Wenige können von sich behaupten, dass ihr Beruf ein echter Glücksfall ist. Bei Lena Pöpping ist das so, „und manchmal fühlt sich das schon sehr besonders an“, so die 35-Jährige. Zum 1. Juni startet sie ihre „Traumstelle“, auf die sie auf der Webseite des Gemeindesportverbandes Hiddenhausen e.V. gestoßen ist.
Wenige können von sich behaupten, dass ihr Beruf ein echter Glücksfall ist. Bei Lena Pöpping ist das so, „und manchmal fühlt sich das schon sehr besonders an“, so die 35-Jährige. Zum 1. Juni startet sie ihre „Traumstelle“, auf die sie auf der Webseite des Gemeindesportverbandes Hiddenhausen e.V. gestoßen ist.
„Als ich gelesen habe, dass hier die Stelle des Gemeindesportlehrers/ der Gemeindesportlehrerin frei wird, was geboten und was gesucht wird, da wusste ich sofort: Das alles passt perfekt zu mir – und ich zu der Stelle“, erzählt die zweifache Mutter, die in Hiddenhausen lebt und seit vielen Jahren als gelernte Sport- und Gymnastiklehrerin vor allem in Reha- Einrichtungen gearbeitet hat.
Folgen wird sie auf Thomas Korytowski, der „unglaubliche 34 Jahre lang“ hier gearbeitet hat, wie er selbst kaum glauben kann. Er studierte Sport an der bekannten Hochschule in Köln, spielte viel Fußball, ehe die Ärzte ihm und vor allem seinen Gelenken attestierten: Lange wird das nicht mehr gut gehen mit den sportlichen Aktivitäten auf hohem Niveau. „Heute reicht es aber immer noch für das Geben von vielen Kursen, für Radfahren und Wandern“, freut sich der zukünftige Ruheständler, der auch mal als Torwarttrainer beim TuS Ahmsen mithalf, ehe auch hier die Knieschmerzen das Engagement beendeten.
Mischung aus Theorie und Praxis
Wer wissen will, wie sich die Aufgaben des Gemeindesportlehrers und des Gemeindesportverbandes allgemein verändert haben, der lässt am besten einfach Thomas Korytowski erzählen. „Als ich hier 1991 begonnen habe, hatten wir genau eine Sportgruppe und vier Angebote. Heute zählen wir 450 Teilnehmende pro Woche und bieten vor allem im Fitness-, Reha- und Gesundheitsbereich sehr viele Kurse an“, sagt der scheidende Gemeindesportlehrer und weiß gleichzeitig auch: „Mit dem Anstieg ist natürlich auch der Bedarf und die Notwendigkeit an Büroarbeit und Organisation gestiegen.“ All das störte ihn aber nie, ganz im Gegenteil: „Ich habe diesen Mix aus Theorie und Praxis, aus Turnhalle und Büro immer sehr gemocht. Abwechslungsreicher geht es einfach nicht“, so der 64-Jährige, der sich offiziell Ende Juli in den Ruhestand verabschiedet, wahrscheinlich aber urlaubsbedingt schon ein paar Tage früher den Schreibtisch leerräumt und sich vor allem bei Manfred Priebe verabschiedet.
„Ich habe damals noch als Jugendwart Thomas mit eingestellt – und heute bin ich als Vorsitzender des Gemeindesportverbandes für die Einstellung von Lena Pöpping mitverantwortlich“, freut sich der 70-Jährige Priebe. Auch die knapp zweimonatige Phase, in der die beiden zusammenarbeiten,sei perfekt, um den Staffelstab weiterreichen zu können, ist er sich sicher. Dabei liegt der Abschied nach über 35 Jahren Vorstandsarbeit von Manfred Priebe auch nicht mehr in weiter Ferne. „Eigentlich wollte ich schon früher aufhören, aber dieser Personalwechsel an solch bedeutender Position war mir dann doch zu wichtig. Jetzt konnte ich mitgestalten und das Ergebnis stimmt uns alle sehr positiv und optimistisch“, sagt der erste Vorsitzende, der im kommenden Jahr das Amt niederlegen will.
Vorfreude auf vielfältige Aufgaben
Ganz am Anfang steht jetzt aber erst einmal Lena Pöpping, die bereits seit ihrem sechzehnten Lebensjahr als Übungsleiterin in einem Sportverein tätig ist. „Ob es bei mir auch 34 Jahre werden, kann ich allerdings nicht versprechen“, sagt sie lachend. Seit 2017 lebt sie mit ihrer Familie in Hiddenhausen, kommt aus dem Tanz- und Reitsport und wusste früh, dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen wollte. „Es gibt ja diese Lebensweisheit, dass man sich den richtigen Beruf suchen solle, damit sich der Job nie mehr nach Arbeit anfühlen wird. Und genauso ist es bei mir“, sagt sie und strahlt. An der neuen Aufgabe reize sie „vor allem die Vielfalt“, so die 35-Jährige, die in ihrer Freizeit natürlich auch eins besonders gerne tut: sich bewegen.
In Bewegung bleiben möchte auch Thomas Korytowski. „Im Ruhestand will ich erst einmal längeren Urlaub machen, dann mein Gitarrenspiel verbessern, Plattenläden durchstreifen, Kochen richtig lernen und natürlich weiterhin Sport treiben“, sagt der zukünftige Ruheständler, der in den kommenden Wochen möglichst viel Wissen an seine Nachfolgerin weitergeben möchte. Aber das bekommen wir in der Zeit schon alles geklärt. Und wenn alle Stricke reißen, bin ich ja nicht aus der Welt“, bietet Thomas Korytowski seine Mithilfe gerne auch über Ende Juli hinaus an. Ob diese auch nötig ist, wird sich zeigen. „Erst einmal gehe ich hoch motiviert und mit ganz viel Vorfreude an die Aufgabe heran. Ich habe schon in stellvertretenden Leitungspositionen gearbeitet und kenne diesen Mix aus Büro und Praxis – da werde ich mich sicher schnell einarbeiten“, sagt die neue Gemeindesportlehrerin und macht dabei den Eindruck, als könne sie den Startschuss kaum erwarten
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