Eben wurde noch Richtfest gefeiert, jetzt stehen schon die Arbeiten um die Fenster und das sogenannte „Gefache“ am Trachtenund Textilmuseum in Rehmerloh an.
Eben wurde noch Richtfest gefeiert, jetzt stehen schon die Arbeiten um die Fenster und das sogenannte „Gefache“ am Trachtenund Textilmuseum in Rehmerloh an. „Wenn man hier jeden Tag steht, ist man erstaunt, wie schnell das alles geht“, wundern sich Jan und Christoph Nobbe, die wie berichtet auf ihrem Grundstück nun das in Löhne abgebaute Fachwerkhaus wieder aufrichten lassen. „Natürlich sitzt uns die Zeit im Nacken – gerade wegen einiger Fördergelder, die mit Zeitenfaktoren verknüpft sind, aber das Gefühl kennen wir ja“, sagt Jan Nobbe. Noch sei nicht wirklich vorstellbar, dass der Bau Ende des Jahres abgeschlossen sei, gleichzeitig werde aber jeden Tag an dem Gebäude gearbeitet, gehe es zügig voran. Die Balken sind alle gesetzt worden, Fachwerk und Dachstuhl stehen. Die Decke ist noch ein Provisorium, hier sollen bald die alten Bohlen gelegt werden, ehe es mit dem Befüllen der Lücken im Fachwerk und mit den Mauerarbeiten an den außen liegenden Räumen weitergeht.
„Wenn man hier jetzt in dem Gebäude steht, freut man sich einfach auf das, was kommt“, sagen die beiden Bauherren, die parallel bereits an dem Museumskonzept arbeiten. „Wir haben schon Kontakt zu einer Museumspädagogin aufgenommen und sind jetzt dabei, unser Grundkonzept, das wir ja für die Förderzusagen benötigt haben, weiter zu verfeinern“, erzählen die beiden. Wann dies fertig und vor allem komplett umgesetzt wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Unser realistisches Ziel ist es, dass das Gebäude bis Ende dieses Jahres steht. Danach geht es dann mit Hochdruck mit der Ausstellungsgestaltung weiter“, so die beiden Nobbes, die sich noch nicht auf einen offiziellen Öffnungstermin festlegen lassen wollen. Bis dahin stehen auch noch jede Menge Arbeiten an dem Gebäude an, das am Ende über eine Nutzfläche von rund 130 Quadratmetern verfügen wird. „Auf der einen Gebäudeseite werden wir mit den geringen Zimmerhöhen arbeiten, die früher in dem Haus vorzufinden waren. Auf der anderen Seite öffnen wir die Decke, damit die Ausstellung auch ‚atmen‘ kann“, erklärt Jan Nobbe, der auch die Hausnummer bereits anbringen konnte. Das in die Jahre gekommene Emailleschild zeigt, leicht verwittert, die 195 als Hausnummer und „so hat man schon jetzt das Gefühl, dass das Museumsgebäude hier genau an der richtigen Stelle steht und, wenn man so will, hier zuhause ist“, so die beiden Bauherren.
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