Mika Mundry kann sein Glück kaum fassen. Einmal auf dem Sitz eines Baggers Platz nehmen, sich kurz die Hebel und Schalter erklären lassen und dann den Arm, die Schaufel, den Bagger in Bewegung setzen. Dabei möchte Mika Mundry, Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern, eigentlich KFZ-Mechatroniker werden, „aber heute schaue ich mir einfach auch mal viele andere Berufe an“.
Mika Mundry kann sein Glück kaum fassen. Einmal auf dem Sitz eines Baggers Platz nehmen, sich kurz die Hebel und Schalter erklären lassen und dann den Arm, die Schaufel, den Bagger in Bewegung setzen. Dabei möchte Mika Mundry, Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern, eigentlich KFZ-Mechatroniker werden, „aber heute schaue ich mir einfach auch mal viele andere Berufe an“.
Die Gelegenheit gab es dazu auf der Job- und Azubimesse HORIZONTE, die Mitte März Premiere feierte. „Berufsmessen gibt es ja viele – aber wir bieten das Alleinstellungsmerkmal, dass die Besucher direkt zu und in die Betriebe gehen können. Und man sieht: das kommt richtig gut an“, sagt Rüdiger Meier, der sich ebenfalls auf den Weg durch das interkommunale Gewerbegebiet Oberbehme machte. Extra eingesetzte Stoffregen-Busse sorgten hier für sorgenlosen Transport, viele Besucher nutzen aber auch die eigenen Autos oder einfach ihre Beine, um von A nach B zu kommen. Unter ihnen auch Max Simnowsky von der Olof-Palme-Gesamtschule Hiddenhausen, der seinen Laufzettel stolz vorzeigte. Bei den Unternehmen Heat11, Tim Letsch Garten- und Landschaftsbau und Heemeyer Stahlcenter hatte er sich jeweils nicht nur einen Stempel, sondern vor allem jede Menge Eindrücke abgeholt. „Ich selbst weiß noch gar nicht, was ich später mal machen will“, so der Schüler, der vor allem erstaunt war, „welch eine Vielfalt hier auf engstem Raum geboten wird“. Ebenfalls mit dem Bus unterwegs war Wirtschaftsförderer Oliver Weisheit. „So erhalte ich einen besseren Überblick darüber, was läuft und was wir bei der Fortsetzung besser machen können.“ Ein Blick wanderte dabei auch immer an den grauen Himmel, doch zumindest in den ersten Stunden der HORIZONTE blieb es trocken. Das freute auch Ryfina Stripling von der Erich Kästner-Gesamtschule, die es „so richtig cool“ fand. Ihr Laufzettel war längst komplett gefüllt und doch ging es weder zurück in die Schule, noch nach Hause, sondern weiter in Richtung Kreisverkehr. Ob Karlchens Backstube, Edeka Wehrmann, Tim Letsch, Haller Glas, Hettich oder HIP-Concept, „hier gibt es so viel Spannendes zu erleben, dass ich möglichst viel mitnehmen möchte“, so die EKG-Schülerin.
Zu zweit waren Alina und Lotta unterwegs, die nicht auf den Bus warten, sondern lieber von Station zu Station laufen wollten. „Toll ist, dass man hier nicht an feste Zeiten gebunden ist, sondern auch spontan erzählt bekommt, was man wo, wie lernen kann“, erzählen die beiden, die gegen Mittag wieder die HORIZONTE so wie alle anderen Schülerinnen und Schüler der beiden Gesamtschulen per Bustransfer verließen. Danach war die Messe für all diejenigen geöffnet, die sich mit dem Gedanken tragen, ihren Arbeitgeber zu wechseln, für Eltern, die mit ihrem Nachwuchs mal ganz konkret nachfragt, dann eher möglichst viel Unterschiedliches ausprobieren wollten. „Das ist ja auch das Prinzip der HORIZONTE. Man sollte direkt im Betrieb reinschnuppern, Fragen stellen, mit anfassen, sich ausprobieren, seinen potenziellen Arbeitgeber kennenlernen können“, so Rüdiger Meier über die gelungene Premiere der HORIZONTE. Im Nachgang wird nun genau analysiert, ob, wann und wie eine Fortsetzung stattfinden wird. Dann haben Mike und Lotta, Alina und Ryfina sicherlich schon ihre Entscheidung getroffen – auch unterstützt durch Unternehmenseinblicke, die sie sonst nicht gewährt bekommen hätten.
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