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Wenn die Laich-Wanderungen beginnen, ist Marion Possin-Vogtländer im Einsatz, um den Amphibien über die Straße zu helfen.

Die Kröten-Retterin

„Einer muss sie doch retten“, sagt Marion Possin-Vogtländer. Seit mehr als 30 Jahren ist sie dabei, wenn es darum geht, Kröten, Molche, Frösche und Co. von den Straßen zu retten. Wenn die Temperaturen im Februar steigen, beginnen die Laich-Wanderungen. An der Westkilverstraße/ Ecke Höpkers Teich und oberhalb der Straße „Am Freibad“ sind dann ihre Einsatzorte.

„Einer muss sie doch retten“, sagt Marion Possin-Vogtländer. Seit mehr als 30 Jahren ist sie dabei, wenn es darum geht, Kröten, Molche, Frösche und Co. von den Straßen zu retten. Wenn die Temperaturen im Februar steigen, beginnen die Laich-Wanderungen. An der Westkilverstraße/ Ecke Höpkers Teich und oberhalb der Straße „Am Freibad“ sind dann ihre Einsatzorte.

Abends, mit Eintritt der Dämmerung, geht es los. Den Eimer in der einen Hand, Taschenlampe in der anderen Hand, beginnt sie damit, die Tiere von der Straße zu sammeln, bevor diese unter die Räder eines Fahrzeugs gelangen. Unterstützt wird sie dabei tatkräftig von ihrer Familie. Anschließend werden die Tiere in Höpkers Teich gebracht. Morgens, mittags und abends müssen außerdem zusätzliche Amphibien aus den Fangeimern an den Straßenrändern befreit werden, weil diese sonst erfrieren oder verhungern würden.

„Als ich ungefähr 15 Jahre alt war, fragte mich meine Nachbarin, ob ich ihr beim Sammeln helfen möchte“, so Marion Possin-Vogtländer. Seitdem ist sie dabeigeblieben, ist jedes Jahr im Februar und März im Einsatz und somit durchschnittlich 120 Stunden im Jahr ehrenamtlich tätig, genauso wie ihr Ehemann und ihr Sohn.

Erstmalig hat sie sich letztes Jahr Unterstützung vom NABU erbeten. Mithilfe einiger NABU-Mitglieder und einer befreundeten Nachbarin konnten die meisten Tiere gerettet werden. Allein an einem Abend haben sie über 400 Amphibien gezählt. Im Jahr 2024 seien es insgesamt 3.345 Tiere gewesen, erzählt Possin-Vogtländer. Der jahrelange Einsatz konnte die Amphibienbestände an der Westkilverstraße / Am Freibad, entgegen der allgemeinen Entwicklung, signifikant steigern.

„Vorsicht Krötenwanderung“ Schilder weisen auf die Wanderungen hin.

Kurz bevor die Kröten, Frösche und Molche zum Laichgewässer wandern, stellen die Gemeinde Rödinghausen und der Kreis Herford an verschiedenen Straßen und Wegen Fangzäune auf. Durch diese Zäune werden die Tiere am Überqueren der Straße gehindert; beim Entlangkriechen entlang der Zäune fallen sie in die Fangeimer und werden zeitnah befreit. Letztes Jahr hat die Gemeinde zusammen mit dem NABU- Kreisverband Herford eine Infotafel mit viel Wissenswertem rund um die Laich- Wanderungen aufgestellt. Die Tafel wird auch in dieser Saison an einer Stelle platziert werden.

Eine Bitte an alle Autofahrer: Sie sollten auf die Warnschilder mit der Abbildung einer Kröte und dem Schriftzug „Vorsicht Krötenwanderung“ achten. Hier gilt es: Fuß vom Gas und Augen auf! Denn auch helfende Hände, wie Marion Possin-Vogtländer, könnten hier unterwegs sein. „Wir haben zwar eine Warnweste an, dennoch bitten wir darum, dass Verkehrsteilnehmer das Tempo drosseln und Rücksicht nehmen“, so die Ehrenamtlerin.

„Ich freue mich, dass auch hier das ehrenamtliche Engagement in Rödinghausen seit Jahren sehr gut funktioniert und dadurch auch dem Artenschutz ein hoher Stellenwert eingeräumt wird“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux.

Weitere Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen und können sich bei Interesse beim NABU melden.

In dieser Saison stehen an folgenden Orten Krötenzäune in der Gemeinde Rödinghausen:

Griesenbrokstraße/Schlinkweg
Schluchtenweg/Mühlenkamp
Schluchtenweg
Bunte-Mühlen-Weg
Verbindungsstraße Wehmerhorststr./Auf der Drift
Höger Heide/Aueweg
Rüschener Str.
In der Lage
Zum Natten
Westkilverstr./Am Freibad (Haus Kilver)
Westkilverstr./Mühlenstraße
Oberhalb „Am Freibad“

02/2025

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