Bünde. Klar war ihm vorab, dass er den elften Jahrgang, in dem er sich gerade befindet, wiederholen muss. Zu groß ist der Lernstoff, den er in dem Jahr verpassen würde. „Aber ganz ehrlich: Was ist schon ein Schuljahr, wenn man wie ich so ein Abenteuer erleben kann?“, fragte sich Fynn und bestieg den Flieger.

Angekommen in Brasilien dann die nächste Überraschung: Kaum jemand spricht hier Englisch, sein eigenes Portugiesisch besteht nur aus ganz wenigen Worten. „Auf der einen Seite habe ich mich erst einmal mit Händen und Füßen versucht zu verständigen. Auf der anderen Seite hatte ich Glück, dass meine Gastmutter Englisch sprechen konnte und es so in der Familie, die mich sehr herzlich aufgenommen hat, mit der Verständigung sehr gut geklappt hat“. Dabei blieb der 17-Jährige nicht nur in dieser Familien, sondern wechselte insgesamt zwei Mal. „Das ist so vorgesehen und ermöglicht so möglichst vielfältige Einblicke“, erzählt Fynn. Schnell habe er auch Anschluss gefunden – die Brasilianer seien ja ein sehr vielschichtiges Volk und treten Fremden sehr offen gegenüber –, nur habe es doch einige Zeit gebraucht, ehe er echte, feste Freunde gefunden habe. „Da hat die Sprache dann doch eine ordentliche Barriere gebildet“, sagt Fynn, der heute fließend Portugiesisch spricht. Nicht nur in den Familien, sondern auch in der Öffentlichen Schule, die er besuchte, erlernte er die Sprache. Gleich in der ersten Woche ging er auch zum Basketballtraining und fand hier beides: Freunde und Verständigung.

Der Rotary Club finanzierte bei dem Aufenthalt nicht nur das Taschengeld für Fynn, sondern auch zwei Reisen innerhalb des Austausches. „Einen Monat lang bin ich die gesamte brasilianische Küste von Nord nach Süd entlang gereist und habe dabei traumhafte Strände kennengelernt“, so der Elfklässler. Auch ein zehntägiger Ausflug in das Amazonasgebiet wird unvergessen bleiben. Nicht erst zu diesem Zeitpunkt stand für Fynn Kappelmann fest, dass es ein Glück war, dass er am Ende eben nicht in den USA, sondern in Brasilien gelandet war. Und auf jeden Fall noch einmal wiederkommen wird. „Das Land und die Menschen haben mich wirklich fasziniert. Da will ich den Kontakt auf keinen Fall abbrechen lassen“, nimmt sich Fynn vor und weiß doch nicht so genau, wie gut er sein Portugiesisch behalten wird. „In der Schule startet für mich jetzt die Fremdsprache Spanisch. Beides parallel im Kopf zu behalten, stelle ich mir schon sehr schwierig vor“, sagt Fynn und weiß doch, dass es mit der Kommunikation so oder so klappen wird, wenn er irgendwann wieder nach Brasilien reist. „Jetzt nehme ich für mich erst einmal die Erkenntnis mit, dass man dem Unbekannten neugierig gegenüberstehen sollte. Ich kann nur jedem und jeder in meinem Alter raten, sich auf so ein Austauschabenteuer einzulassen und bin sehr froh, dass der Rotary Club mir dies ermöglicht hat.“

09/2025

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