Wenn die Halbfranzösin Nadine Drosselmeyer über den Weihnachtsmarkt in Rödinghausen geht, kann sie ihre professionelle Brille nicht absetzen. „Ich habe mich jahrelang unter anderem um diesen und den Kilver Markt in der Gemeinde gekümmert – da ist man natürlich gespannt, was sich jetzt verändert hat“, erzählt die 45-Jährige, die seit 2016 in der Gemeindeverwaltung arbeitet und nun für die Friedhöfe verantwortlich ist.
Wenn die Halbfranzösin Nadine Drosselmeyer über den Weihnachtsmarkt in Rödinghausen geht, kann sie ihre professionelle Brille nicht absetzen. „Ich habe mich jahrelang unter anderem um diesen und den Kilver Markt in der Gemeinde gekümmert – da ist man natürlich gespannt, was sich jetzt verändert hat“, erzählt die 45-Jährige, die seit 2016 in der Gemeindeverwaltung arbeitet und nun für die Friedhöfe verantwortlich ist. „Wenn man den Stellenwechsel den Menschen erzählt, erntet man häufig erst einmal Stirnrunzeln. Aber der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu und auch alles rund um das Thema Friedhof will organisiert sein“, sagt die gelernte Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte. So kümmert sie sich heute um die Abrechnungen, um die Verlängerungen und Rückgaben von Grabstätten und aufgrund der Veränderung der Friedhofskultur um die Neugestaltung der Friedhöfe. „In Schwenningdorf haben wir die bereits abgeschlossen, Westkilver ist gerade an der Reihe und dann folgt Ostkilver“, verrät die 45-Jährige, die mit ihrem Vorgänger schon das Büro teilte und sich immer gut vorstellen konnte, hier einmal zu übernehmen. „Dabei darf man keine Berührungsängste mit dem Tod haben“, so Nadine Drosselmeyer, die auch die Anlaufstelle ist, wenn es mal zu Ärger auf dem Friedhof kommt. „In der Friedhofsordnung ist ganz klar geregelt, wie ein Grab gepflegt sein muss. Über die Art und Weise lässt sich aber trefflich streiten und auch da greifen wir dann ein und vermitteln“, erklärt sie. Auch in ihrer Freizeit muss sie mal Durchsetzungsvermögen beweisen, schlägt ihr Herz doch für die Borussia aus Dortmund, während ihr Mann dem Ligakonkurrenten VfB Stuttgart die Daumen drückt. Überhaupt sei sie durch und durch „fußballverrückt“, spielte 20 Jahre lang in Bruchmühlen und Holsen selbst Fußball, ehe sie nun den beiden Söhnen beim SV Rödinghausen und TuS Bruchmühlen am Wochenende am Spielfeldrand stehend die Daumen drückt.
Und – vielleicht hängt das auch mit ihrer Tätigkeit im Rathaus zusammen – eine weitere Faszination teilt Nadine Drosselmeyer. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für die Stammzellenspende und konnte so selbst schon das Leben einer Griechin retten. „Wenn man so will, habe ich dadurch eine Schwester bekommen, mein sozusagen genetischer Zwilling“, freut sich die 45-Jährige, dass es in ihrem Berufsleben zwar um den Tod, in ihrer Freizeit aber auch um das Leben retten geht.
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