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Zwei Großprojekte stehen an

Straßensanierungen in Hiddenhausen

Zwei Bauprojekte stehen in den Startlöchern

Wenn Franz-Josef Dickhausen, Straßenbaumeister im Hiddenhauser Rathaus, und sein Kollege Jan Westerhold die Köpfe über großen Bauplänen zusammenstecken, dann ist klar: Es wird gebaut in der Gemeinde. Aktuell stehen gleich zwei Großprojekte an, die die beiden beschäftigen.

Erst waren – für das Foto – nur die Spielfiguren da. Jetzt wird auf dem Rathausvorplatz auch eine echte Baustelle eingerichtet.

Wenn Franz-Josef Dickhausen, Straßenbaumeister im Hiddenhauser Rathaus, und sein Kollege Jan Westerhold die Köpfe über großen Bauplänen zusammenstecken, dann ist klar: Es wird gebaut in der Gemeinde. Aktuell stehen gleich zwei Großprojekte an, die die beiden beschäftigen.

„Bei der Schweichelner Straße sprechen wir von einer echten Komplettsanierung“, so Dickhausen zu Projekt Nummer eins. Auf einem Teilstück von rund zwei Kilometern Länge ist, wie es in der Fachsprache heißt, der „Straßenbelag abgängig“. Bäume haben hier mit ihren Wurzeln den Geh und Radweg angehoben, „am Ende kamen wir mit den Reparaturarbeiten gar nicht hinterher, weil die Wurzeln einfach stärker und schneller waren“, so Dickhausen. Damit soll nun, nach der Sanierung, Schluss sein. „Wir heben den gesamten Belag um 30 Zentimeter an und schaffen so Raum zur Wurzelentfaltung“, so die Vorgabe für das Projekt, das sich jetzt gerade in der Endplanung befindet.

Die Vermessung findet parallel dazu statt, damit Pläne entstehen, die für die Ausschreibung benötigt werden. Die soll Ende des Jahres stattfinden, „damit wir in der ersten Jahreshälfte mit den Aus führungsarbeiten beginnen können“, so der Plan von Dickhausen und Westerhold. 17 Monate sind für die Bauzeit angesetzt, die in mehreren Abschnitten ablaufen wird. Anfangs war angedacht, alle Bäume an der Strecke zu fällen, um die gesamte Straße verbreitern zu können. „Wir haben die Planung aber noch einmal verändert und müssen jetzt nur einzelne Bäume entfernen und kommen dennoch zu einem sehr guten Ergebnis“, so Franz Josef Dickhausen. Möglich wird dies auch, weil bergab ein Radfahrstreifen von Bünder Straße bis Am Sportplatz mit 1,85 m Breite und Schutzstreifen von Am Sportplatz bis Herforder Straße mit 1,80 m Breite eingeplant sind und bergauf der Weg der Radfahrer über einen 3 m breiten gemeinsa men Rad / Gehweg geht. Zusammen mit der neuen Fahrbahn wird so eine neue Schweichelner Straße entstehen, die allen Verkehrsteilnehmern einen perfekten Untergrund bieten soll.

Sanierungsbedürftig: Die Schweichelner Straße.

Schon im Juli sind die Umbauarbeiten am Rathausplatz gestartet.

„Hier bekommen wir eine komplett neue Pflasterung mit taktilem Leitsystem, die eine vollständige Barrierefreiheit gewährleistet, ein Wasserspiel, neue Bepflanzung, neue Sitzgelegenheiten und Beleuchtungen“, erklärt Jan Westerhold.

Ein Jahr sollen die Arbeiten dauern, währenddessen der Rathausplatz eingeschränkt begangen werden kann; die Anlieger kommen grundsätzlich zu ihren Grundstücken. „Das ist natürlich für die Anlieger und vor allem die neu errichtete Kindertagesstätte nicht ideal, aber es muss meist immer erst einmal etwas schlechter werden, ehe es dann sehr viel besser wird“, sagt der 33 Jährige und wirbt um Verständnis für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Rathausplatzes.

Auf dem Plan der beiden stehen in den kommenden Monaten auch die Schaffung von Barrierefreiheit an weiteren Bushaltestellen und die Deckensanierung und Instandhaltungsarbeiten an diversen Straßen. In Zukunft wartet dann mit der geplanten Umwandlung der Dorfstraße und des Heimstättenwegs bis in die Untere Wiesenstraße in Lipping hausen Sundern hin zu einer Fahrradstraße echtes Neuland auf die beiden und ihre Kollegen.

Die Förderung dafür ist beim Land beantragt, beide sehen der Realisierung optimistisch entgegen. Viele Markierungsarbeiten, das Anbringen von roten Kennzeichnungen und Fahrbahnverengungen auf dem Straßenbelag und das Ausweisen der Straße als Fahrradstraße sind hier notwendig, ehe sich die Fahrradstraße in den Interkommunalen Radweg BündeHiddenhausenHerford einfügt. 2024 sollen hier dann Zweiräder vorrangig unterwegs sein und das Projekt zum Teil der Verkehrswende werden.

Bis dahin werden sich die beiden noch vielfach zusammensetzen, digitale wie analoge Pläne wälzen, die Planungen verfeinern und wissen: „Fertig sind wir eigentlich nie. Aber mit den beiden Großprojekten gehen wir jetzt wichtige Herausforderungen an, deren Auswirkungen unsere Bürgerinnen und Bürger schnell zu schätzen wissen werden.“

Planmäßig unterwegs: Franz Josef Dickhausen (r.) und Jan Westerhold.

August 2023

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