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Klimawald der OPG: Schüler setzen ein starkes Zeichen für Umwelt und Zukunft

Waldwuchs statt Wildwuchs

Mittlerweile über anderthalb Jahre ist es her, dass die Olof-Palme-Gesamtschule ihren Klimawald an der Hans-Böckler-Straße am Schweichelner Wald pflanzte. In dieser Zeit hat er sich prächtig entwickelt. Allerdings gab und gibt es eine Menge zu tun. Und auch sonst tut sich so manches rund um den Klimawald. Aber alles der Reihe nach …

Es ist vollbracht: OPG-Schüler Tim lackierte und befestigte in Kleinarbeit die Buchstaben und Symbole und montierte das Schild zusammen mit Liam und Meilo.

Mittlerweile über anderthalb Jahre ist es her, dass die Olof-Palme-Gesamtschule ihren Klimawald an der Hans-Böckler-Straße am Schweichelner Wald pflanzte. In dieser Zeit hat er sich prächtig entwickelt. Allerdings gab und gibt es eine Menge zu tun. Und auch sonst tut sich so manches rund um den Klimawald. Aber alles der Reihe nach …

Waldpflege ist ein Muss

Gerade in den ersten vier bis fünf Jahren braucht ein junger Wald besondere Aufmerksamkeit. Der Unterbewuchs muss regelmäßig entfernt werden. Normalerweise wird dieser einfach abgemäht. Beim Klimawald der OPG allerdings funktioniert das nicht. Die Setzlinge wurden bekanntlich von Hand gepflanzt. Sie stehen also nicht exakt in Reih und Glied. Zusätzlich ist das Grundstück durch seine Beschaffenheit auch nicht ganz ohne. Beim Beseitigen der sogenannten Beikräuter war und ist also Handarbeit beziehungsweise Fußarbeit angesagt. Soll heißen: Die Beikräuter werden niedergetrampelt.

Im Sommer 2024 kämpften sich erstmals circa 40 bis 50 Schülerinnen und Schüler der OPG mit dicken Handschuhen und kräftigem Schuhwerk durch den Wald. Dann wieder im Spätherbst 2024 und dieses Jahr kurz vor den Osterferien. Die aktuelle Waldpflegeaktion fand am 11. Juni statt. An diesem Tag warteten Corinna und Georg vom Umweltbetrieb Hiddenhausen auf die jugendlichen Pflegekräfte. Sie erklärten, wie das gezielte Niedertrampeln von Beikräutern den jungen Bäumen beim Wachsen hilft. Während im vergangenen Jahr vor allem riesige Disteln das Gelände dominierten, war es diesmal das üppig wachsende Gras. In kleinen Gruppen durchstreiften die sich immer freiwillig meldenden Schülerinnen und Schüler die Pflanzreihen und sorgten rund um die jungen Bäume dafür, dass das hohe Gras niedergetreten wird. Eine Fortsetzung der Waldpflege folgt bei guten Wachstumsbedingungen schon in wenigen Wochen.

Note sehr gut für den Waldstatus

Heute präsentiert sich der Klimawald – auch wegen dieser regelmäßigen Aktionen – in sehr guter Verfassung. 80 bis 90 Prozent der Bäume sind bestens in Schuss, viele Pflanzen erreichen mittlerweile Hüft- oder Brusthöhe und die Lärchen sogar stolze zwei Meter. Einzig die Weißtannen im hinteren Teil des Waldes schwächeln etwas – aber das kann noch werden.

Projekt mit vielen pädagogischen Facetten

Auch in das Schulleben der Olof-Palme-Gesamtschule ist der Klimawald bestens integriert. In der Lehrerfortbildung spielt er genauso eine Rolle wie in geplanten Projektkursen und fächerübergreifenden Aktivitäten. Selbst zwei Facharbeiten im Leistungskurs Biologie wurden geschrieben. Für diese führten die beiden Schüler eigene Untersuchungen im Klimawald durch und sammelten Erkenntnisse zum Themenbereich „Einfluss vom Bodenpilz Mykorrhiza auf das Wachstum bei Weißtanne und Eberesche“.

Natur Denk Mal Klimawald

Zurück zum 11. Juni 2025. An diesem Tag wurden nicht nur die Beikräuter entfernt. Auch etwas Neues wurde direkt am Wald und der angrenzenden Streuobstwiese gepflanzt: ein Namensschild, selbstverständlich selbst entworfen und gebaut von Schülerinnen und Schülern der OPG. Mit diesem Schild ist der Name des Klimawalds nun weithin deutlich sichtbar. Bewusst doppeldeutig dabei die Inschrift: NATUR – DENK – MAL! Ein bleibendes Symbol für das Engagement aller Beteiligten und eine Aufforderung an uns alle, mehr für den Schutz unserer Natur und Umwelt zu tun.

Text: Gemeinde Hiddenhausen Fotos: OPG Hiddenhausen, Gemeinde Hiddenhausen

03 / 2025

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