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Maibaumkrone wartet in Scheune auf ihren Einsatz

Gut geschützt

Der Weg hoch zur Maibaumkrone ist nicht ungefährlich. Dabei geht man nicht, wie man denken könnte, den Mast empor, sondern jetzt, Mitte März, mit der Taschenlampe bewaffnet eine steile Treppe ohne Geländer empor, steigt am Adventskranz vorbei und steht vor ihr. „Wir sind ja heilfroh, dass wir ihn hier überhaupt lagern dürfen“, freut sich Pastor Axel Bruning, als wir mit ihm auf einer Art Empore in der Scheune des ehemaligen Unternehmens 11 Eichen, direkt neben der Michaelkirche in Westkilver, stehen. Hier überwintert die Krone, die auch in diesem Jahr direkt am 1. Mai – und nicht wie sonst üblich am Abend davor – aufgestellt wird. „So langsam darf man ja schon von einer echten Tradition sprechen, wenn es um den 1. Mai und Westkilver geht“, sagt Axel Bruning. Dann spricht er allerdings als erster Vorsitzender des Heimatvereins Westkilver, der sich zur 1150 Jahrfeier im Jahr 2000 gründete und drei Jahre später nicht nur den Platz neben der Kirche aus seinem Dornröschenschlaf holte, sondern auch das Mahnmal vom Friedhof hierher umsiedelte und zum ersten Mal zum Tanz in den Mail lud. „Die Aktion war damals ein riesiger Erfolg, auch wenn es irgendwann dann doch ganz schön kalt in der ungeheizten Scheune wurde.“

Der Weg hoch zur Maibaumkrone ist nicht ungefährlich. Dabei geht man nicht, wie man denken könnte, den Mast empor, sondern jetzt, Mitte März, mit der Taschenlampe bewaffnet eine steile Treppe ohne Geländer empor, steigt am Adventskranz vorbei und steht vor ihr. „Wir sind ja heilfroh, dass wir ihn hier überhaupt lagern dürfen“, freut sich Pastor Axel Bruning, als wir mit ihm auf einer Art Empore in der Scheune des ehemaligen Unternehmens 11 Eichen, direkt neben der Michaelkirche in Westkilver, stehen. Hier überwintert die Krone, die auch in diesem Jahr direkt am 1. Mai – und nicht wie sonst üblich am Abend davor – aufgestellt wird. „So langsam darf man ja schon von einer echten Tradition sprechen, wenn es um den 1. Mai und Westkilver geht“, sagt Axel Bruning. Dann spricht er allerdings als erster Vorsitzender des Heimatvereins Westkilver, der sich zur 1150 Jahrfeier im Jahr 2000 gründete und drei Jahre später nicht nur den Platz neben der Kirche aus seinem Dornröschenschlaf holte, sondern auch das Mahnmal vom Friedhof hierher umsiedelte und zum ersten Mal zum Tanz in den Mail lud. „Die Aktion war damals ein riesiger Erfolg, auch wenn es irgendwann dann doch ganz schön kalt in der ungeheizten Scheune wurde.“

Seit 2009 hat sich die Tradition ein wenig geändert, wird nun immer am 1. Mai pünktlich um 11 Uhr der Baum aufgestellt. Wobei das nicht ganz richtig ist. „Wenn der Feiertag auf einen Sonntag fällt, halten wir erst den Gottesdienst ab, schlüpfe ich danach aus dem Talar, ehe wir uns dann quasi in Zivil um den Maibaum kümmern“, erzählt Axel Bruning. Gefeiert wird seit 2019 nicht mehr in der Scheune oder rund um den Baum, sondern nach dem Aufstellen auf der Terrasse am Kirchcafé. Zuvor aber wird direkt am Maibaum gesungen; mal vom Posaunenchor, dann von Axel Bruning am Schifferklavier begleitet. Wer in diesem Mai für die musikalische Untermalung sorgt, ist noch nicht abschließend geklärt.

„Wenn wie in diesem Jahr der 1. Mai auf einen Freitag fällt, dann lockt das lange Wochenende, dann ist das Risiko groß, dass nur verhältnismäßig Wenige kommen“, befürchtet der Pastor. So oder so muss die Maikrone aber zuvor vorsichtig aus ihrem Winterschlaf und von der Scheunenempore geholt werden. Nur der Kenner weiß, dass die Krone eigentlich mal ein ausgedientes Wasserrohr war, das flinke Hände mit Draht, Montageschaum und Reisig zu dem gemacht haben, was es nun schon seit vielen Jahren ist. Der Mast diente früher in der Gemeinde als Laternenpfahl, „wir sind hier in Westkilver, da weiß man sich einfach zu helfen“, sagt Axel Bruning nicht ohne Stolz. Die bunten Bänder werden jedes Jahr neu angebracht, setzt das Wetter und vor allem der Wind ihnen doch zu stark zu. Auch dafür gilt es, Freiwillige zu finden, die nicht nur feiern, sondern auch die Voraussetzungen dafür schaffen wollen. „Die Anzahl derer, die mithelfen wollen, wird leider immer geringer – und meist sind es die gleichen Gesichter, die man bei solchen Arbeitseinsätzen immer wieder sieht“, erzählt Axel Bruning.

Eine sehr gute Resonanz gibt es dagegen, wenn das Wetter am 1. Mai nicht nur die Feier, sondern auch einen kleinen Spaziergang zulässt. „Seit vier Jahren gehen wir nach dem Aufstellen dann meist gemeinsam zu unserer Wanderhütte, die genau auf der Grenze zwischen West- und Ostkilver steht – ob wir das am kommenden 1. Mai aber auch machen, ist noch ungewiss“, erzählt Axel Bruning, der sich in diesem Jahr aber so oder so mit dem Feiern zurückhalten wird. „Nachmittags habe ich dann tatsächlich noch eine Trauung in der Michaelkirche. Und welches Brautpaar kann schon sagen, dass es quasi direkt unter dem frisch aufgestellten Maibaum vermählt wurde?“

Noch ist der Himmel grau und es weht nur die Fahne von Westkilver am Baum, der bald schon die Maikrone trägt.

04/2026

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