Ein paar bunte Luftballons, eine Geburtstagstorte und jede Menge gute Laune begleiteten die kleine Feierstunde, die in der Kleiderstube des CVJM Rödinghausen anlässlich des zehnjährigen Jubiläums abgehalten wurde. Mittendrin: Manfred Prochnow, der schon vor zehn Jahren mit von der Partie war, erinnert sich an die Anfänge. Hintergrund war die große Zahl an geflüchteten Menschen, die damals schnelle und unbürokratische Unterstützung benötigten. „Das Kreis-Jugendgästehaus war damals komplett mit Menschen aus Kriegsgebieten bewohnt. Das Deutsche Rote Kreuz richtete deshalb hier vor Ort eine Kleiderkammer ein, wollte sie aber kurz darauf wieder schließen und verwies auf den DRK-Standort in Bünde“, erzählt Manfred Prochnow, der dem heutigen Leitungsteam angehört. „Damals kam Wolfgang Ukley auf uns zu und fragte, ob wir hier nicht übernehmen sollten – lange Zeit, um da zu zögern, war nicht und so haben wir alle mit angepackt und etwas geschaffen, das heute noch genauso wichtig wie damals ist.“
Ein paar bunte Luftballons, eine Geburtstagstorte und jede Menge gute Laune begleiteten die kleine Feierstunde, die in der Kleiderstube des CVJM Rödinghausen anlässlich des zehnjährigen Jubiläums abgehalten wurde. Mittendrin: Manfred Prochnow, der schon vor zehn Jahren mit von der Partie war, erinnert sich an die Anfänge. Hintergrund war die große Zahl an geflüchteten Menschen, die damals schnelle und unbürokratische Unterstützung benötigten. „Das Kreis-Jugendgästehaus war damals komplett mit Menschen aus Kriegsgebieten bewohnt. Das Deutsche Rote Kreuz richtete deshalb hier vor Ort eine Kleiderkammer ein, wollte sie aber kurz darauf wieder schließen und verwies auf den DRK-Standort in Bünde“, erzählt Manfred Prochnow, der dem heutigen Leitungsteam angehört. „Damals kam Wolfgang Ukley auf uns zu und fragte, ob wir hier nicht übernehmen sollten – lange Zeit, um da zu zögern, war nicht und so haben wir alle mit angepackt und etwas geschaffen, das heute noch genauso wichtig wie damals ist.“
Auch Bürgermeister Siegfried Lux lobte den unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten. „An dieser Kleiderstube sieht man gut, wie sinnstiftend ehrenamtliche Arbeit sein kann“, so Siegfried Lux, der sich ebenso wie Manfred Prochnow und das aktuell 22-köpfige Team der Kleiderstube freuen würden, wenn sich noch mehr Menschen in Rödinghausen für ein Mitmachen entscheiden würden. „Hier arbeitet man an der sozialen Wurzel, hier spürt man die Dankbarkeit der Kunden und kann mit überschaubar wenig Zeit viel bewegen“, werben Lux und Prochnow für die gute Sache. Gerade die vielen Babyboomer, die jetzt in die Rentenzeit wechseln, „wünschen sich doch einen aktiven Ruhestand, den man hier sinnvoll verbringen kann“, so Siegfried Lux in der Hoffnung, dass es Menschen in Rödinghausen gibt, die sich genau so und hier engagieren wollen.
Das eigentliche Ziel hat sich dabei in den vergangenen zehn Jahren nicht verändert: Bedürftigen Menschen zu helfen. Waren das anfangs ausschließlich Flüchtlinge, hat sich dies heute stark gewandelt. „Wir rechnen heute mit einer 50:50 Aufteilung. Die eine Hälfte sind Menschen aus Krisengebieten, die zu uns kommen. Die anderen aus der Gemeinde, die einfach Unterstützung brauchen, etwa Kleidung oder Spielsachen für ihre Kinder oder sich selbst suchen“, berichtet CVJM-Urgestein Eckhard Schröter. Geholfen wird hier jedem. Ob mit einer sogenannten Erstausstattung, die nicht nur einen kompletten Kleidersatz, sondern auch Küchenutensilien, Bettwäsche und Handtücher umfasst. „Zwischen 8.000 und 10.000 Kleidungsstücke wechseln hier pro Jahr den Besitzer“, rechnet Manfred Prochnow vor. Weitere Hilfsgüter, die hier nicht verkauft werden können, gehen jährlich mit zwei LKW-Ladungen in Länder, in denen Bedürftige dringend darauf warten. Der Erlös der Aktion wandert dagegen in zwei Hilfsprojekte in Sierra Leone „und so ist es doch schön, dass hier gleich auf verschiedenen Ebenen – hier bei uns in der Gemeinde und direkt bei Bedürftigen in fremden Ländern – geholfen werden kann.“
Die Preise für Jeanshose und Schuhe, Roman und Brettspiel haben sich bis heute nach einer ersten, sehr frühen Erhöhung, nicht verändert. „Natürlich kämpfen auch wir mit steigenden Nebenkosten, versuchen aber, unsere Preise so lange wie möglich stabil zu halten“, erklärt Manfred Prochnow. Der Spenderwille sei ungebrochen, auch die Qualität der abgegebenen Sachen deutlich besser als anderswo. „Nicht ganz verhindern werden wir können, dass uns immer wieder Säcke voller Kleidung vor die Tür gestellt werden – auch wenn ein Schild extra darauf hinweist, dies nicht zu tun“, erzählt Manfred Prochnow. Wichtig sei aber vor allem, dass nur das abgegeben werden, was auch wirklich noch tragbar sei.
Nach den offiziellen Glückwünschen durch Bürgermeister Siegfried Lux und den Tortenanschnitt wurden die zehn vergangenen Jahre ausgiebig in geselliger Runde gefeiert – während parallel dazu natürlich der Betrieb weiterging. „Wir sind hier zu einer festen Einrichtung in der Gemeinde geworden. Und das nicht nur für die, die Kleidung abgegeben oder kaufen wollen. Hier sind wichtige soziale Kontakte geknüpft worden, die hier vor allem von unseren vielen Stammkunden und unseren Mitarbeitenden gepflegt werden“, so Manfred Prochnow. So fällt auch der Blick nach vorne nicht überraschend aus: „Wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, dann können wir schon zufrieden sein“, wünscht sich Eckhard Schröter für das gesamte Team der CVJM-Kleiderstube.
Hier wird geholfen
Montags und donnerstags von
9.00 – 12.00 und 15.00 – 18.00 Uhr
Samstags von 10.00 – 12.00 Uhr öffnet die Kleiderstube an der Alten Dorfstraße 40.
Gute Kleiderspenden sind ebenso willkommen wie Bücher, Spielzeug, Wäsche und Küchenutensilien. Wer hier ehrenamtlich mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, während der Öffnungszeiten vorbeizukommen oder sich unter Tel.: 0 57 46 / 66 5 oder Tel.: 0 16 0 / 99 34 73 58 zu melden.
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