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OSTBLOCK Künstlervereinigung stellt in Bielefelder Volksbank Lobby aus

Heimat-Los

Künstler finden eine Herberge in einer Bank? Klingt irgendwie wenig glaubhaft. Ist es aber. Sagt Anja Krüger und schaut sich im Foyer der Volksbank am Kesselbrink, Lobby genannt, um. Sieben Künstler innen und Künstler der sogenannten OSTBLOCK Künstlervereinigung stellen hier aus, in Vertretung für das große Ganze, für alle Kulturschaffenden des Kulturhauses OSTBLOCK, die gerade ohne Atelier, ohne Heimat dastehen.

Es ist schon ein wenig vertrackt. Sagt Anja Krüger, deren Reich, deren Spielplatz, Galerie und Arbeitsplatz, wenn man so will, die Lobby in der Volksbank ist. Denn eigentlich haben die vielen Künstlerinnen und Künstler mit dem Kulturhaus, dem OSTBLOCK, ja ein Zuhause. Das haben sie allerdings zugunsten von Flüchtenden aus der Ukraine geräumt und damit ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt. Flüchtenden muss geholfen werden. Da sind sich alle einig. Man dürfe aber auch nicht außer Acht lassen, dass da gerade mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler die Heimat ihres Schaffens verlieren. Darauf aufmerksam zu machen, ist der Volksbank ein wichtiges Anliegen. Die Volksbank-Lobby kann den Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne bieten. Und damit einen Einblick in das Leben der Ateliers der Kunst und Kulturschaffenden geben, Stimmungen aufzeigen und die Bedeutung des Projekts für die Kreativen, aber auch die Kulturszene der Stadt Bielefeld verdeutlichen. Und das machen wir gerne. Erklärt Anja Krüger von der Volksbank Bielefeld Gütersloh.

Denn das, was in Museen und Galerien zu sehen ist, muss ja irgendwo entstehen. Wenn aber dieser Raum fehlt, dann wird es im wahrsten Sinne des Wortes eng. Umso wichtiger ist es, die kreative Vielfalt des Kulturhauses OSTBLOCK zu zeigen, die künstlerische Produktivität in den sehr unterschiedlichen Exponaten. Das Kulturhaus sollte

für möglichst alle Teile der Stadtgesellschaft die Möglichkeit bieten, Ideen auszuloten, die eigene Kreativität auszuprobieren, gerne auch interdisziplinär und in gemeinsamen Projekten. Und deshalb verwandelt sich die Lobby einmal mehr in eine Galerie, in einen kleinen, feinen, aber irgendwie doch mahnenden Zeigefinger in Ausstellungsformat.

Der Besucher steht ein paar Meter weiter irritiert und zu gleich fasziniert vor einem Netz aus Papierrollen, per Hand zusammengedreht, mit dem Tacker miteinander verbunden. Daneben die Innenstadt Bielefelds im Miniaturformat, geschaffen mit dem 3D Drucker, Haus für Haus, Straße für Straße. Das Auge beginnt zu spazieren, über den Blicken schweben beleuchtete Ballons – surrealer könnte der Augenblick kaum sein. Dabei sind es gar nicht die einzelnen Kunstwerke, nicht die poppig beklebte Litfaßsäule, nicht das Werk hinter Glas, das nie vollendet wurde, nicht einmal der Frauenkopf aus Bronze, die die Ausstellung ausmachen. Sondern das Ganze.

Zu sehen ist die Ausstellung Neben der Sichtachse bis zum 26. Juli.

Zu verstehen ist sie als Impuls.

Für das Kulturhaus.

Für die Kunst.

In Bielefeld.

Künstler finden eine Herberge in einer Bank? Klingt irgendwie wenig glaubhaft. Ist es aber. Sagt Anja Krüger und schaut sich im Foyer der Volksbank am Kesselbrink, Lobby genannt, um. Sieben Künstler innen und Künstler der sogenannten OSTBLOCK Künstlervereinigung stellen hier aus, in Vertretung für das große Ganze, für alle Kulturschaffenden des Kulturhauses OSTBLOCK, die gerade ohne Atelier, ohne Heimat dastehen.

Es ist schon ein wenig vertrackt. Sagt Anja Krüger, deren Reich, deren Spielplatz, Galerie und Arbeitsplatz, wenn man so will, die Lobby in der Volksbank ist. Denn eigentlich haben die vielen Künstlerinnen und Künstler mit dem Kulturhaus, dem OSTBLOCK, ja ein Zuhause. Das haben sie allerdings zugunsten von Flüchtenden aus der Ukraine geräumt und damit ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt. Flüchtenden muss geholfen werden. Da sind sich alle einig. Man dürfe aber auch nicht außer Acht lassen, dass da gerade mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler die Heimat ihres Schaffens verlieren. Darauf aufmerksam zu machen, ist der Volksbank ein wichtiges Anliegen. Die Volksbank-Lobby kann den Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne bieten. Und damit einen Einblick in das Leben der Ateliers der Kunst und Kulturschaffenden geben, Stimmungen aufzeigen und die Bedeutung des Projekts für die Kreativen, aber auch die Kulturszene der Stadt Bielefeld verdeutlichen. Und das machen wir gerne. Erklärt Anja Krüger von der Volksbank Bielefeld Gütersloh.

Denn das, was in Museen und Galerien zu sehen ist, muss ja irgendwo entstehen. Wenn aber dieser Raum fehlt, dann wird es im wahrsten Sinne des Wortes eng. Umso wichtiger ist es, die kreative Vielfalt des Kulturhauses OSTBLOCK zu zeigen, die künstlerische Produktivität in den sehr unterschiedlichen Exponaten. Das Kulturhaus sollte
für möglichst alle Teile der Stadtgesellschaft die Möglichkeit bieten, Ideen auszuloten, die eigene Kreativität auszuprobieren, gerne auch interdisziplinär und in gemeinsamen Projekten. Und deshalb verwandelt sich die Lobby einmal mehr in eine Galerie, in einen kleinen, feinen, aber irgendwie doch mahnenden Zeigefinger in Ausstellungsformat.

Schaut man sich in der Lobby um, ist man beeindruckt. Und staunt. Modisches hängt von der Decke, wie Teer wirkt das Schwarz, das sich auf den Schultern des grob gewebten Mantels wie eine Last ausbreitet. Daneben all die Schritte, die notwendig sind, um aus Stoff Modisches werden zu lassen. All das für wenige Euros?

Der Besucher steht ein paar Meter weiter irritiert und zu gleich fasziniert vor einem Netz aus Papierrollen, per Hand zusammengedreht, mit dem Tacker miteinander verbunden. Daneben die Innenstadt Bielefelds im Miniaturformat, geschaffen mit dem 3D Drucker, Haus für Haus, Straße für Straße. Das Auge beginnt zu spazieren, über den Blicken schweben beleuchtete Ballons – surrealer könnte der Augenblick kaum sein. Dabei sind es gar nicht die einzelnen Kunstwerke, nicht die poppig beklebte Litfaßsäule, nicht das Werk hinter Glas, das nie vollendet wurde, nicht einmal der Frauenkopf aus Bronze, die die Ausstellung ausmachen. Sondern das Ganze.

Zu sehen ist die Ausstellung Neben der Sichtachse bis zum 26. Juli.
Zu verstehen ist sie als Impuls.
Für das Kulturhaus.
Für die Kunst.
In Bielefeld.

Frühling 2023

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