Die Zeiten, in denen kaum jemand kam, sind vorbei.
Gott sei Dank. Jetzt kommen sie wieder busweise, drängen durch die engen Gassen, stecken sich hier ein Bonbon, da einen Kugelschreiber ein und fragen sich fortlaufend:
Was soll ich denn nun machen, was werden?
Die Zeiten, in denen kaum jemand kam, sind vorbei.
Gott sei Dank. Jetzt kommen sie wieder busweise, drängen durch die engen Gassen, stecken sich hier ein Bonbon, da einen Kugelschreiber ein und fragen sich fortlaufend:
Was soll ich denn nun machen, was werden?
Azubimesse in Bünde, das ist auch in diesem Jahr der Marktplatz der unerschöpflichen Möglichkeiten. Energiebranche? Dann gleich mal rangetreten ans Glücksrad, einmal drehen, einmal gewinnen, noch ein paar Infos oben drauf und dann ist es fast schon geschafft und der Termin zum Vorstellungsgespräch festgezurrt. Küchenbranche? Man nennt es wohl volle Auswahl. Alle Großen der Branche sind hier, längst nicht nur die Ausbilder, auch nicht nur Azubis, die auf Augenhöhe erzählen, was wen wie erwartet. Sondern auch Personalverantwortliche und Abteilungsleiter. Wäre doch gelacht, wenn man den, der sich für Holz und Technik interessiert, nicht auch für den eigenen Betrieb begeistern kann. Du hast eher so zwei linke Hände? Dann lass sie von Korpus, Front und Küche und schlendere einfach weiter. Es ist ein wenig wie in der Herbertstraße in Hamburg, ruht dein Blick zu lange auf der Auslage, wirst du angesprochen, aufgefordert, doch mal näherzukommen. Einfach mal quatschen, sich und die Kontakte austauschen, was soll daran bitte schlüpfrig sein? Und so wird die Azubibörse in der Stadthalle zum Speeddating-Ort – erst verstohlen rüber-, dann genauer hinschauen. Angesprochen werden, Schüchternheit ablegen und dann fragen, fragen, fragen.
Wann kann es losgehen, was sollte man mitbringen, was wird verdient, wann gearbeitet, wann geurlaubt? Die, die hinter den bunten Tresen und vor noch bunteren Plakatwänden stehen, freuen sich über jeden, der nicht vorbeizieht, der echtes Interesse zu haben scheint, der weiß, was er will. Also zumindest in etwa.
Mittlerweile verabschieden sich sogar Unternehmensinhaber am Freitagmittag aus der Firma – nicht in den Feierabend, sondern in Richtung Bünder Stadthalle. Stehen neben ihren Kollegen und wissen: wenn der potenzielle Azubi sieht, dass sogar der Chef hier steht, dann scheint es noch nicht ernst zu sein, er aber das Ganze sehr ernst zu nehmen.
Weiter geht es durch den Jahrmarkt der Ausbildungsplätze. Vielleicht was mit Sicherheit? Der Stand der Polizei gibt gerne und vielen Auskunft. Oder direkt gleich die Bundeswehr? Auch kein Problem, auch die wissen, welche Faszination Auslandseinsatz auf junge Menschen ausüben kann.
Wann kann es losgehen, was sollte man mitbringen, was wird verdient, wann gearbeitet, wann geurlaubt?
Vielleicht soll aber auf den ersten Schulabschluss nicht die Ausbildung, sondern etwas ganz anderes folgen. Also vorbeigeschaut bei den vielen Berufskollegs, die hoffen, hier ihre Schülerzahlen aufbessern zu kön- nen. Mittendrin in alledem: nicht nur meist orientierungslose Jugendliche, sondern auch Eltern, die als letzter Strohhalm gleich mitgekommen sind und zusehen, dass ihre Kinder nicht in Bestzeit den Ausstellerparcours absolvieren, sondern sich Zeit nehmen, sich umschauen, innehalten, unterhalten, sich Gedanken machen, eine erste Orientierung finden.
Nach ein paar Stunden ist Schluss, alle sind erschöpft, viele einen Schritt weiter. Die meisten Aussteller wissen: leicht, einen geeigneten Azubi zu finden, war es nicht. Und wird es auch erst einmal nicht mehr werden. Die Jugendlichen wissen: leicht, einen für mich passenden Ausbildungsplatz zu finden, wird es nicht werden. Aber das wird schon.
Umso wichtiger, dass die Azubibörse wieder das ist, was sie immer sein wollte: Die Datingshow für alle, die auf dem Weg in den Berufsstart sind. Und für die, die dem Fachkräftemangel mit dem einzig schlagkräftigen Gegenmittel entgegentreten: Der Ausbildung der eigenen Fachkräfte von morgen.
Wenn man sich mit Carsten Friedrich über das Thema Karriere bei REMONDIS unterhält, ist es erst einmal etwas still. Weil Carsten Friedrich…
Sonja O’Reilly weiss, was Junge Menschen bewegt – und wie man sie bewegt. als Jobcoach hilft sie denen, die Orientierung suchen, die sich…
Die Zeiten, in denen kaum jemand kam, sind vorbei.
Gott sei Dank. Jetzt kommen sie wieder busweise, drängen durch die engen Gassen, stecken…
Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.