Jeder Mensch stirbt. „Und damit tritt auch immer der Versicherungsfall ein“, sagt Friedrich-Wilhelm Tödtmann, Vorsitzender der Sterbekasse „Hilfe am Grabe“, die in Kirchlengern aktuell 188 Mitglieder zählt. „Wir sind ein Verein, der sich darum kümmert, dass bei dem Begräbnis nicht plötzlich erschrocken festgestellt wird, dass all das ja Geld kostet – was manches Mal nicht vorhanden ist“, erklärt Schriftführerin Bärbel Kleemeier.
Jeder Mensch stirbt. „Und damit tritt auch immer der Versicherungsfall ein“, sagt Friedrich-Wilhelm Tödtmann, Vorsitzender der Sterbekasse „Hilfe am Grabe“, die in Kirchlengern aktuell 188 Mitglieder zählt. „Wir sind ein Verein, der sich darum kümmert, dass bei dem Begräbnis nicht plötzlich erschrocken festgestellt wird, dass all das ja Geld kostet – was manches Mal nicht vorhanden ist“, erklärt Schriftführerin Bärbel Kleemeier.
Dabei ist die Idee, jetzt für später vorzusorgen, alles andere als neu. „Uns gibt es schon seit 1923“, stellt der Geschäftsführer Günter Fabricius klar. Früher stand hinter der Vereinsbezeichnung noch „Quernheim“, irgendwann ging die Sterbekasse Südlengern in dem heutigen Verein auf, der nach einem ganz normalen Prinzip arbeitet: Jedes Mitglied zahlt pro Versicherung zehn Euro pro Jahr. Im Sterbefall wird gestaffelt nach Mitgliedsjahren bis zu aktuell 315 Euro an denjenigen ausgezahlt, der zuvor vom Versicherungsnehmer bestimmt wurde. „Meist ist das der Bestatter, der das Procedere schon kennt und weiß, dass wir sofort auszahlen, sobald wir die Sterbeurkunde erhalten“, so Bärbel Kleemeier. Angst muss dabei niemand haben, dass gezahlte Gelder nicht sicher und gewinnbringend angelegt werden. „Wir werden streng von der Bezirksregierung überwacht und müssen immer sicherstellen, dass wir nicht in spekulative Anlagen investieren“, erklärt der Vorstand, der so meist die Gelder in Sparbriefe anlegt: „In den vergangenen Jahren hat es hier leider nur sehr wenige Zinsen gegeben, sodass wir die Versicherungssumme leicht herabsetzen mussten. Jetzt hoffen wir aber, dass wir schon bald und für länger wieder erhöhen können.“ Problematischer ist da schon die Neumitgliedergewinnung. „Früher wurde der Jahresbeitrag noch vor Ort kassiert. Da kam man ins Gespräch, da konnten wir für die gute Sache werben. Heute läuft durch die Einzugsermächtigungen vieles anonym ab“, sagt Günter Fabricius. Der hat – wie viele – nicht nur eine Versicherung, sondern gleich mehrere abgeschlossen, damit am nicht nur sprichwörtlichen Ende genug Geld da ist, um möglichst viel der anfallenden Kosten begleichen zu können. „Wir haben bei 188 Mitgliedern insgesamt 840 Anteile“, sagt Bärbel Kleemeier. Die sind vor allem entstanden, seitdem die Krankenkassen nicht mehr wie bis 2003 noch 500 Euro Sterbegeld zahlen. „Der Beitrag von zehn Euro pro Jahr ist ja wirklich gering. Aber gleichzeitig weiß man, dass nach dem eigenen Ableben das Wirtschaftliche zumindest in Teilen geregelt ist. Das hinterlässt einfach ein gutes Gefühl und die Erkenntnis, auch über seinen eigenen Tod hinaus Wichtiges geregelt zu haben“, so der dreiköpfige Vorstand der Sterbekasse „Hilfe am Grabe Quernheim“.
Wer sich für die Mitgliedschaft in der Sterbekasse „Hilfe am Grabe Quernheim“ interessiert, kann, ganz gleich, wo er wohnt und lebt, den Vorstand so erreichen:
Friedrich-Wilhelm Tödtmann
Tel.: 05223 71807
friedrich74@unity-mobil.de
Günter Fabricius
Tel: 05731 95911
gfab164@t-online.de
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