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Zwei Kirchlengeranerinnen auf dem Jakobsweg „Camino Portugues“

Im Regen unterwegs

Einmal auf dem Jakobsweg wandern – was für viele ein Traum ist, haben sich Tina Lüking und Kirsten Anger in diesem Frühjahr erfüllt. „Gestartet sind wir in Porto, um uns dann auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen. Allerdings hatten wir kein dickes Zeitpolster, so dass wir erst mit dem Fahrrad drei Tage lang geradelt sind, ehe wir dann die letzten rund 100 Kilometer gewandert sind“, erzählen die beiden Kirchlengeranerinnen.

Einmal auf dem Jakobsweg wandern – was für viele ein Traum ist, haben sich Tina Lüking und Kirsten Anger in diesem Frühjahr erfüllt. „Gestartet sind wir in Porto, um uns dann auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen. Allerdings hatten wir kein dickes Zeitpolster, so dass wir erst mit dem Fahrrad drei Tage lang geradelt sind, ehe wir dann die letzten rund 100 Kilometer gewandert sind“, erzählen die beiden Kirchlengeranerinnen.

Aber ganz gleich ob per Rad oder zu Fuß, beide erwischten ein Wetter, das dafür sorgte, dass sie nicht nur bis auf die sprichwörtliche Unterhose nass wurden. Sondern noch viel nasser. „Leider hatten wir aus Platz- und Gewichtsgründen in unseren Wanderrucksäcken auch unsere Regenumhänge zuhause gelassen und mussten uns so abends im Hotel immer mit dem Fön behelfen, um unsere Kleidung wieder trocken zu bekommen“, erzählt Kirsten Anger. Der Freude am Wandern, an den vielen Begegnungen, aber auch an den vielen stillen, einsamen Momenten auf dem Jakobsweg tat das aber keinen Abbruch. Dabei sind die beiden nicht immer gemeinsam, sondern häufig auch mit einem gewissen Abstand gelaufen. „Wenn man auf dem Jakobsweg unterwegs ist, dann sucht man auch die Ruhe, das Beschäftigen mit sich und seinen Gedanken. Abends haben wir uns dann immer umso mehr zu erzählen gehabt“, so Tina Lüking, die ebenso wie ihre Wanderkollegin abends auch immer Tagebuch führte. Übernachtet wurde dabei meist in Hotels und nur einmal in einer echten Pilgerunterkunft. „Ein wenig Luxus haben wir uns dann schon gegönnt, auch wenn wir natürlich auch die Erfahrung einer Nacht in einer Pilgerunterkunft machen wollten“, erzählt Kirsten Anger. Die hätte fast nicht mitfliegen können, weil beide einen Flug über London gebucht hatten und dafür ein Reisepass und eine Einreiseerlaubnis notwendig war. „Ich habe erst am Abflugtag gemerkt, dass mein Pass abgelaufen ist“, erzählt Kirsten Anger und machte sich direkt auf ins Kirchlengeraner Rathaus.

Schöner Startpunkt: In Porto begannen Tina Lücking (Foto) und Kirsten Anger die Reise.

„Da habe ich erst ungläubige Blicke geerntet, ehe ich tatsächlich noch einen vorläufigen Reisepass erhalten habe – und so überhaupt nur losreisen konnte.“

So kamen am Ende insgesamt 281 Kilometer – davon 120 Wanderkilometer – zusammen, meist im Regen, manchmal von Sonnenschein begleitet und auf einem Weg, „den am Ende wirklich jeder wandern kann. Es ist alles nur eine Frage von Geschwindigkeit und Distanz pro Tag“, machen die beiden denen Mut, die auch mit einer solchen Jakobsweg-Wanderung liebäugeln. Die werden auch erleben, was Kirsten Anger und Tina Lüking beim Einlauf im Ziel widerfahren ist. „Als wir in Santiago de Compostela, passenderweise am Ostersamstag, angekommen sind, waren wir von den Gefühlen her doch überwältig. Einerseits überglücklich, dass wir es geschafft hatten, andererseits traurig, dass dieses Wanderabenteuer schon vorbei war“.

Wer sich auch für die Wanderung auf dem Jakobsweg interessiert oder einfach nur die Geschichten der beiden Kirchlengeranerinnen zuhören möchte, kann dies am 30. Oktober tun, wenn beide bei den Landfrauen in der Klosterheide ab 18:30 Uhr von ihrer Tour berichten. Um Anmeldungen bei Beate Kipp, Telefon: 760 684 wird gebeten.

10/2025

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