Noch sieht das große Gelände in der gleißenden Mittagssonne wie eine riesige, weiße Kiesfläche aus. Doch schon sehr bald werden da, wo früher Menke-Küchen residierte, vier Industrie- und Gewerbehallen errichtet sein. „Man ist ja immer wieder erstaunt, wie schnell Gerüchte entstehen. Aber wir wissen es hier besser: noch steht nicht fest, wer hier einziehen wird“, sagt dann auch Rüdiger Meier, der sich jetzt ein Bild von der riesigen Baustelle in Steinwurfnähe der B239 machte.
Noch sieht das große Gelände in der gleißenden Mittagssonne wie eine riesige, weiße Kiesfläche aus. Doch schon sehr bald werden da, wo früher Menke-Küchen residierte, vier Industrie- und Gewerbehallen errichtet sein. „Man ist ja immer wieder erstaunt, wie schnell Gerüchte entstehen. Aber wir wissen es hier besser: noch steht nicht fest, wer hier einziehen wird“, sagt dann auch Rüdiger Meier, der sich jetzt ein Bild von der riesigen Baustelle in Steinwurfnähe der B239 machte.
„Es fällt ja immer schnell der Name Amazon. Aber ich kann zu 99,9 % ausschließen, dass der Versender unser Mieter wird“, sagt dann auch Arndt Rellecke von der Projektentwicklungsgesellschaft HILLWOOD, die einer Familie aus dem Vereinigten Staaten gehört. „Wir sind seit 35 Jahren in der Immobilienentwicklung – immer mit dem Schwerpunkt Industrie und Gewerbe – tätig“, so Rellecke. Insgesamt wurden in diesen Jahren 25 Millionen Quadratmeter Fläche verplant und bebaut. Allein in Deutschland davon in den vergangenen zehn Jahren eine knappe Million. Das Prinzip ist dabei meist das gleiche: Es wird ein passendes Grundstück gefunden, hergerichtet, beplant und bebaut, ehe parallel auf Mietersuche gegangen wird. Das ist jetzt in Kirchlengern nicht anders.
„Wir sprechen hier von vier zu errichtenden Industrie- und Logistikhallen, die einer Nutzfläche von 38.253 Quadratmetern entsprechen“, so der Transaction Director von HILLWOOD. 424.209 Kubikmeter umbauter Raum entstehen so, gebaut auf einem Grund, der nun vor allem aus den recycelten Baustoffen der vorherigen Gebäude besteht. „So sieht für uns nachhaltiges Bauen aus“, sagt dann auch Gazmend Misimi, Projektleiter bei HILLWOOD. Gepaart mit eine großen PV-Anlage und vielen weiteren umweltfreundlichen Maßnahmen erreicht der nun zu errichtende Bau den Gold-Standard der Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Umsetzen wird die Planung der Generalunternehmer fabrikon. „Wir sind hier jetzt seit einem guten Jahr auf der Fläche, haben die Abbrucharbeiten koordiniert, setzen jetzt 2.000 Rüttelstopfsäulen, um den Boden zu verdichten und starten am 5. Mai mit den ersten Bauarbeiten an den Gebäuden“, erklärt René Weigel, Projektleiter bei Fabrikon.
Neben den vier Hallen werden hier auch Bäume gepflanzt, Schallschutzwände aus Holz gesetzt, E-Ladesäulen aufgebaut und elf LKW-Stellplätze geschaffen. „Unser Prinzip ist es, dass wir in der Planung und Umsetzung immer eine möglichst große Flexibilität für unsere späteren Mieter im Blick haben“, so Arndt Rellecke, der sich Mieter vor allem aus dem Bereich der Verarbeitung und Lagerung von Konsumgütern vorstellen kann. Aber auch andere Nutzungen sind denkbar. „Wir bauen jetzt eine Hülle, in deren Inneren vieles möglich ist“, so der HILLWOOD-Manager, der keine Probleme darin sieht, die Hallen, die ungefähr genauso groß sind wie die, die nun abgerissen worden sind, zu vermieten. „Die Nähe zur Autobahn, die gute Anbindung an die B239 und das infrastrukturelle Umfeld spielen hier sicherlich eine gewichtige Rolle“, unterstreicht auch Rüdiger Meier, der schon seit Monaten Gespräche mit dem Investor und Projektleiter geführt hat, ehe nun die Baugenehmigung erteilt wurde.
Bei der geplanten Bauzeit staunt der Laie. „Wir gehen davon aus – wenn das Wetter passt – , dass wir im November alle vier Hallen errichtet haben“, rechnet Gazmend Misimi vor. Das auch, weil „Mietern eine hohe Verlässlichkeit wichtig ist. Wir können nicht jetzt für die Anmietung werben, ohne einen fixen Mietstart zusichern zu können“, so Arndt Rellecke, der auf den Erstbezug Anfang 2026 setzt. Bis dahin könne auch noch auf individuelle Wünsche eingegangen werden, ganz gleich ob vier oder ein Mieter für die Gesamtfläche gefunden werde. Das hohe Tempo beim Bau macht vor allem der hohe Grad an Vorfertigung möglich. „Wir setzen hier 289 viele Betonstützen ab dem 12. Mai, die längst vorproduziert sind“, so René Weigel. Auch die Lärmschutzwände und die Deckenkonstruktionen befinden sich bereits in der Vorfertigung, so dass „wir am Ende alle hier vor Ort wie Lego zusammensetzen und viel Zeit sparen.“ Auch regionale Unternehmen sind an dem großen Bauvorhaben beteiligt, über dessen Kostenumfang HILLWOOD lieber keine Auskunft gibt. Viel wichtiger sei, dass hier ein Industrie- und Gewerbestandort geschaffen werde, der – so die Schätzungen – rund 400 Arbeitsplätze schaffen und über viele Jahrzehnte bestehen werde. „Wer aber am Ende hier einzieht, ist noch komplett ungewiss, da blicken wir in eine Glaskugel. Aber wir verfügen über einen sehr großen Erfahrungsschatz, sehen großes Potential in der Region und sind uns sicher, hier schnell qualitativ hochwertige Mieter zu finden“, so Rellecke, der von marktgerechten Mieten spricht, die hier für die Neubauten zu zahlen sind.
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