Ein Knopfdruck und schon taucht sich die Fahrzeughalle der Löschgruppe Kirchlengern-Mitte in flackerndes Blaulicht. Fuß aufs Gaspedal und das Hilfslöschfahrzeug, kurz HLF20, schiebt sich aus dem offenen Garagentor, lenkt Verena Mülke das Fahrzeug auf die Hüllerstraße. Blaulicht aus und dann kann eine der ersten Fahrten mit dem nagelneuen Feuerwehrauto beginnen, das ein 26 Jahre altes Gefährt ersetzt, das nun in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Ein Knopfdruck und schon taucht sich die Fahrzeughalle der Löschgruppe Kirchlengern-Mitte in flackerndes Blaulicht. Fuß aufs Gaspedal und das Hilfslöschfahrzeug, kurz HLF20, schiebt sich aus dem offenen Garagentor, lenkt Verena Mülke das Fahrzeug auf die Hüllerstraße. Blaulicht aus und dann kann eine der ersten Fahrten mit dem nagelneuen Feuerwehrauto beginnen, das ein 26 Jahre altes Gefährt ersetzt, das nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Leistungsdaten des Neulings sind schnell zusammengefasst: Imposante 2.000 Liter Wasser für den ersten Löschangriff an Bord, 120 Liter zusätzlicher Schaumtank, 370 Pferdestärken, 100 Km/h Höchstgeschwindigkeit, rund 600.000 Euro Kosten. „Was das neue Fahrzeug aber kann, zeigt sich nicht nur in den nackten Zahlen, sondern auch ganz woanders“, sagt die Hauptbrandmeisterin, die ihre Chance nutzte, als die Gemeinde Menschen in der Feuerwehr wirtschaftlich ermöglichte, einen LKW-Führerschein zu machen. „Dieses HLF20 fährt sich am Ende wie ein ganz normaler Bulli“, freut sich die 35-Jährige am Lenkrad. Hinter und neben ihr: Insgesamt sieben weitere Sitzplätze für die Kollegen. „Früher sind wir zu neunt in so einem Fahrzeug gewesen, aber jetzt ist das Zubehör viel sicherer verstaut und wir können uns deutlich besser unterhalten, weil der Scania über eine große Doppelkabine verfügt.“
Dabei hat die Gemeinde nun zum ersten Mal – auf Wunsch der Feuerwehr – in einen Scaniaauf- und einen Ziegler-Ausbau investiert. „So ist es dann doch unser absolutes Wunschauto geworden“, sagt Verena Mülke, als sie das HLF20 durch engere Straßen dirigiert. Dabei an Bord nicht nur ausgeklügelte Videotechnik, die auch den verborgensten, toten Winkel ins Fahrerhaus überträgt, sondern auch Seilwinde und Lichtmast, Generator für die eigene Stromproduktion, Rettungsschere, Spreitzer und Hydraulikzylinder. 18 Tonnen wiegt das neue Fahrzeug, in das erst einmal alle Kolleginnen und Kollegen intensiv eingearbeitet werden, ehe es in den Dienst gestellt wird.
Kleiner Stop, Handbremse gezogen und einmal die Ausrüstung im hinteren Teil des Fahrzeugs begutachten. Hier befindet sich nun endlich die Rettungstrage nicht mehr auf, sondern im Wagen, verfügt der HLF20 über C-Rohre der neuesten Generation, eine Hygienestation, Werkzeug und alles, was zum Einsatz, ganz gleich jedweder Art, gebraucht wird. „Das schöne ist für mich als etwas kleine Person, dass bei der Konzeption auch an kleinere Feuerwehrmänner und -frauen gedacht wurde“, freut sich Verena Mülke über viele Trittbretter und technische Möglichkeiten, die das Arbeiten erleichtern und es sogar ermöglichen, eine der beiden langen Leitern auf dem Fahrzeug einsetzen zu können, ohne auf das Dach klettern zu müssen.
Es geht zurück zum Feuerwehrgerätehaus, noch gibt es ein paar Kinderkrankheiten, die der Hersteller noch behebt, wird es noch ein wenig dauern, bis jeder Handgriff im Fahrzeug sitzt, jeder Knopf, jede Anzeige all denjenigen bekannt ist, die schon bald mit dem HLF20 in ganz Kirchlengern bestens für jedwede Art von Einsätzen gerüstet sind.
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