Wenn man sich mit Carsten Friedrich über das Thema Karriere bei REMONDIS unterhält, ist es erst einmal etwas still. Weil Carsten Friedrich ein eher zurückhaltender Mensch ist, keiner, der direkt auf sich zeigt und sagt: Also, wenn jemand ein gutes Beispiel für Karrierechancen ist, dann jawohl wir.
Wenn man sich mit Carsten Friedrich über das Thema Karriere bei REMONDIS unterhält, ist es erst einmal etwas still. Weil Carsten Friedrich ein eher zurückhaltender Mensch ist, keiner, der direkt auf sich zeigt und sagt: Also, wenn jemand ein gutes Beispiel für Karrierechancen ist, dann jawohl wir.
Wobei – eigentlich hätte er
allen Grund dazu.
Angefangen hat er als Chemielaborant, ist dann in den Vertrieb gewechselt, hat später im Spezialvertrieb gearbeitet und leitet heute, viele Jahre später bei REMONDIS Industrie Service den Standort in Melle. Wundern? Tun sich darüber hier nur wenige. Denn wer hier seinen Weg geht, wer begreift, dass Abfallwirtschaft wenig mit Abfall, dafür sehr viel mit Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun hat, dem stehen in diesem Riesenunternehmen mit insgesamt mehr als 40.000 Mitarbeitenden viele Türen offen
Hier in Melle ist natürlich alles kleiner, fast schon familiär. 46 Kolleginnen und Kollegen kümmern sich hier darum, dass die Unternehmen in einem gut 150 Kilometer großen Zirkelschlag rundherum nicht auf all dem sitzen bleiben, was beim Produzieren entstanden ist und nun fachgerecht entsorgt werden will. Und muss. Die gesetzlichen Vorgaben steigen immer mehr und häufiger, die Summe der Stoffe, die mal angeliefert, meist aber von REMONDIS direkt abgeholt werden, schießt in die Höhe und geht in die Breite. Corona? Hat hier niemanden gejuckt. Zukunftsängste? Plagen hier niemanden. Sicher, die Energiekrise schlägt auch hier durch, aber das, was sie hier machen, ist alternativ- und häufig auch konkurrenzlos
Wer zum ersten Mal nach Melle zum REMONDIS-Standort fährt, schaut ungläubig auf die Karte des Navigationsgerätes. Liegt das Ziel wirklich in einem Mischgebiet, umgeben von Wohnhäusern in Steinwurfnähe? Historisch gewachsen nennt Carsten Friedrich die geografische Situation, jetzt dadurch nicht mehr zu ändern, es gelte, sich zu arrangieren. Und das klappt erstaunlich gut. Der Besucher erwartet zumindest einen gewissen Geruch in der Luft. Und riecht: Nichts. Weil die Technik längst so weit fortgeschritten ist, dass in Tanklastzügen angeliefert wird, was direkt in den großen Tanks verschwindet. Mal wurde eben noch bei einer Tankstelle abgesaugt, dann ein Industriebetrieb angefahren, ein Bauhof angesteuert. Eigentlich gibt es kaum einen Industriezweig, der unsere Dienste nicht braucht. Sagt dann auch Carsten Friedrich, fängt an, die unterschiedlichen Sparten aufzuzählen und winkt dann direkt wieder ab. Es sind zu viele.
Was mit alldem passiert, was in Melle angefahren wird, lässt sich sehr kompliziert erklären. Oder ganz einfach: Durch unterschiedliche Techniken, durch den Einsatz von Chemie, von Bakterien, mechanisch und höchst kompliziert wird aus den häufig giftigen Stoffen etwas, was bedenkenlos in Richtung Kläranlage geschickt werden kann. Dass das wirklich so ist, liegt nicht nur den Anwohnern, sondern vor allem der Stadt Melle sehr am Herzen. Deshalb kommt jeden, wirklich jeden Tag ein Mitarbeiter vorbei, zieht Proben und nimmt zur Analyse mit, was auf Herz und Nieren überprüft wird.
Erst wenn es grünes Licht gibt, rauscht Flüssiges in Richtung Kläranlage – und damit zurück in den Kreislauf, in den es dann auch gehört.
Carsten Friedrich weiß auch, dass es damals, als REMONDIS hier noch nicht zu Hause war, nicht immer so war, die Ampel auch mal auf Rot schaltete. Aber das sind Geschichten von früher, aus einer anderen Zeit, vor allem aus einer anderen Verantwortung. Heute arbeite man gut zusammen, Kontrolle sei in jedermanns Sinne, auch wenn bei REMONDIS natürlich täglich geprüft wird. In eigenen Laboren werden Proben analysiert, wird jeder Tanklastzug unter die Lupe genommen, ehe er abladen, abfließen lassen darf.
Im Jahr 2022 sind hier so
insgesamt 46.000 Tonnen
angelandet und vorgereinigt
worden, 2024 werden es
aller Voraussicht nach nicht
weniger sein.
Dafür wächst der moderne Fuhrpark stetig, braucht es Kollegen – und immer häufiger auch Kolleginnen –, die sich auf den Bock schwingen, die schweren Schläuche anschließen wollen.
All das: keine Frage des Geschlechts,
ist sich der Standortleiter sicher.
Und hat mehrere Beispiele wie als Beweis parat. Es gibt auch Frauen, die genau das suchen. Das An-, das Zupacken. Tendenz: Steigend. Die mit ihren Tanklastzügen die A1 bis fast hoch zur Küste fahren, um das abzuholen, was hier verarbeitet, wenn man so will entgiftet wird. Sechs Azubis lassen sich hier gerade in unterschiedlichen Berufen ausbilden, schauen nicht nur über die Schulter, sondern sind direkt mittendrin.
Ausgebildet werden sie natürlich, um zu bleiben. Und Carsten Friedrich meint damit auch: Es muss danach nicht bei uns hier in Melle weitergehen. Eigentlich überall in Deutschland gibt es weitere REMONDIS-Standorte. Mal die riesige Zentrale, dann Spezialeinheiten, die spannendste Aufgaben bereithalten – und eben auch immer die Möglichkeit bieten, aufzusteigen, Karriere zu machen. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das sind heute Begriffe, die moderner nicht sein könnten. Wenn du sie mit Leben füllen, sie von der Pike auf lernen willst, dann bist du hier richtig. Und eher nebenher erzählt Friedrich dann auch, dass er mittlerweile schon seit 30 Jahren bei REMONDIS arbeitet – ohne jemals den Wunsch verspürt zu haben, zu gehen, zu wechseln. Das sei ja irgendwie auch ganz gute Werbung für den Job, die Chancen, das Unternehmen. Sagt Carsten Friedrich, ganz ohne wirklich Werbung machen zu wollen.
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