„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – so sehr freue ich mich“, sagt Martina Wüppelmann von der Gemeinde und hält ihr Gesicht dann doch einfach wieder lächelnd in die Sonne. Der Wettergott hatte es beim diesjährigen Tag der Regionen wieder einmal besonders gut mit Rödinghausen gemeint und nicht zuletzt so dafür gesorgt, dass weit mehr als 10.000 Gäste in die Gemeinde kamen.
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – so sehr freue ich mich“, sagt Martina Wüppelmann von der Gemeinde und hält ihr Gesicht dann doch einfach wieder lächelnd in die Sonne. Der Wettergott hatte es beim diesjährigen Tag der Regionen wieder einmal besonders gut mit Rödinghausen gemeint und nicht zuletzt so dafür gesorgt, dass weit mehr als 10.000 Gäste in die Gemeinde kamen.
Zwei von ihnen sind Sabine und Hans- Jürgen, die extra aus Bünde gekommen sind – und das für sie selbstverständlich mit dem Fahrrad. „Wenn es hier schon um Regionalität und Naturverständnis geht, dann kann man bei so einem strahlenden Spätsommerwetter auch gut das E-Bike nehmen“, sagen die beiden, stellen ihre Räder ab und flanieren über eine Alte Dorfstraße, die an diesem Tag zur Einkaufsmeile geworden ist. Speiseeis aus Schafsmilch? Kein Problem. Einmal quer durch eine Apfelplantage probieren? Kostenlos möglich. Und „auch mal Ausgefallenes wie Kartoffelpuffer mit Lachs oder Flammkuchen mit Ruccola sind im kulinarischen Angebot“, freuen sich Jens und Susanne, die nicht mit dem Fahrrad und dennoch standesgemäß nach Rödinghausen gekommen waren.
Seit Jahren schon wird der Tag der Regionen mit einem großen Oldtimertreffen verknüpft, reisten die ersten Fahrzeuge mit H-Kennzeichen schon am Sonntagmorgen an, um einen Parkplatz ganz vorne auf der Flaniermeile erwischen zu können. Am Ende waren es fast 400 historische Fahrzeuge, Old- und Youngtimer, die in Reih und Glied geparkt wurden und sogar den Mehrgenerationenpark nutzten, um genug Stellfläche zu erhalten. Neugierige spazierten an den automobilen Schätzen vorbei, schauten sich die Infotafeln hinter den Windschutzscheiben aufmerksam an und fühlten sich nicht selten an die eigene Kindheit erinnert, als diese Autos noch das normale Stadtbild prägten. Ein paar Meter weiter konnte regional angebautes Gemüse gekauft werden, lud der NABU zur Apfelsaft-Verkostung ein und schwang Bürgermeister Siegfried Lux in bester Feierlaune kurz selbst das Tanzbein, nachdem die Jüngsten der Showtanzgruppe Eltern, Verwandte und Zuschauer mit ihrer Tanzeinlage verzückt hatten.
Fast den gesamten Tag der Regionen, der unter dem Motto „Gemeinsam regional denken“ lief, blieb das Wetter sonnig und warm, ehe sich zum Ende hin ein paar Wolken vor die Sonne schoben. Die gab es auch einige Wochen zuvor beim Kilver Markt – allerdings im übertragenen Sinne. Hier kam es bereits am Eröffnungsfreitag zu Gewalttaten. Auch aus diesem Grund wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Tag der Regionen noch einmal verstärkt und es konnte am Ende von einer friedlichen Veranstaltung gesprochen werden. „Natürlich ist es schade, wenn man bei solch besonderen Tagen mit zusätzlichem Sicherheits- personal arbeiten muss. Wichtig ist mir dabei, dass wir alles Erforderliche tun, um vor der Lage zu bleiben und den Menschen eine hohe Sicherheit zu geben. Und aus der Bürgerschaft höre ich sehr häufig – wir wollen weiterhin unsere Feste feiern“, so Bürgermeister Siegfried Lux.
Los ging es beim Kilver Markt mit dem traditionellen Fassbieranstich, musikalisch begleitet vom Posaunenchor Westkilver. Der Anstich klappte auf Anhieb, Bürgermeister Siegfried Lux brauchte nur einen einzigen Schlag. „Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, ein vielfältiges Programm mit modernen Attraktionen und Angeboten zu gestalten, um Jung und Alt gleichermaßen anzusprechen“, sagte Bürgermeister Siegfried Lux. Verschiedene Stände, Fahrgeschäfte, Flohmarkt, Walking Acts - der Kilver Markt hatte eine Menge zu bieten. Neu in diesem Jahr war der Mittelaltermarkt, der den Kilver Markt bereicherte. Dort gab es mittelalterlichen Schmuck, Holzspielzeug und Co. Im Festzelt zeigten Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde ihr Können und begeisterten das Publikum.
Beim Tag der Regionen sorgten dann mehr als 100 Anbieter für Vielfalt und Abwechslung und wenn mehr Gäste kommen, als die gesamte Gemeinde Einwohner zählt, dann darf von einem durchweg gelungenen Veranstaltungsspätsommer gesprochen werden, „der einfach zeigt, dass wir hier wirklich auf der Sonnenseite leben“, so Martina Wüppelmann, die wie weitere Kolleginnen und Kollegen, die an der aufwändigen Vorbereitung im Rathaus beteiligt waren, wochenlang genau darauf gehofft hatten: auf Sonnenschein pur.
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