Die Wände im Büro von Andreas Hölzer sind schon leer, nur ein paar an der Wand lehnende Gitarren zeigen, wer hier ganze 32 Jahre lang die Musikschule aus diesem Raum heraus geleitet hat. Dabei ist der Umzug überschaubar. „Ich wechsele ja nur zwei Räume weiter“, sagt der 61-jährige Leiter der Musikschule Kirchlengern, der nun von der Leitung in die Stellvertretung geht. „Gesundheitliche Gründe machen diesen Schritt notwendig“, so Andreas Hölzer, der die Leitung nun an seine bisherige Stellvertreterin Sonja Coors abgibt. „Für uns beide ist es die perfekte Konstellation. Ich bin weiterhin hier, lehre nun wieder mehr und kümmere mich weniger um die Verwaltung, während es bei Sonja genau andersherum ist“, so der scheidende Musikschulleiter.
Die Wände im Büro von Andreas Hölzer sind schon leer, nur ein paar an der Wand lehnende Gitarren zeigen, wer hier ganze 32 Jahre lang die Musikschule aus diesem Raum heraus geleitet hat. Dabei ist der Umzug überschaubar. „Ich wechsele ja nur zwei Räume weiter“, sagt der 61-jährige Leiter der Musikschule Kirchlengern, der nun von der Leitung in die Stellvertretung geht. „Gesundheitliche Gründe machen diesen Schritt notwendig“, so Andreas Hölzer, der die Leitung nun an seine bisherige Stellvertreterin Sonja Coors abgibt. „Für uns beide ist es die perfekte Konstellation. Ich bin weiterhin hier, lehre nun wieder mehr und kümmere mich weniger um die Verwaltung, während es bei Sonja genau andersherum ist“, so der scheidende Musikschulleiter.
Zum 1. Mai ist es soweit, dann werden nicht nur die Büros, sondern auch die Rollen getauscht. „Ich bin über die Situation sehr glücklich. Wir haben jetzt ein Jahr lang schon einen fließenden Übergang, ich konnte und kann in Ruhe in die Position mit all ihren Herausforderungen hereinwachsen und habe in den kommenden Jahren mit Andreas an meiner Seite immer jemanden, den ich um Rat fragen kann“, freut sich auch Sonja Coors über die Entwicklung. Sie kam 2020 nach Kirchlengern, „nachdem ich vorab das typische Leben einer Musikschullehrerin geführt habe. Ich war bei freien und kommunal getragenen Musikschulen freiberuflich beschäftigt und überglücklich, dass ich hier eine Festanstellung finden konnte. Dass ich aber einmal Verwaltungs- und sogar Leitungsaufgaben übernehmen würde, habe ich mir damals nicht vorstellen können“, so die 45-Jährige.
Fünf Jahre später sieht das schon ganz anders aus. „Wir haben in den vergangenen Monaten viele Termine gemeinsam besucht, haben hier viel zusammengearbeitet. So konnte ich Stück für Stück Wissen weitergeben“, sagt Andreas Hölzer, der seit der Gründung der Musikschule ihr Leiter ist. „Dabei war mir immer bewusst, dass ich nicht nur Verwaltungsaufgaben übernehmen, sondern parallel immer auch lehren wollte“, so Andreas Hölzer, dessen pädagogischen Anteile in seinem Aufgabenbereich nun wieder steigen werden. „Ich habe schon mit 16 Jahren Gitarrenunterricht gegeben und wusste immer, dass ich kein Künstler, sondern Lehrer werden wollte. Jetzt freue ich mich darauf, dass dieser Teil wieder ein stärkeres Gewicht bekommt.“
Anders ist es bei Sonja Coors auch nicht. „Ich bin mit Leib und Seele Pädagogin. Aber ich habe mich hier in die Verwaltungsthematik eingearbeitet und finde immer mehr Gefallen daran – gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig, weiterhin als Musikschullehrerin im klassischen Sinne arbeiten zu können“, erklärt die in Minden geborene Sonja Coors. Einen echten Bruch werde es mit ihr als Leiterin nicht geben, gleichzeitig gibt es schon jetzt Dinge, die sie mit eingeführt hat und die sich verändern werden. „Wir haben schon jetzt neue Vorspielformate etabliert, sehen, dass die Themenkonzerte große Akzeptanz finden und werden uns in diesem Bereich noch weiter verändern“, so ihre Vorstellung.
„Auch das Thema Digitalisierung wird uns zukünftig noch stärker als zuvor beschäftigen“, weiß auch Andreas Hölzer, der froh ist, dass auch diese Herausforderung nicht mehr (nur) auf seinen Schultern lastet. „Es hat sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass wir uns sehr gut ergänzen und dass ein solcher Übergang für eine „Dorf-Musikschule“, die wir nun einmal sind, wirklich optimal ist“, so Andreas Hölzer sehr zufrieden. „Wobei man schon dazu sagen muss, dass wir für eine kleine Musikschule wirklich über ein hoch qualifiziertes und motiviertes Lehrerteam verfügen und hier eine Qualität erreichen, die sonst nur an deutlich größeren Musikschulen möglich ist“, unterstreicht die neue Musikschulleiterin Sonja Coors nicht ohne Stolz.
Auch in dem Büro, das zwischen denen von Sonja Coors und Andreas Hölzer liegt, gibt es zum 1. Mai einen Wechsel. Regina Große-Eskedor, die ebenfalls seit Gründung der Musikschule die Sekretariatsaufgaben übernommen hat, wechselt in den Ruhestand. Ihre Aufgaben übernimmt Judith Atteneder, die im April von ihrer Vorgängerin noch eingearbeitet wurde.
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