Der Friedhof Ostkilver hat sich verändert. Schritt für Schritt ist in den vergangenen Monaten eine moderne und zugleich naturnahe Friedhofsanlage entstanden, die neue Bestattungsformen ermöglicht und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert.
Der Friedhof Ostkilver hat sich verändert. Schritt für Schritt ist in den vergangenen Monaten eine moderne und zugleich naturnahe Friedhofsanlage entstanden, die neue Bestattungsformen ermöglicht und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert.
Besonders sichtbar wird die Neugestaltung in der „Neuen Mitte“ des Friedhofs. Wo zuvor dichte Rhododendronhecken den Bereich einengten, ist heute ein offener zentraler Platz entstanden. Vier neu gepflanzte Laubbäume sowie gestaltete Stelen mit Sinnsprüchen rahmen die Fläche ein, blühende Beete sorgen für eine freundliche Atmosphäre und gleichzeitig öffnet sich nun der Blick über die gesamte Anlage. Der Platz schafft nicht nur mehr Aufenthaltsqualität, sondern bietet künftig auch Raum für Zusammenkünfte beispielsweise im Rahmen von Begräbnissen. „Der Vorher-Nachher-Effekt ist enorm. Die Neue Mitte verändert den Charakter des Friedhofs und schafft einen offenen, würdevollen Ort der Begegnung und Erinnerung“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux.
„Mit der Umgestaltung reagieren wir auch auf veränderte Wünsche in der Bestattungskultur“, erklärt Nadine Drosselmeyer, bei der Gemeindeverwaltung für die kommunalen Friedhöfe verantwortlich. So wurden erstmals pflegefreie Rasengrabstätten für Sargbestattungen geschaffen. Die laufende Unterhaltung und Pflege der Flächen erfolgt durch die Gemeinde. Die Grabsteine werden jedoch, wie bei normalen Wahlgräbern, durch die Angehörigen gestaltet und dann in den durchgehenden Pflanzstreifen eingefügt.
Auch der Wunsch nach pflegefreien naturnahen Urnenbestattungen wurde berücksichtigt. Neue Baum-Urnenanlagen ergänzen künftig das Angebot auf dem Friedhof. Im Mittelpunkt steht ein Laubbaum, dessen Bereich mit Kantsteinen eingefasst ist, die mit Bronzeblättern zur individuellen Beschriftung versehen werden. Eine neu entstandene Sitzgruppe in unmittelbarer Nähe lädt sowohl Angehörige als auch Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein.
Entlang der südlichen Grundstücksgrenze entstand zudem eine weitere naturnahe Urnenanlage „Am Waldrand“. Die vorhandene Baumhecke bietet dort eine besonders ruhige und natürliche Kulisse. Damit schafft die Gemeinde eine Alternative für Menschen, die über eine Waldbestattung nachdenken, sich aber dennoch eine Beisetzung auf dem örtlichen Friedhof wünschen. Innerhalb einer gemischten Stauden- und Bodendeckerfläche können die Urnen beigesetzt werden. Neu angelegt wurden außerdem Urnen-Partnergräber.
Ein neuer Bereich auf dem Friedhof Ostkilver ist die Anlage „Stille Sterne“. Dort entstand ein würdevoll gestalteter Ort zur Beisetzung still geborener Kinder sowie für Fehl- und Frühgeburten. Eine farbenfrohe Bepflanzung, die Gedenkstele sowie eine danebenstehende Bank und ein Baum prägen den ruhig und liebevoll angelegten Bereich. „Mit den Stillen Sternen schaffen wir einen würdevollen Ort des Erinnerns und des stillen Gedenkens für betroffene Familien“, so Nadine Drosselmeyer.
Darüber hinaus wurde im Zuge der Umgestaltung eine zweite Wasserzapfstelle eingerichtet. „Viele Friedhofsbesucherinnen und -besucher hatten dieses im Vorfeld angeregt“, erzählt Nadine Drosselmeyer. Folgen wird noch eine geplante Sitzgruppe.
Die Gemeinde hat damit ihre drei kommunalen Friedhöfe in den vergangenen Jahren umgestaltet. Nach den Friedhöfen Schwenningdorf und Westkilver hat nun auch der Friedhof Ostkilver eine moderne und zugleich naturnahe Neuausrichtung erhalten, die den veränderten Bedürfnissen der Menschen Rechnung trägt.
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