Die einen haben den sportlichen Tagen in ihrer schulischen Laufbahn mit Freude entgegengeblickt. Für die anderen waren Unterrichtsstunden rund um das Sportzeichen eher ein Graus. Die meisten aber beschäftigen sich nach ihrer schulischen Laufbahn kaum noch mit dem Thema, verzichten auf Bewegung und können nur bewundernd zu denen aufschauen, die sich Jahr für Jahr der Herausforderung Sportabzeichen stellen.
Die einen haben den sportlichen Tagen in ihrer schulischen Laufbahn mit Freude entgegengeblickt. Für die anderen waren Unterrichtsstunden rund um das Sportzeichen eher ein Graus. Die meisten aber beschäftigen sich nach ihrer schulischen Laufbahn kaum noch mit dem Thema, verzichten auf Bewegung und können nur bewundernd zu denen aufschauen, die sich Jahr für Jahr der Herausforderung Sportabzeichen stellen.
Dabei bietet gerade das Sportabzeichen die Möglichkeit, sich ohne Vereinszugehörigkeit und feste Termine sportliche Ziele zu setzen. Perfekte Ort dafür ist die Außensportanlage direkt neben der Gesamtschulturnhalle. An jedem ersten Dienstag und Mittwoch im Monat ist von 18.00 bis 19.30 Uhr ist ein offenes Training möglich. „Von Mai bis Oktober sind wir hier und unterstützen beim Training oder nehmen die einzelnen Disziplinen ab“, erklärt der Sportabzeichenbeauftragte Peter Schneider. „Willkommen ist dabei jeder, der Lust hat, seine sportlichen Fähigkeiten ganz in Ruhe und wenn gewünscht unter Anleitung zu trainieren“, beruhigt Peter Schneider die, die eben keine Hektik, sondern sich die gesamten Sommermonate über bewegen und trainieren wollen. Jeweils ab 18 Uhr steht er an den Trainingstagen auf der modernen Sportanlage, misst die Sprünge in die Sandgrube oder gibt Ratschläge beim Werfen des Medizinballs. Jeder, der sich sportlich betätigen möchte, ist herzlich eingeladen, dazu zu kommen. „Dafür braucht es keine Vereinszugehörigkeit. Es reicht die Motivation, sich den sportlichen Herausforderungen zu stellen“, sagt er.
Hierzu zählen Disziplinen wie der Hochsprung, das Schleuderballwerfen oder das Laufen. In den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination gilt es, verschiedene Leistungen zu erbringen, um schließlich das Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erwerben. Dabei gibt es je nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Anforderungen zu bewältigen.
„Das Sportabzeichen ist ein wenig das persönliche Olympia. Man macht das nur für sich, denn sich selber kann man nicht betrügen“, erklärt Schneider. Aus eben diesem Grund gehören auch Malte Pohl und Josephine Böker zu den Sportlern, die das offene Angebot nutzen. „So kann man sich selber beweisen, dass man es kann“, sagt Böker. Vor allem die sehr unterschiedlichen Disziplinen würden unterschiedliche sportliche Herausforderungen darstellen. „Man kann sich seine Ziele zudem selber setzen. Dieses Jahr würden wir zum Beispiel gerne Gold schaffen“, verrät Pohl und weiß, dass es dafür dann doch einige Trainingsabende braucht, um die gesetzten Zeiten und Weiten in allen Disziplinen zu erreichen.
Auch Martin Volkmann ist begeisterter Sportler. Regelmäßig geht er in seiner Freizeit joggen: „Hier bei den Trainingsabenden hat manaber die Möglichkeit, sich nochmal in Disziplinen zu beweisen, die man seit der Schulzeit meist nicht mehr ausgeübt hat“. Das mache für ihn den besonderen Reiz der alljährlichen Sportabzeichenaktion aus, das sorge für Abwechslung und Sporttreiben in der Gemeinschaft. „Für mich ist es eine echte Motivation, eigene Leistungen durch kontinuierliches Training verbessern zu können“, fügt der Sportler an.
Daneben trainieren hier aber auch Menschen, die das Sportabzeichen für ihren beruflichen Werdegang benötigen. Fabian Hoffmann zum Beispiel möchte beruflich bei der Polizei arbeiten, Jule Palitza beim Zoll. „Dafür benötigt man ein Sportabzeichen als Voraussetzung für die Bewerbung – und das bekomme ich eben genau hier und stelle so meine Sportlichkeit unter Beweis“, erläutert die 19-Jährige.
Durch das gemeinsame Trainieren entstehen daneben auch neue Bekanntschaften, die dazu führen, dass sich die Sportler gegenseitig motivieren und Trainingsabende entstehen, bei denen die Freude am gemeinsamen Sporttreiben im Vordergrund stehen. Mitmachen kann dabei jede und jeder: „Alle, die Lust haben, sich mal am Sportabzeichen zu versuchen oder auch regelmäßig zu trainieren, sind auf jeden Fall herzlich eingeladen, dazu zu kommen“, sagt Peter Schneider und freut sich über möglichst viele Gesichter, für die das Sportabzeichen eben keine schlechte Erinnerungen aus der eigenen Schulzeit, sondern eine Herausforderung ist, die der eigenen Gesundheit gut tut und viel Freude über Jahre hinweg bietet.
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