Die Zahlen könnten ungemütlicher kaum sein: 5:52 Uhr, 6 Grad Außentemperatur, 4 Windstärken mit Regen von der Seite. Einziger Lichtblick: Im Außenbecken des AQUA FUN sind es wenigstens 23 Grad. Grund genug für Alexander Rösner und seinen Arbeitskollegen Sascha Hüsgen, von der Umkleidekabine direkt nach draußen zu gehen, einmal tief durchzuatmen, ins Becken zu springen und loszukraulen.
Die Zahlen könnten ungemütlicher kaum sein: 5:52 Uhr, 6 Grad Außentemperatur, 4 Windstärken mit Regen von der Seite. Einziger Lichtblick: Im Außenbecken des AQUA FUN sind es wenigstens 23 Grad. Grund genug für Alexander Rösner und seinen Arbeitskollegen Sascha Hüsgen, von der Umkleidekabine direkt nach draußen zu gehen, einmal tief durchzuatmen, ins Becken zu springen und loszukraulen.
Willkommen bei den Frühschwimmern im Aqua Fun, die bereits um 5:45 Uhr im warmen Eingangsbereich stehen und alles andere als wortkarg sind. „Wir treffen uns hier seit drei Jahren, halten ein kleines Pläuschchen und dann geht es auch schon los“, erzählt Mandy Köstering, die gemeinsam mit Sven Cwellich vor drei Jahren entschieden: Wir gehen jetzt morgens schwimmen. „Ich war vorher im Fitnessstudio – aber das hier ist etwas ganz anderes“, erzählt Sven und will die Zeit frühmorgens im Becken nicht mehr missen. Von dienstags bis freitags öffnet das AQUA FUN so früh seine Türen – und mit der gleichen Regelmäßigkeit kommen die Frühschwimmer hierher, sind die ersten, die durch das Drehkreuz gehen, sich ins Wasser stürzen.
Für Mandy und Sven ist es heute draußen dann doch zu frisch. „Wir haben ja den Luxus hier in Kirchlengern, dass wir die Wahl haben. Heute entscheiden wir uns dann doch für die Wärme drinnen“, sagen die beiden und sind schon in Richtung Innenraum verschwunden. Für Sascha und Alexander stellt sich diese Frage erst gar nicht. „Wenn Freibadsaison ist, schwimmen wir auch draußen“, sagen die beiden am Beckenrand, drücken die Knöpfe ihrer Sportuhren und machen sich auf den Weg. 33 Meter misst die Bahn, eine Stunde lang schwimmen sie meist im Zu Besuch bei den Frühschwimmern Freistil, nur selten in der Brust-Lage durch das Becken, ehe rund 2,5 Kilometer auf der Uhr stehen und kein Bademantel auf sie am Beckenrand wartet. „Durch die Bewegung wird es einem schon warm genug, das ist eher erfrischend und alles andere als kalt“, erzählen die beiden, die ebenfalls vor drei Jahren mit dem Frühschwimmen begonnen haben und heute nur dann nicht ins AQUA FUN kommen, wenn sie im Urlaub oder krank sind. Dabei kommt Letzteres bei den Frühschwimmern immer seltener vor. „Man merkt schon, dass wir deutlich widerstandsfähiger sind, wenn es um Erkältungskrankheiten geht“, erzählt Mandy Köstring. Daneben starte man deutlich fitter und gleichzeitig entspannter in den Tag, wenn man das Frühschwimmen erst einmal zu einer Art Ritual gemacht habe. Apropos Ritual: auch das lässt sich langsam aufbauen, „Mandy und ich sind anfangs nur zwei Tage pro Woche hierher kommen. Dann haben wir auf drei Tage erhöht und heute sind wir wie selbstverständlich jeden Morgen hier, an dem um 6 Uhr geöffnet ist“, erzählt Sven Cwellich, ehe auch er für eine Stunde „abtaucht“, weder Kilometer noch Bahnen zählt, sondern „einfach nur in den Tag schwimmen“ möchte.
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