in die Bar in die Welt
Was tragen Handballspieler eigentlich, wenn sie nicht in der Halle, sondern vielleicht im Garten, an der Bar, im Fitnessstudio, im Baumarkt oder schlicht mit Freunden zusammenstehen?
Was tragen Handballspieler eigentlich,
wenn sie nicht in der Halle, sondern viel-
leicht im Garten, an der Bar, im Fitness-
studio, im Baumarkt oder schlicht mit
Freunden zusammenstehen?
Gute Frage, sagt Sebastian Steinmeier – vor allem, weil er sie sich selbst und Freunden schon oft gestellt hat. Und immer auf die gleiche Antwort kam: Keine Ahnung. Weil es das nicht gibt; coole Freizeitbekleidung für Handballer, also kein x-tes Trikot, sondern etwas ganz anderes. So entstand Nahtstelle, das Start-up für den Handballer, das mittlerweile so groß geworden ist, dass sich nicht mehr nur Handballer angespro- chen fühlen
Aber zurück zu den Anfängen. Sebastian traf sich also mit Tim, Niclas, Kai und Jonas, die alle irgendwie mehr oder minder starke Verbindungen zum Handballsport hatten, selbst noch in der Halle standen, und sich nun die eben noch vom Harz befreiten Hände reichten. Das alles in Köln, weil damals ihre Lebensmittelpunkte noch im Rheinland lagen, ehe sie jetzt, Stück für Stück, zurück nach Ostwestfalen gezogen sind. Angefangen hat dann alles mit sehr vielen Fragen, etwas weniger Antworten und einem Shirt, das, einmal durch- kalkuliert, satte 40 Euro kosten sollte. Anders war es nicht möglich. Dachten sich die Jungs von Nahtstelle damals. Und der Verkauf war zu dem Preis auch nicht möglich. Wussten sie auch. Also stiegen sie tiefer ein in die Textilwirtschaft, die so nachhaltig wie nur irgend möglich sein sollte. Sie reisten durch Europa, trafen sich mit Produzenten und Designern und redeten sich immer wieder ein: Das hier, das soll Leidenschaft und kein Business, soll Hobby und nicht Beruf werden. Hat irgendwie nicht so richtig geklappt. Sagt Sebastian. Und muss schmunzeln. Denn schnell war der Nerv der Handballer getroffen, waren Produzenten in Bulgarien, in der Türkei gefunden, die nicht gleich einen ganzen Sattelzug vollpacken wollten, ehe es losgehen konnte.
Auch wir haben, erzählt Sebastian, anfangs viel Lehrgeld bezahlt. Waren zu blauäugig unterwegs, haben manches Mal den Taschenrechner zu spät gezückt und vergessen, dass wir ja auch noch Geld verdienen wollten – und mussten. Heute sieht all das schon anders aus. Das Team ist mittlerweile neunköpfig, viel wichtiger ist aber, dass die Community stark gewachsen ist. Wenn wir heute eine limitiere Edition raus- bringen, dann ist sie manchmal ausverkauft, bevor überhaupt produziert wurde. Vereine wurden gefunden – nicht nur im direkten Umfeld, sondern mindestens deutschlandweit, die sich plötzlich nicht nur für Trikot und Hose, sondern auch für eine einheitliche Freizeitbekleidung interessierten. Bestseller dabei? Aktuell noch Socken. Und wer sich fragt, ob man allein mit Sportstrümpfen ein Geschäft auf die Beine stellen kann, der schaue einfach mal in die Referenzliste von Nahtstelle und merkt: All das steht auf soliden, bestrumpften Füßen. Dabei haben sie das Feld der Handballer nicht verlassen, aber, sagen wir mal, ausgeweitet. Beachhandball ist längst als ein Bereich entdeckt worden, in dem ein lässiger Look direkt neben dem sandigen Spielfeld eine Lebenseinstellung ist. Lifestyle-Shirts und Hoodies von Nahtstelle werden nicht mehr nur von aktiven Handballern, sondern von all denjenigen getragen, die sich gerne schick und sportlich kleiden. Unser Motto ist und bleibt: Aus der Halle, auf die Straße, in die Welt. Sagt Sebastian. Und fügt gleich eine Vision hintendran: Zehn Prozent der deutschen Handballvereine sollten in der Freizeit auf die Produkte von Nahtstelle setzen. Auch das: ambitioniert. So wie der neu- gierige Blick auf Basketball, Hockey und Volleyball. So als Idee. Für die Zukunft. In der vor allem eins feststeht:
Hier?
Geht’s ums Hobby.
Aber ein Hobby?
Ist es längst nicht mehr.
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Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
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