Der Weg nach Werther ist alles andere als weit – eigentlich aber müsste man viele hundert Kilometer weiterfahren, um die Geschichte der Fairytale- Distillery komplett zu erzählen. Denn angefangen hat alles in den schottischen Highlands. Direkt gegenüber der Burg Eilean Donan Castle, auf dem der „Highlander“ gedreht wurde. Hierher ist Thomas Gottwald vor einem guten Jahrzehnt ausgewandert, ehe erst seine Frau das Hobby Backen zum Beruf machte, ehe er sich der Gin-Produktion widmete. In einem kleinen, selbstgezimmerten Hexenhäuschen setzt er die Zutaten an, die natürlich aus schottischem Wasser, aber auch aus Inhaltsstoffen bestehen, die er aus aller Welt zusammenkauft. Der erste Gin der Fairytale-Distillery war geboren – und wurde direkt mit Preisen und Auszeichnungen überschüttet. Heute, fünf Jahre später, wird der Gin nicht nur nur in Schottland, sondern eben auch in Werther vertrieben. Es gab mal die Überschrift, dass das eine Schnapsidee sei – aber eigentlich ist es das genaue Gegenteil davon, erzählt Thomas’ Schwester Doris Gehring. Die führt den lokalen Verkauf und kümmert sich um den Webshop. Sohn Heiko klebt abends beim Fernsehgucken die Etiketten auf die schweren Tonflaschen, Ehemann Uli kümmert sich ebenfalls, wenn in Kanistern und auf Palette Hochprozentiges aus Schottland angeliefert wird. Sie nennen ihre Arbeit hier in Werther Finishing, füllen millilitergenau ab, sorgen für Verpackung und Vertrieb. All das: reines Hobby. Betonen die drei gerne. Und wissen doch: Die Geschäfte könnten schlechter laufen. Denn der ostwestfälische Kunde nippt immer erst am sogenannten No6, lehnt erst dankend ab, wenn ihm der No57 angeboten wird, bei dem Name und Alkoholgehalt in Prozent identisch sind. Noch ein leichtes Bitten und sie nicken, nippen und wundern sich dann doch. Donnerwetter. Ganz schön stark. Und Donnerwetter, ganz schön lecker.
Der Weg nach Werther ist alles andere als weit – eigentlich aber müsste man viele hundert Kilometer weiterfahren, um die Geschichte der Fairytale- Distillery komplett zu erzählen. Denn angefangen hat alles in den schottischen Highlands. Direkt gegenüber der Burg Eilean Donan Castle, auf dem der „Highlander“ gedreht wurde. Hierher ist Thomas Gottwald vor einem guten Jahrzehnt ausgewandert, ehe erst seine Frau das Hobby Backen zum Beruf machte, ehe er sich der Gin-Produktion widmete. In einem kleinen, selbstgezimmerten Hexenhäuschen setzt er die Zutaten an, die natürlich aus schottischem Wasser, aber auch aus Inhaltsstoffen bestehen, die er aus aller Welt zusammenkauft. Der erste Gin der Fairytale-Distillery war geboren – und wurde direkt mit Preisen und Auszeichnungen überschüttet. Heute, fünf Jahre später, wird der Gin nicht nur nur in Schottland, sondern eben auch in Werther vertrieben. Es gab mal die Überschrift, dass das eine Schnapsidee sei – aber eigentlich ist es das genaue Gegenteil davon, erzählt Thomas’ Schwester Doris Gehring. Die führt den lokalen Verkauf und kümmert sich um den Webshop. Sohn Heiko klebt abends beim Fernsehgucken die Etiketten auf die schweren Tonflaschen, Ehemann Uli kümmert sich ebenfalls, wenn in Kanistern und auf Palette Hochprozentiges aus Schottland angeliefert wird. Sie nennen ihre Arbeit hier in Werther Finishing, füllen millilitergenau ab, sorgen für Verpackung und Vertrieb. All das: reines Hobby. Betonen die drei gerne. Und wissen doch: Die Geschäfte könnten schlechter laufen. Denn der ostwestfälische Kunde nippt immer erst am sogenannten No6, lehnt erst dankend ab, wenn ihm der No57 angeboten wird, bei dem Name und Alkoholgehalt in Prozent identisch sind. Noch ein leichtes Bitten und sie nicken, nippen und wundern sich dann doch. Donnerwetter. Ganz schön stark. Und Donnerwetter, ganz schön lecker.
Die Qualität passt also, was ja bei all den Awards und Medaillen, die der Gin aus dem hohen Norden Jahr für Jahr einfährt, nicht erstaunt. Und auch der Bekanntheitsgrad wächst – was wohl auch daran liegt, dass Doris, Heiko und Uli auch auf Weihnachtsmärkten, dann mit Glüh-Gin, zu finden sind. Auch hier ist die Zurückhaltung der Ostwestfalen zu spüren. Wer mit dem Kopf schüttelt und weitergeht, dem rufe ich schon mal hinterher, dass er mal kehrtmachen, mal probieren solle. Sagt Doris Gehring und weiß: Das hilft fast immer. Wer sich erst einmal rangetraut hat, wer auch die Variante mit rosafarbenem Tonic-Water probiert hat, wer sich auch mal von Hot-Aperol von innen erwärmen ließ, der merkt schnell, dass es nicht immer Glühwein aus großem Gebinde sein muss.
Viele trinken aus und gehen mit einer 700ml-Flasche Gin in der Tasche nach Hause – und eine neue Kundenbindung ist beschlossene Sache. Natürlich ist auch diese Verkaufshütte als Bausatz selbst aufgebaut und erinnert an das Hexendesign aus den Highlands, in denen mittlerweile Bäckerei, Destille und eine kleine Pizzeria eingezogen sind. Menschen aus ganz Großbritannien pilgern hierher, drehen Social Media-Filme und erfreuen sich an deutschem Gebäck, an Pizza und an Gin im Land des Whiskys.
Jetzt, im Winter, ist all das geschlossen. Da atmen die Gottwalds in Schottland durch und schicken nur nach Deutschland, wenn die Anfrage der Schwester kommt. Das geht ganz einfach, erzählt sie. Wenn eine Sorte zu Neige geht, wenn Nachschub gebraucht wird, dann verschickt Doris Gehring eine Mail und trotz Brexit und Zoll dauert es nicht lange, und der Speditions-LKW fährt vor. Schnell abladen, kontrollieren und dann rein in den Abfüllraum, den ein Mann vom Amt anfangs begutachtete, nickte und für gut befand. Es konnte direkt losgehen. Heute ist all das längst Routine.
Die Kontrolleure kommen immer wieder – und nicken genauso regelmäßig. Die Lieferungen treffen ein, werden abgefüllt und dann geht es – vor Weihnachten häufig auch in der Geschenkbox – schnell raus an die Online-Kunden. Zwischenzeitlich stehen Hütte und Familie Gehring auf den Weihnachtsmärkten in Werther und Halle. Und auch im Januar, auch im Sommer ist der Gin aus Schottland und Werther gefragt. Nur eins, das mag Doris Gehring gar nicht. Gin mit Gurke. Da muss sie sich schütteln. Das gehe gar nicht. Also für sie. Andere mögen das anders sehen, jedem das seine, selbstverständlich.
Aber für die Macher des Fairytale-Distillery?
Nicht vorstellbar. Nicht in Werther.
Und in Schottland? Erstrecht nicht.
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Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.