Es ist ein wenig frostig kalt an diesem Freitagmittag im Tanzsaal beim Grün-Gold TTC Herford. „Wir müssen uns erst einmal warm machen, ehe es mit dem Training richtig losgehen kann“, sagen dann auch die beiden Kirchlengeraner Birgit und Ian McColl, deren Tanzgeschichte durchaus als außergewöhnlich bezeichnet werden kann. „Ich habe meinem Mann vor 13 Jahren einen Tanzgrundkurs geschenkt“, erzählt Birgit heute. „Und ich habe mich eigentlich nur gefragt: Was soll ich denn damit?“, fügt Ian lachend an.
Es ist ein wenig frostig kalt an diesem Freitagmittag im Tanzsaal beim Grün-Gold TTC Herford. „Wir müssen uns erst einmal warm machen, ehe es mit dem Training richtig losgehen kann“, sagen dann auch die beiden Kirchlengeraner Birgit und Ian McColl, deren Tanzgeschichte durchaus als außergewöhnlich bezeichnet werden kann. „Ich habe meinem Mann vor 13 Jahren einen Tanzgrundkurs geschenkt“, erzählt Birgit heute. „Und ich habe mich eigentlich nur gefragt: Was soll ich denn damit?“, fügt Ian lachend an.
Doch die Idee zündet, „was nach drei Monaten und dem Abschluss des Kurses hätte enden können, hat nun, 13 Jahren später, dazu geführt, dass wir die höchste Amateurtanzsport-Klasse erreicht haben“, freut sich das Ehepaar. „Der Grundkurs hat uns Lust auf „Mehr“ gemacht. Irgendwann dachten wir uns: warum sollen wir nicht an Wettbewerben teilnehmen und so sind wir in den Verein Grün-Gold TTC Herford eingetreten und haben uns beim Deutschen Tanzsportverband angemeldet. In unserem ersten Turnier schafften wir es gleich bis ins Finale“, erzählen die beiden begeistert.
Der Funke war übergesprungen, und das Paar intensivierte sein Training. Bis zu acht Stunden pro Woche investieren sie in Choreografien, die sie mit Trainern einstudieren und perfektionieren. Ihr Engagement zahlte sich aus: Sie stiegen von der D- in die C-, B- und schließlich in die A-Klasse auf. Dort wagten sie auch den Schritt auf das internationale Parkett und sammelten Erfahrungen bei Weltrangslistenturnieren der World DanceSport Federation (WDSF) wie der DanceComp in Wuppertal, den German Open Championships (GOC) in Stuttgart oder dem Vienna Dance Concours im prächtigen Wiener Rathaus.
Der Weg in die Sonderklasse, die höchste Amateurklasse im Tanzsport, war dennoch ein steiniger. 250 Punkte und 10 Platzierungen unter den besten drei Paaren waren erforderlich – eine Herausforderung, die Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen forderte. „Manchmal war es frustrierend, wenn wir knapp an einer Platzierung vorbeischrammten oder in der Vorrunde ausschieden“, erinnert sich Ian. Doch die McColls ließen sich nicht entmutigen. Sie motivierten sich immer wieder aufs Neue, überwanden auch verletzungsbedingte Rückschläge und behielten ihr Ziel fest im Blick.
Anfang des Jahres war es dann endlich so weit: Beim StarCup im niederländischen Aalsmeer sicherten sich Ian und Birgit mit einem verdienten dritten Platz die letzte noch fehlende Platzierung für den Aufstieg in die Sonderklasse der Masters III. Ein Meilenstein, der nicht nur für die beiden, sondern auch für den Grün-Gold TTC Herford Grund zur Freude ist. „Als wir abends im Hotelzimmer saßen und wir unseren „eher zufällig“ mitgebrachten Sekt in die Gläser füllten, fühlte es sich noch unwirklich an. Was mit einem Grundkurs begann, hat nun seinen Höhepunkt tatsächlich in der höchsten Wettkampfklasse gefunden“, erzählen die beiden, die natürlich weitere Pläne schmieden: „In der S-Klasse dürfen wir jetzt an der Weltmeisterschaft der Masters III teilnehmen“, blicken Ian und Birgit voller Vorfreude in die Zukunft. Die WM 2025 wird in Polen stattfinden und die nächsten Planungen stehen auch bereits fest: „Im April möchten wir an einem WDSF-Turnier im legendären Empress Ballroom in Blackpool teilnehmen.“ Mit diesem besonderen Ziel vor Augen trainieren sie weiter. „Wir stehen jetzt erst am Anfang eines neuen Abschnittes…“, freuen sich Birgit und Ian
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