Schläger in die Hand nehmen, Bälle in die Tasche stecken und schon kann der Padel-Spaß beginnen. „Die Sportart ist unglaublich einfach – auch für blutige Anfänger“, sagt Sebastian Boehmfeld, Vorsitzender des TC Hiddenhausen, der nun auch über zwei Plätze dieser neuen Sportart verfügt.
Schläger in die Hand nehmen, Bälle in die Tasche stecken und schon kann der Padel-Spaß beginnen. „Die Sportart ist unglaublich einfach – auch für blutige Anfänger“, sagt Sebastian Boehmfeld, Vorsitzender des TC Hiddenhausen, der nun auch über zwei Plätze dieser neuen Sportart verfügt.
„Die Idee wurde bei uns schon 2022 geboren. Da hatten viele von uns erste Berührungspunkte zu der Trendsportart, als wir im Urlaub waren und dachten uns: das wäre doch auch etwas für uns“, erzählt der 34-Jährige heute. Auch wenn ein Projekt dieser Größe so einiges an Überzeugungsarbeit braucht, gab es im Verein sehr viel Energie und Mut, etwas Neues für die Gemeinschaft zu schaffen. Der Durchbruch kam mit der Fusion mit dem TSV Sundern: Hier bot sich die perfekte Gelegenheit, Bewährtes mit Modernem zu verbinden.
„Bei unseren Plätzen in Hiddenhausen war schnell klar, dass hier aufgrund des Standortes im Naturschutzgebiet eine Erweiterung durch Padelplätze direkt aussichtslos war.“ Erst die Fusion mit dem TSV Sundern brachte die Padelplätze wieder auf den Plan. „Hier mussten wir sowieso Geld in die Hand nehmen, um einen in die Jahre gekommenen Tennisplatz komplett zu sanieren“, wusste Sebastian Boehmfeld schon damals. Rund 60.000 Euro würde diese Sanierung mindestens verschlingen, „da waren die 175.000 Euro, die wir für zwei Padelplätze inklusive Erd- und Fundamentarbeiten ausgeben müssten, gar nicht mehr so illusorisch.“
Rund 82.000 Euro an Fördergeldern kamen am Ende zusammen, „und spätestens dann waren auch die letzten Skeptiker überzeugt“, erzählt der Vereinsvorsitzende einen Tag nach der offiziellen Eröffnung. Es dauerte einige Zeit, bis der marode Tennisplatz, die in die Jahre gekommenen Fangzäune und vor allem das Erdreich unter dem Tennisplatz, unter dem viel Müll zum Vorschein kann, abgetragen wurde. In den kommenden Wochen und Monaten sollen jetzt noch Loungemöbel angeschafft, Bänke aufgestellt und die Lichtanlage für Loungebereich und Weg angeschlossen werden. Dann ist alles komplett für den Start einer Sportart, die Tennisspieler und komplette Anfänger gleichermaßen begeistert.
„Man braucht ein, zwei Stunden, und dann kann man direkt losspielen und schafft schon viele Ballwechsel – das ist beim Tennis aufgrund des deutlich größeren Platzes ganz anders“, erklärt Sebastian Boehmfeld. Der Schläger ist deutlich leichter, gespielt wird mit Bällen, die denen vom Tennis stark ähneln, die einmal auftippen, dann aber auch an die Glaswände hinter den Spieler springen und von dort weitergespielt werden dürfen. „Wenn man sich geschickt positioniert, muss man deutlich weniger laufen als beim Tennis“, sagt der Vereinsvorsitzende, der auch erklärt, dass immer Zwei gegen Zwei gespielt wird, was Geselligkeit und Teamgeist deutlich erhöhe. Wie gut der Padelsport in Hiddenhausen angenommen wird, zeigte sich bereits bei der offiziellen Eröffnung, bei der mehr als 200 Spielerinnen und Spieler einmal ausprobieren wollten, was auf den blauen, mit Sand eingestreuten Padelplätzen möglich ist. Gebucht wird zukünftig über das normale Onlinesystem, das auch die Tennisspieler nutzen. Eine reine Padel-Mitgliedschaft ist ebenso wie eine Kombi- Mitgliedschaft beim TC Hiddenhausen möglich, Nichtmitglieder können hier nur an die gelbe Kugel schlagen, wenn sie von mindestens einem Mitglied eingeladen werden und für die Nutzung zehn Euro pro Spieler und Stunde zahlen.
Sorgen um die Mitgliedszahlen müssen sich Sebastian Boehmfeld und seine Vorstandskollegen ohnehin nicht machen. Die Zahlen gehen nicht nur stetig, sondern rasant nach oben, 391 sind es aktuell, Tendenz weiter – auch durch das neue Padel-Angebot – steigend. Ein lizensierter Padel-Trainer steht beim TC Hiddenhausen auch schon bereit, ein vielfältiges Schnupperprogramm ist bereits installiert und „eigentlich kann das Ganze nur eine echte Erfolgsstory werden“, so der erste Vorsitzende, der heute über die anfängliche Skepsis, die Projekten dieser Größe oft begegnet, nur lächeln kann. „Natürlich ist es nicht schön, wenn man einen Tennisplatz weniger hat. Aber die Perspektiven und das Interesse von Bestands- wie auch von Neumitglieder, die wir jetzt durch die Padel-Plätze gewonnen haben, zeigen, dass wir absolut richtig liegen.“
Text: Tobias Heyer / HOCH5 Fotos: Tobias Heyer / HOCH5 und Yvonne Gottschlich / HOCH5
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