Die Gemeinde hat die vakante Stelle im Bereich für Bürgerservices & Verwaltungsorganisation erfolgreich nachbesetzt. Jan-Philipp Schnier ist der neue Bereichsleiter
Als der Blick von Jan-Philipp Schnier auf die ausgeschriebene Stelle des Bereichsleiters fiel, war ihm klar: Das ist genau mein Ding. „Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ich mit meinen jungen 30 Jahren und nur überschaubarer Führungserfahrung mit meiner Bewerbung ein Wagnis eingehe“, erzählt der, der am Ende doch den Zuschlag erhielt. „Ausschlaggebend war vielleicht, dass ich Verwaltung als echte Dienstleisterin begreife, dass ich Menschen mitnehmen, mich auch weiterhin in den Dienst für die Bürgerinnen und Bürger stellen will“, so Jan-Philipp Schnier.
Nachdem er 2013 sein Abitur am Freiherr-vom-Stein- Gymnasium ablegte, war für ihn klar: Er will sich mit einem dualen Studium beim Kreis Herford für die gehobene Beamtenlaufbahn qualifizieren. Drei Jahre später hatte er so den Bachelor of Laws in der Tasche, begann seine berufliche Laufbahn im Sozialamt des Kreises Herford und kümmerte sich hier um die Belange hilfesuchender Menschen. „Auch hier habe ich direkt gemerkt: Ich möchte helfen, möchte jedem ein offenes Ohr schenken, gleichzeitig aber auch da klare Kante zeigen, wo es notwendig ist.“
Sinnstiftend sei diese Arbeit, dieser Bereich gewesen, und „so sollte es in meiner beruflichen Karriere gerne weitergehen“. Und so wagte der heute in Stift Quernheim lebende Jan-Philipp Schnier den Schritt in einen anderen Bereich der Kreisverwaltung, wechselte in den Stabsbereich Recht und Kommunales und übernahm dort die Steuerungsunterstützung für die Verwaltungsleitung. „Hier kümmerte ich mich um viele Projekte des Landrates und des Kreisdirektors. Eines meiner größten Themen war der geplante Bau einer neuen ICE-Trasse zwischen Bielefeld und Hannover.“ Dies habe ihm besonders viel Spaß gemacht, denn: „Auch hier konnte ich die Sorgen und Ängste der Menschen wahrnehmen und mithelfen, ganz konkret etwas für sie zu tun.“
Dennoch hatte Schnier den Wunsch, künftig etwas Neues kennenzulernen und in noch näheren Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu treten. Diesen angestrebten Perspektivwechsel hat er nun mit dem Antritt im Rödinghauser Rathaus vollzogen. „Jetzt verantworte ich das klassische Hauptamt angereichert mit den Themen wie LeaderShip excellence und das gemeindliche Gesundheits- und Wissensmanagement sowie die Themenfelder Personal, Verwaltungsorganisation, IT, Bildung, Familie, Sport, Bürgerservices sowie Ordnungs- und Sozialamt“, so der 30-Jährige, der weiß, dass „ich hier nur der Kopf, vor allem aber auf mein Team angewiesen bin.“ Auf dieses Team, auf seine Mitarbeitenden, setzt er, die ihn herzlich empfangen und ihm so den Start leicht gemacht haben. „Ich habe hier Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die sehr motiviert sind und über ein sehr hohes Maß an Fachkenntnis verfügen. Hier wird der Servicegedanke schon gelebt“, freut sich Jan-Philipp Schnier, der für sich den Begriff „Changemanagement“ in den Vordergrund seiner Tätigkeit rückt. „Ich will mich dafür einsetzen, dass unsere Verwaltung noch moderner, noch digitaler wird, aber genauso persönlich und barrierefrei bleibt“, sagt der, der mit seiner Frau und zwei Katzen in Stift Quernheim wohnt und sich gut vorstellen kann, im Sommer auch hin und wieder mit dem Rad zur Arbeit zu kommen.
Froh ist Jan-Philipp Schnier, dass sein Vorgänger mit ihm noch eine Übergabe machte und für Fragen zur Verfügung steht, obwohl ein paralleles Einarbeiten nicht mehr möglich war. Bereits jetzt füllt sich sein Terminkalender schon zusehends, hat er sich auch vorgenommen, in den eigenen Teams zu hospitieren, um sie und die Kolleginnen und Kollegen noch besser kennenzulernen. Wenn er dann in seiner Freizeit von alledem abschalten will, setzt er sich entweder in seiner Band ans Keyboard, oder in der Stiftskirche in Stift Quernheim oder im Lukas-Krankenhaus an die Orgel. „Ich bin schon seit mehr als zehn Jahren mit Leib und Seele Kirchenmusiker und begeistere mich dabei vor allem für moderne Musik“, so Jan-Philipp Schnier, dem beruflich wie privat vor allem eins wichtig ist: Wertschätzung. „Bei mir soll man sich wohlfühlen, meine Tür steht für jeden offen.“
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