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Sanierung der EKG-Sporthalle ist gestartet

Mit vereinten Kräften

Die Zeiten ändern sich gerade in atemberaubender Geschwindigkeit. „Und dieses Tempo hat auch dafür gesorgt, dass Entscheidungen, die noch vor wenigen Jahren richtig gewesen sind, plötzlich überdacht werden sollten“, sagt Bürgermeister Rüdiger Meier im Hinblick auf die Sanierungsmaßnahmen der Erich Kästner Gesamtschul-Sporthalle. War vor Jahren Energie noch ein günstiges Produkt und haben wir gedacht, „dass es eigentlich reichen würde, einfach nur die Technik energetisch zu sanieren, so sehen die Fakten heute ganz anders aus“, so Rüdiger Meier.

Legen direkt los – allerdings nur für das Foto: Rüdiger Meier, Marcel Weiß (Geschäftsführer Reich + Hölscher TGA-Planer GmbH), Dipl.-Ing. Philip Wienecke (BKS Architekten) und Peggy Freudenreich (v. links).

Die Zeiten ändern sich gerade in atemberaubender Geschwindigkeit. „Und dieses Tempo hat auch dafür gesorgt, dass Entscheidungen, die noch vor wenigen Jahren richtig gewesen sind, plötzlich überdacht werden sollten“, sagt Bürgermeister Rüdiger Meier im Hinblick auf die Sanierungsmaßnahmen der Erich Kästner Gesamtschul-Sporthalle. War vor Jahren Energie noch ein günstiges Produkt und haben wir gedacht, „dass es eigentlich reichen würde, einfach nur die Technik energetisch zu sanieren, so sehen die Fakten heute ganz anders aus“, so Rüdiger Meier.

Auch die Nutzung der Halle hat sich gewandelt. Früher fand hier ausschließlich Schul- und Vereinssport statt, „aber während Corona haben wir gemerkt, dass es in der Gemeinde an einer großen Halle mangelt, in der wir mit Abstand Ratssitzungen abhalten und Kulturveranstaltungen stattfinden können“, so der Bürgermeister. So wird die große Halle jetzt nicht nur energetisch saniert, sondern auch „nach außen visuell geöffnet und zu einer Halle umgebaut, die vielfältig genutzt werden kann“, so Philip Wienecke von BKS Architekten.

Notwendig gemacht hat die Sanierung vor allem der Hallenboden, der am Ende, nach rund 50 Jahren, einem Flickenteppich glich. Auch die manuell herausfahrbare Tribüne und die Technik bereiteten zunehmend Sorgen und so „stand nach natürlich kontroverser politischer Diskussion am Ende fest, dass wir die Sanierung in Angriff nehmen“, so der Bürgermeister. 7,18 Millionen Euro sind dafür eingeplant, 3,61 Millionen Euro Fördermittel fließen von Land und Bund. „Das ist für uns schon ein sehr großes Bauvorhaben und wirtschaftliches Volumen“, sagt dann auch Peggy Freudenreich, die seitens des Bauamtes die Sanierung begleitet. Dabei geht es im Detail darum, die Fassade zu ertüchtigen, das Dach des Umkleidetraktes zu erneuern, den Sportboden, die fest installierten Sportgeräte, Tore und Türen komplett zu ersetzen. Auch die gesamte Technik wird erneuert. „Wichtig ist, dass wir hier mit Augenmaß vorgegangen sind und mit zwei planerischen Fachfirmen Menschen mit ins Boot genommen haben, die uns genau aufzeigen, was wirtschaftlich sinnvoll ist und was nicht“, erklärt Rüdiger Meier. So verfügt das Dach zwar bald über eine beeindruckende 75kWp-Photovoltaikanlage – auf einen Speicher wurde aber bewusst verzichtet. „Am Ende wird eine Sporthalle immer nur punktuell genutzt, da macht ein teurer Speicher aus ökonomischer Sicht wenig Sinn“, so alle Beteiligten, die davon ausgehen, dass alle energetischen Maßnahmen am Ende zu einer 58prozentigen Einsparung bei den Energiekosten führen.

„Wichtig ist auch, dass wir zukünftig barrierefrei sind und dies für Zuschauer wie Sportlerinnen und Sportler gleichermaßen gilt“, unterstreicht Peggy Freudenreich, die von einer geplanten Bauzeit von zwölf Monaten und damit von einer Wiedereröffnung zum Jahreswechsel ausgeht. Möglich macht dies auch eine Beruhigung des Bausektors. „In der Coronazeit war man froh, wenn man überhaupt ein Angebot auf seine Ausschreibung erhalten hat. Heute ist das ganz anders, da wird gerade jetzt deutlich, dass die Bauunternehmen wieder Aufträge benötigen, die Preise fallen“, so Architekt Philip Wienecke. Dabei werden die Abrissarbeiten, die gerade laufen, von einem Unternehmen aus Cuxhaven durchgeführt, ehe eine Baufirma aus Oelde mit den Rohbauten fortfährt. „Die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke laufen aber noch, aber auch hier hoffen wir, dass es viele Interessenten gibt und wir nicht lange warten müssen, um den Zuschlag erteilen zu können“, so Peggy Freudenreich.

So soll die neue Turnhalle an der Erich Kästner- Gesamtschule schon Ende des Jahres aussehen.

Auch äußerlich wird erkennbar sein, dass sich Technik und das Innere der Halle verändert hat. „Uns als Architekten ist es wichtig, dass wir solche großen Baukörper öffnen, das Licht einfallen kann, dass man von außen sieht, was sich hinter der Fassade verbirgt“, so der begleitende Architekt. Ehe das soweit ist, „muss es in der Halle erst einmal noch kaputter werden, als vieles ohnehin schon war“, so Rüdiger Meier schmunzelnd. Holzbretter liegen hier haufenweise auf dem geschundenen Hallenboden, Tore sind demontiert und vereinzelt finden sich noch Bälle und Netze, die an die frühere Bestimmung der Halle erinnern. Noch schlimmer sieht es aktuell in den Umkleidekabinen aus, wo alle Leitungen und Kabel entfernt werden. „Der Anblick ist jetzt sicherlich kein schöner, aber schon bald wird hier alles in neuem Glanz erstrahlen und wir erhalten eine im wahrsten Sinne des Wortes Mehrzweckhalle, die nicht nur dem Schul- und Vereinssport nutzen und viel Freude bereiten wird, sondern eben auch kulturell und gesellschaftlich von Vorteil für sehr viele Menschen in unserer Gemeinde sein wird“, so Rüdiger Meier.

Neben all den Baustoffen finden sich auch alte Sportutensilien auf der Baustelle.
Gruppenbild mit Hammer: Aus Cuxhaven stammt das Team, das jetzt die Indoor-Abrissarbeiten übernimmt.

02/2024

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