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Altkleider in Hiddenhausen: Neue Sammlung und regionale Verwertung gestartet

Alte Kleidung neu eingesammelt

Wer sich mit Claudio Vendramin unterhält, schaut unweigerlich und im Gesicht leicht errötet nach unten auf seine Jeans. Die ist, da lässt unser Gesprächspartner keine Zweifel, das Schlechteste, was man tragen kann. Umwelttechnisch, was den Energie- und Wasserverbrauch in der Herstellung angeht, gesehen. Gleichzeitig ist es aber auch das Beliebteste, was die meisten Menschen tragen – und was im Bereich Secondhand besonders stark gefragt ist. Dabei ist im Bereich Altkleider und deren Sammlung sehr viel in Bewegung und im Wandel. Umso besser, dass die Recycling-Börse, der Claudio Vendramin vorsteht, und die Gemeinde Hiddenhausen als einzige Kommune im Kreis nun nach dem Sammelstopp 2025 einen Weg gefunden haben, Altkleider wieder verlässlich einzusammeln und regional zu vermarkten.

Wer sich mit Claudio Vendramin unterhält, schaut unweigerlich und im Gesicht leicht errötet nach unten auf seine Jeans. Die ist, da lässt unser Gesprächspartner keine Zweifel, das Schlechteste, was man tragen kann. Umwelttechnisch, was den Energie- und Wasserverbrauch in der Herstellung angeht, gesehen. Gleichzeitig ist es aber auch das Beliebteste, was die meisten Menschen tragen – und was im Bereich Secondhand besonders stark gefragt ist. Dabei ist im Bereich Altkleider und deren Sammlung sehr viel in Bewegung und im Wandel. Umso besser, dass die Recycling-Börse, der Claudio Vendramin vorsteht, und die Gemeinde Hiddenhausen als einzige Kommune im Kreis nun nach dem Sammelstopp 2025 einen Weg gefunden haben, Altkleider wieder verlässlich einzusammeln und regional zu vermarkten.

„Es herrscht ja immer noch die Vorstellung, dass sich die Menschen in der sogenannten Dritten Welt darüber freuen, wenn wir ihnen ein stark gebrauchtes, viele Jahres altes T-Shirt, das wir aus Asien für ein paar Euros gekauft haben, zuschicken. Aber das ist längst nicht mehr so“, erklärt der Leiter der Recycling-Börse. Es kranke auf beiden Seiten: Die Nachfrage in Dritt- und Schwellenländern lässt stetig nach, die asiatische Billig-Textilbranche liefert längst auch in den entlegensten Winkel dieser Erde und gleichzeitig ist das, was gesammelt wird, von abnehmender Qualität.

Satte Rabatte: Wenn die Altkeider zu lange auf den Bügeln hängen, sorgt ein Preisnachlass für Kaufanreize.

Hinzu kam noch, dass in den Sammelbehältern nicht nur Kleidung landete. „Am Ende war es so schlimm, dass sich unsere Mitarbeitenden geweigert haben, die aufgestellten Altkleidersammelbehälter überhaupt noch zu öffnen. Details, was sich darin gefunden hat, erspare ich lieber jedem“, sagt Claudio Vendramin, der vor gut einem Jahr die Reißleine zog und das Sammeln von Textilien einstellte.

Austausch führte zum Ergebnis

„Wir sind sehr froh, dass wir nach intensiven Gesprächen nun einen Weg für unsere Gemeinde gefunden haben und unsere Bürgerinnen und Bürger ihre Altkleider wieder abgeben können“, sagt dann auch Volker Braun, Leiter des Amtes für Umwelt in Hiddenhausen. Ab sofort können die nicht mehr gebrauchten Kleidungsstücke einmal pro Monat in Säcken an die Straße gestellt werden – weitere Infos finden Sie auf der Folgeseite. „Uns war sehr daran gelegen, dass wir hier gemeinsam mit der Recyclingbörse einen Weg finden und gehen, der allen Bürgern weiterhilft und auch dafür sorgt, dass die Altkleider möglichst in der Umgebung bleiben“, freut sich dann auch Bürgermeister Andreas Hüffmann über dieses neue Angebot.

Das Portfolio der Recyclingbörse umfasst weit mehr als nur Kleidung. Selbst kleine Elektrogeräte, Bücher und Bettwäsche dürfen – in gutem Zustand – mit in die Sammelsäcke.

„Es gibt nun zwei Möglichkeiten, uns die guten, alten Stücke zukommen zu lassen. Entweder man bringt sie direkt in eine unserer Filialen, oder stellt sie in einem Sack an die Straße“, erklärt Claudio Vendramin und berichtet dabei Erstaunliches: „Tatsächlich ist die Qualität der Kleidung im Vergleich zu dem, was hier abgegeben wird, am besten, wenn in Säcken und direkt vor der Haustür gesammelt wird.“ Nicht in den Sack gehören löchrige Socken, verschlissene Hosen, befleckte Pullover, „kurzum all das, was man selbst auch noch tragen würde“, rät Claudio Vendramin. In den Sack kann man aber auch – und das wissen nur Wenige – Spielzeug, kleine E-Geräte oder Bücher stecken, die dann ebenfalls verwertet werden.

„Die neue Regelung zwischen Gemeinde und Recyclingbörse gilt jetzt erst einmal für ein Jahr“, so Volker Braun, „aber wir sind guter Dinge, dass wir in diesem Zeitraum nur gute Erfahrungen sammeln und wir hier von einer langfristigen Kooperation ausgehen dürfen.“

Text und Fotos: Tobias Heyer / HOCH5

01 / 2026

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