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Maurice Schiermeier hat sich bei der DKMS registriert und ist binnen kürzester Zeit zum Spender geworden

Der Lebensretter von der Wache Bieren

Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein. So ist es bei Maurice Schiermeier abgelaufen. Kurz gesprochen. Aber es steckt mehr dahinter. Binnen kürzester Zeit ist der 18-Jährige zum „Lebensretter“ geworden.

Großes Dankeschön: Feuerwehrleiter Marcel Breitenfeld (l.) und Bürgermeister Siegfried Lux (r.) bedanken sich bei Spender Maurice Schiermeier.

Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein. So ist es bei Maurice Schiermeier abgelaufen. Kurz gesprochen. Aber es steckt mehr dahinter. Binnen kürzester Zeit ist der 18-Jährige zum „Lebensretter“ geworden.

Anfang Juni 2023 fand in allen Feuerwehrhäusern in Ostwestfalen-Lippe eine Registrierungsaktion bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) statt. Für Maurice Schiermeier, selbst aktiver Feuerwehrmann in der Löschgruppe Bieren, stand ohne Zweifel fest: Er macht mit und lässt sich registrieren, um als potenzieller Stammzellenspender infrage zu kommen. Im Feuerwehrhaus Bieren füllte er das entsprechende Formular aus, ein Abstrich wurde genommen, die Proben wurden verpackt und an die DKMS versendet.

Es dauerte keine zwei Monate, da kontaktierte ihn die DKMS. Er komme als Stammzellenspender infrage. „Wenn ich helfen kann, ein Leben zu retten, dann mache ich das“, stand für den Feuerwehrmann fest. Es folgten Informationsgespräche und Voruntersuchungen. Die gute Nachricht: Der Spende stand nichts im Wege. „Bei einem von 100 registrierten Spendern kommt es innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahren tatsächlich zu einer Spende“, sagt Maurice Schiermeier. Bei ihm ging es deutlich schneller, innerhalb von fünf Monaten. Im November 2023 war es dann so weit. In einem Krankenhaus in Bremen wurden ihm die Stammzellen aus dem Blut entnommen. Dazu legte der Arzt einen Zugang in beide Armvenen. „Vergleichbar wie bei einer Blutspende“, so Schiermeier. 8,3 Millionen weiße Blutkörperchen gab er ab. Nach der Spende sei er glücklich gewesen. „Es war ein schönes Gefühl, zu helfen.“ Das Krankenhaus konnte er am Tag der Spende bereits wieder verlassen – ohne Komplikationen. Lediglich eine Woche lang sollte er sich schonen. Das ist ganz normal.

Wessen Leben er wahrscheinlich mit seiner Spende gerettet hat, das weiß er nicht. Noch nicht. Was er weiß: Ein 30-jähriger Mann aus den USA erhielt seine Stammzellen. Nach zwei Jahren könne er bei der DKMS anfragen, ob der Empfänger Kontakt aufnehmen möchte. „Das werde ich machen“, so der Tischler in Lehre.

Schiermeier ist froh, dass er sich bei der DKMS registriert hat. „Ich kann nur jedem empfehlen, sich typisieren zu lassen – und wenn es die Möglichkeit gibt, auch zu spenden.“ Und manchmal wird man dann ganz schnell zum „Lebensretter“.

02/2024

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