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Radtour durch Hiddenhausen: Natur und Geschichte entdecken

Auf zwei Rädern unterwegs

Die Ausgangslage ist ein wenig unfair. Hiddenhausens Mobilitätsbeauftragte Luca Stellbrink schwingt sich auf ein E-Bike, Klimaschutzmanagerin Madeleine Guinard Rudat treibt ihr Fahrrad allein mit Muskelkraft an. Ziel und Intention sind aber die gleichen, „und wenn man wie ich täglich mit dem Rad fährt, dann kommt es längst nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf das Erlebnis Radfahren an sich an – und dafür braucht es nicht unbedingt eine elektrische Unterstützung“, so Madeleine Guinard Rudat.

Die Ausgangslage ist ein wenig unfair. Hiddenhausens Mobilitätsbeauftragte Luca Stellbrink schwingt sich auf ein E-Bike, Klimaschutzmanagerin Madeleine Guinard Rudat treibt ihr Fahrrad allein mit Muskelkraft an. Ziel und Intention sind aber die gleichen, „und wenn man wie ich täglich mit dem Rad fährt, dann kommt es längst nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf das Erlebnis Radfahren an sich an – und dafür braucht es nicht unbedingt eine elektrische Unterstützung“, so Madeleine Guinard Rudat.

Start ist am Rathaus, auch wenn es gleich wieder heißt: Absteigen. Denn die erste Sehenswürdigkeit des sogenannten Geschichtsweges findet sich gleich hier: Der MeyLip-Turm. Direkt vor ihm steht eine Infotafel mit QR-Code – kurz mit dem Handy gescannt und schon gibt es für Interessierte weitergehende Informationen zu diesem hohen und außergewöhnlichen Bauwerk. „Die Info zu dem Geschichtsweg gibt es natürlich auf unserer Webseite und selbstverständlich finden sich hier auch alle zwölf Stationen“, erklärt Luca Stellbrink. „Leider fehlt aber eine echte Radtour, die den gesamten Weg beschreibt und die über Koordinaten oder Portalanbieter abrufbar ist“, sagt Madeleine Guinard Rudat. „Wir arbeiten aber daran, dass sich das schnell ändert“, so das Vorhaben, das zeitnah umgesetzt werden soll.

Per Smartphone lassen sich über den QR-Code weitere Infos ablesen.

27 Kilometer und knapp zwei Stunden reine Fahrtzeit sind die beiden in der Gemeinde mit ihren Rädern unterwegs und nehmen sich immer wieder vor Ort Zeit, um sich über die unterschiedlichen Stationen zu informieren. „Das Einscannen der QR-Codes funktioniert gut und ist sehr komfortabel“, erzählt Luca Stellbrink, die sich auch über viele schöne Radwege und kleine Straßen freut, die sie zu den Stationen bringen. „Allein das Überqueren der Bünder Straße ist für Radfahrer immer noch schwierig und gefährlich. Da wünschen wir uns schon Besserung“, so die beiden Radfahrerinnen, die aber ansonsten sehr zufrieden mit der Radwegekonzeption und der ausgewählten Strecke sind.

Unbekannte Orte in der Gemeinde entdecken

„Am Ende geht es uns ja darum, dass wir noch viel mehr Menschen dazu ermutigen und bewegen möchten, sich aufs Rad zu setzen. Das kann mit dem STADTRADELN starten, das vom 16. Mai bis zum 5. Juni stattfindet, aber man kann sich auch auf dem Weg zur Arbeit, in seiner Freizeit gut immer häufiger in den Sattel schwingen“, werben die beiden. „Erstaunlich ist vor allem, wie viele unbekannte Straßen, Ecken und schöne Fleckchen man entdeckt, wenn man die Gemeinde mit dem Rad erkundet. Da meint man, dass man sich hier gut auskennt und alles schon gesehen hat, und dann kommt man plötzlich an Orte, an denen man noch nie war“, wundern und freuen sich die beiden Radlerinnen zugleich.

Neben dem Geschichtsweg gibt es auch eine Natur- und Denkmalroute, die beide sehr empfehlen können. Auf der Website www.fahr-im-kreis.de findet man weitere Infos zu diesen und weiteren Routen. „Natürlich bereitet auch ,nur‘ das Radfahren viel Freude. Aber schöner ist es, wenn man Ziele hat, wenn man sich ausge- oder beschilderte Sehenswürdigkeiten anschauen und etwas über seine Heimat lernen kann“, so Madeleine Guinard Rudat, die nicht weiß, ob sie nun das Fahren eines E-Bikes oder eines normalen Fahrrades für die Tour empfehlen soll. „Am Ende gibt es hier kein Richtig oder Falsch. Der eine mag diesen kleinen ‚Rückenwind‘ gerade bei Steigungen, der andere will sich ja sportlich bewegen, anstrengen und setzt deshalb auf Muskelkraft pur“, so das Fazit von Madeleine Guinard Rudat nach der gelungenen Tour. Spaß hat sie beiden bereitet, alle zwölf Stationen haben sie auch gut gefunden und „eigentlich fehlt jetzt nur das passende Wetter und dann könnten wir direkt wieder starten und auf die nächste Tour gehen.“

02 / 2024

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