Knapp 8 Jahre lang war Martina Koring Schiedsperson in Kirchlengern, ehe sie jetzt von ihrem Ehrenamt zurücktritt. „Allerdings nicht, weil ich keine Freude mehr daran habe, ganz im Gegenteil. Aber es ist eine Voraussetzung, dass man auch in der Kommune wohnt, in der man als Schiedsperson tätig ist. Und da ich nun umziehe, lege ich folgerichtig auch dieses Ehrenamt nieder“. So sucht die Gemeinde nun eine neue Schiedsperson, die neben Loryn Pörschke-Karimi in dieser Aufgabe tätig wird. „Der Weg ist meistens gleich. Wir werden angerufen, wir stellen häufig gemeinsam mit dem Anrufern einen Antrag und danach wird hier im Rathaus mit den beiden Streitparteien besprochen, ob sich der Streit nicht ohne gerichtliche Auseinandersetzung klären lässt“, erklären die beiden Schiedspersonen. Es gehe dabei nicht um Recht und Unrecht, sondern um einen Vergleich, den beide schließen und mit dem beide gut leben können. „Anfangs herrscht da natürlich Skepsis, wird vergessen, dass wir nicht auf der Seite des Antragsstellenden stehen, sondern komplett neutral sind“, so Martina Koring. Fest steht allerdings auch: Ist ein solcher Vergleich erst einmal geschlossen, haben sich beide Parteien daran in einem Zeitraum von 30 Jahren auch zu halten.
Knapp 8 Jahre lang war Martina Koring Schiedsperson in Kirchlengern, ehe sie jetzt von ihrem Ehrenamt zurücktritt. „Allerdings nicht, weil ich keine Freude mehr daran habe, ganz im Gegenteil. Aber es ist eine Voraussetzung, dass man auch in der Kommune wohnt, in der man als Schiedsperson tätig ist. Und da ich nun umziehe, lege ich folgerichtig auch dieses Ehrenamt nieder“. So sucht die Gemeinde nun eine neue Schiedsperson, die neben Loryn Pörschke-Karimi in dieser Aufgabe tätig wird. „Der Weg ist meistens gleich. Wir werden angerufen, wir stellen häufig gemeinsam mit dem Anrufern einen Antrag und danach wird hier im Rathaus mit den beiden Streitparteien besprochen, ob sich der Streit nicht ohne gerichtliche Auseinandersetzung klären lässt“, erklären die beiden Schiedspersonen. Es gehe dabei nicht um Recht und Unrecht, sondern um einen Vergleich, den beide schließen und mit dem beide gut leben können. „Anfangs herrscht da natürlich Skepsis, wird vergessen, dass wir nicht auf der Seite des Antragsstellenden stehen, sondern komplett neutral sind“, so Martina Koring. Fest steht allerdings auch: Ist ein solcher Vergleich erst einmal geschlossen, haben sich beide Parteien daran in einem Zeitraum von 30 Jahren auch zu halten.
Häufige Streitpunkt sind dabei die klassischen Nachbarkeitsstreitigkeiten. „Da geht es dann tatsächlich um den bekannten Ast, der von einem auf das andere Grundstück rüber hängt“, berichtet Loryn Pörschke-Karimi – zumindest in dem ersten Antrag. „Wenn man dann ins Gespräch miteinander kommt, dann stellt sich manches Mal doch heraus, dass der Stachel noch tiefer sitzt“, fügt Martina Koring an und will nicht weiter ins Detail gehen. Verschwiegenheit ist hier oberstes Gebot. Nur soviel erzählen die beiden dann doch: „Es gibt Fälle, da denkt man zum Start, dass die beiden Parteien nie zusammenkommen. Und eine halbe Stunde später, beim Ortstermin, trinken sie ein Bier zusammen und sägen den Ast gemeinschaftlich ab.“ Nicht nur solche Erlebnisse bereiten Freude als Schiedsperson. „Das Ganze ist eine wirklich spannende, aber auch zeitlich herausfordernde Aufgabe“, sind sich die beiden einig. Man lerne viel dazu, werde in einem Kurs auf die Herausforderungen vorbereitet und könne am Ende zwar kein Recht sprechen, aber Menschen helfen.
Jeder, der zwischen 25 und 75 Jahren alt ist, kann sich für das Amt der Schiedsperson in Kirchlengern bewerben. Als Ehrenamt gibt es hier 75 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat, nachdem der Rat entschieden hat, wer nun neben Loryn Pörschke-Karimi die kommenden fünf Jahre als Schiedsperson in Kirchlengern tätig werden kann. Mitbringen sollte man, so die scheidende Schiedsperson Martina Koring, vor allem viel Ruhe, Gelassenheit, Flexibilität, aber auch Durchsetzungsvermögen, wenn es mal etwas turbulenter in der Auseinandersetzung zugeht. „Aber auch das bekommt man schnell in den Griff und dann merkt man, wie sehr diese Aufgabe erfüllen und erfreuen kann“, sagt Martina Koring.
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