Am Ende, oder besser, ganz am Anfang sind Vater und Onkel von Tamina Charlotte von Loh daran „schuld“, dass die heute Dreizehnjährige vor sieben Jahren vom Schwimmen zum Fechten wechselte. Und das so erfolgreich, dass sie bereits in diesem jungen Alter jetzt zur Sportlerin des Jahres in Kirchlengern gewählt wurde.
Am Ende, oder besser, ganz am Anfang sind Vater und Onkel von Tamina Charlotte von Loh daran „schuld“, dass die heute Dreizehnjährige vor sieben Jahren vom Schwimmen zum Fechten wechselte. Und das so erfolgreich, dass sie bereits in diesem jungen Alter jetzt zur Sportlerin des Jahres in Kirchlengern gewählt wurde.
Wir treffen die junge Fechterin in der Sporthalle in Quernheim, wo sie drei Mal die Woche beim Quernheimer Fechtclub trainiert. „Die Schwimmtrainingszeiten waren damals so spät, dass es sich irgendwie nicht gut angefühlt hat. Da mein Vater und mein Onkel beide hier im Verein gefochten haben, war schnell klar, dass ich das auch einmal ausprobieren wollte“, erzählt Tamina und machte gleich bei ersten Trainingstag einen sehr guten Eindruck. „Mich reizt an der Sportart der Mix aus Schnelligkeit und Konzentration“, sagt die Schülerin des Freiherr vom Stein-Gymnasiums. Schnell wurde sie immer besser, bestritt erfolgreich erste Wettkämpfe, ehe sie sich heute Deutsche Vizemeister in der U13 Altersklasse und amtierende NRW-Meisterin nennen darf. Sie gehört zum Deutschen Nachwuchskader III und reist an Wochenenden auch mal bis nach Heidenheim, Leipzig oder ins benachbarte Ausland, um an Wettkämpfen teilzunehmen.
„Dass ich zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, hat mich dennoch sehr überrascht“, erzählt Tamina, ehe sie sich für das Training umzieht. Schnell hatte sie sich schon vor vielen Jahren für das Fechten mit dem Degen entschieden, auch wenn viele junge Fechterinnen erst einmal mit dem Florett beginnen – und häufig dabei auch bleiben. „Ich mag am Degenfechten, dass hier der gesamte Körper als Trefferfläche gilt, dass es etwas langsamer zugeht“, sagt die Dreizehnjährige, die im Wettkampf häufig ihr Glück im Angriff sucht. „Wenn man mich nach meinen Schwächen fragt, dann ist das vielleicht mein Defensivverhalten – ich arbeite gerade daran, dass ich einfach noch ruhiger, abgeklärter und vor allem geduldiger werde“, sagt Tamina und muss lachen – sie ist einfach ein aktiver Typ, der gerne selbst die Initiative ergreift.
Nach ihren Zielen gefragt, ist die Antwort schnell gefunden. „Ich will einmal bei Olympia starten“, nimmt sie sich selbstbewusst vor. Aktuell geht es aber erst einmal darum, in der für sie neuen Altersklasse U15 in dieser Saison Fuß zu fassen und Erfahrungen zu sammeln. Parallel dazu startet sie aber auch in der höheren Altersklasse U17, um sich schnell weiterzuentwickeln. Trotz der neuen Alterklassen kann Tamina wichtige Turniere für sich entscheiden und wertvolle Punkte für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften U15 in Leverkusen und U17 in Bielefeld sammeln.
Dass dabei fast jedes Wochenende lange Fahrten auf ihrem Programm stehen, stört sie nicht. „Daran gewöhnt man sich schnell und da ich ja mit meinem Vater oder meiner Mutter unterwegs bin, ist das doch sehr familiär“, erzählt die neue Sportlerin des Jahres. Selbst in den Osterferien wird es keine Pause vom Fechtsport für Tamina Charlotte von Loh geben. „Dann stehe ich auch hier in der Halle – aber nicht als Sportlerin, sondern um jüngeren Kindern beim Schnupperkurs die Faszination Fechtsport näherzubringen.“
In den kommenden Ausgaben der ELSESTIFTE werden wir an dieser Stelle alle Geehrten nach und nach im Portrait vorstellen.
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