Ein grauer Tag Mitte März, die Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt, Schneereste hängen noch in den Baumwipfeln, es könnte gemütlicher sein. Doch die Stimmung ist bestens, als wir Anna Brennemann von der Biologischen Station treffen.
Ein grauer Tag Mitte März, die Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt, Schneereste hängen noch in den Baumwipfeln, es könnte gemütlicher sein. Doch die Stimmung ist bestens, als wir Anna Brennemann von der Biologischen Station treffen.
ie ist unter anderem die Gebietsbetreuerin des Naturschutzgebietes Elseaue, kümmert sich um das rund 117 Hektar große Gebiet, von dem 40 auf Kirchlengeraner Gemeindegrund liegen. Irgendwo darin: Der Biber. Wie viele? Weiß niemand. Wo genau? Auch nicht zu beantworten. „Der Biber ist da und doch ein Mysterium“, sagt die 28-Jährige. Wer ihr folgt und dahin geht, wo Spaziergänger und vor allem Hunde nichts zu suchen haben, der sieht schnell, wo der Biber gewirkt hat. Die Spuren, die seine beiden Schneidezähne hinterlassen haben, finden sich gleich an mehreren Bäumen, die vor ein paar Wochen noch aufrecht am Elseufer standen und nun umgekippt sind. „Es ist schon erstaunlich, was dieses Tier leistet“, wundert sich die Umweltwissenschaftlerin. Meist sind es Weiden, die dem Biber zum Opfer fallen. Unten bearbeitet er den Stamm so, dass der Baum ans Ufer oder ins Wasser fällt. Dann macht er sich über die nun erreichbaren Zweige her, nagt die schmackhafte Rinde ab oder bringt die abgetrennten Äste weg. Wohin? „Wissen wir nicht. Bis heute ist uns unbekannt, ob der Biber in Kirchlengern eine sogenannte Burg gebaut oder irgendwie am unterspülten Ufer eine Bleibe gefunden hat“, rätseln Anna Brennemann und ihre Kollegen. Wildkameras haben sie aufgehängt und nicht nur den seit 2015 ansässigen, Rasputin getauften, ersten Biber im Kreisgebiet abgelichtet. Auch zwei Jungtiere, die noch gesäugt wurden, gingen in die Fotofalle. Live aber, bei seinen Fällarbeiten, auf seinen Trampelpfaden, auf der sogenannten Biberrutsche, über die er vom Ufer aus ins Wasser gelangt, blieb er bislang komplett unbeobachtet.
Aufsehen aber erregt er dennoch. Ende März konnten sich Fachleute, Mitarbeitende aus Behörden und Neugierige anmelden, um mehr über den Biber zu erfahren. „Viele Gemeinden interessieren sich dafür, was passiert, wenn der Biber plötzlich da ist“, weiß Anna Brennemann, die bei Rasputin davon ausgeht, dass er ein sogenannter Kofferraumbiber ist, also irgendwo ausbüchste. Haarbüschel, die von ihm gefunden wurden, gingen zur DNA-Analyse in ein Labor und das Ergebnis überraschte: Er hat russische Wurzeln. „Da passt der zufällig gewählte Name doch gar nicht schlecht“, erzählt die Mitarbeiterin der Biologischen Station und kann vielen der Besucher die Sorge vor dem Biber nehmen. In Kirchlengern kümmert er sich nicht um die großen Kopfweiden, die abseits der Else stehen. Und auch die frisch gepflanzten Obstbäume lässt er in Ruhe. Sollte er aber andernorts mit den Zweigen einen Fluss aufstauen, sollte es zu Überschwemmungen kommen, dann könnte es ganz anders aussehen. In Kirchlengern aber bleibt der Biber, oder, wahrscheinlicher: bleiben die eine oder die zwei Biberfamilien, die hier leben, problemlos und unsichtbar. Ganz anders ist es einige Meter weiter. Da stolziert der Storch über die Wiese, die auch einer Graugans gerade als Brutplatz dient.
Fünf Hasen laufen liebestoll hintereinander her, „auch wenn man hier die angrenzende Siedlung sieht und gerade bei schönem Wetter viele Spaziergänger herkommen, ist das doch ein wertvolles Naturschutzgebiet“, sagt Anna Brennemann und muss dies immer und immer wieder den Menschen erklären, die hier ihre Hunde frei laufen lassen, sich in den Wald zurückziehen wollen oder Müll zurücklassen. „Was vielen nicht bewusst ist: Wer hier seinen Müll in die Else schmeißt, der muss wissen, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der irgendwann in der Nordsee landet.“ Das Schild, das auf den Beginn des Naturschutzgebietes hinweist, ist gerade mit Graffiti komplett zugeschmiert, ausgediente Plastikflaschen hat das letzte Hochwasser ans Ufer geschwemmt und Hunde laufen eben nicht nur über den vorgegebenen Weg, sondern auch über die vielen Flächen, die eben nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, sondern vom Kreis erworben wurden. Umso erstaunlicher, dass hier der Kuckuck zu hören ist, wenn man nur genug Geduld mitgebracht hat. Dass mittlerweile Nachtigallpärchen den Weg in das Gebiet gefunden haben, der Steinkauz schon gesichtet wurde und es hoffentlich nur eine Frage der Zeit ist, dass er eine der angebotenen Brutröhren annimmt.
Das Storchenpaar kommt Jahr für Jahr her – es ist ein wenig heile Welt und dann doch wieder stark frequentiert, zugemüllt. „Wir fahren immer wieder hierher, schauen nach, klären auf und wissen: Das hier ist ein wirklich wichtiges Gebiet für den Naturschutz – nur muss das auch bei den Besuchern ankommen“, wünscht sich Anna Brennemann. Und, bitte, lass jetzt keinen Bibertourismus aufkommen. Die Chance, ihn zu sehen, ist gleich null. Ihn dennoch in seinem Lebensraum zu stören: sehr, sehr hoch.
Wo genau ist hier vorne?
Warum öffnet sich die eine Tür nach vorn, die andere nach hinten?
Gibt es auch eine Heizung, ein Radio, eine…
Die Farbtöpfe sind winzig, die Pinsel verfügen nur über wenige Haare. Und doch befinden wir uns nicht in einem Atelier, sondern in einer…
Halt an, Halt an.
Spring mal rein.
Frag bitte mal, ob hier nicht noch ein Plätzchen für uns Frei ist.
Angefangen hat, irgendwie passend, alles im Internat. Das Abendessen war eher so geht so und so bestellten Hendrik Single und seine Kumpels…
Ein grauer Tag Mitte März, die Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt, Schneereste hängen noch in den Baumwipfeln, es könnte gemütlicher…
Das Bild, das die Eistruhe hier hergibt, ist ein überschaubares. Unser Eis kommt so gut an, dass wir mit dem Ordern kaum hinterherkommen.…
Das Hobby zum Beruf machen?
So gewinnst du nen tollen Beruf. Und bist ganz nah am eigenen Hobby.
Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.