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Nou.Niss aus Bielefeld verleiht alter Kleidung neues Leben

Woll-Upcycling

Prüfend wirft Jutta einen Blick auf die neue Ware, die – wenn man es genau nimmt – alles andere als das ist. Vor ihr und Faraaz liegt nicht nur ein großer Stapel aus Kleidung, sondern viel Arbeit für die kommenden Tage und Wochen. Eingelaufene Pullover, löchrige Strickjacken, ausgediente Schals – all das wartet darauf, von den Modedesign-Studentinnen gesichtet, sortiert, gereinigt, gebügelt und entfusselt und schließlich in Quadrate zerschnitten zu werden. Die Quadrate sind so etwas wie unser Markenzeichen. Damit hat alles angefangen.

Sagt Jutta, die die Idee für die Upcycling-Kollektion im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwickelte. Hunderte dieser Quadrate lagern mittlerweile in ihrem Atelier, das sich in einem Hinterhof der Brandenburger Straße versteckt. 'Mir war es wichtig, eine Kollektion zu entwickeln, die das Potenzial zur Vervielfältigung hat. Etwas, das replizierbar ist – und doch absolut einzigartig', erklärt die 26-Jährige mit Blick auf das 'Mutterstück' ihrer Bachelor-Kollektion – einen Oversized-Pulli aus dutzenden bunten Quadraten, versehen mit einer auffällig großen Stickerei. 'Die Stickereien sind ein fester Bestandteil unseres Designs. Sie kommen immer dort zum Einsatz, wo das Material Beschädigungen aufweist. Diese Technik nennt sich ,Visible Mending‘', erläutert Faraaz, die über den Mail-Verteiler der Hochschule auf Juttas Gründungsidee für ein nachhaltiges Modelabel aufmerksam wurde und sich direkt meldete. Die Chemie zwischen den beiden Frauen passte auf Anhieb – und schon kurze Zeit später wurde ihr Label Nou.Niss geboren. 'Der Name bedeutet so viel wie ,Nicht neu, aber sehr wertvoll‘. Weiterhin sprechen wir von ,Reanimated Fashion‘ – also von Mode, die ein zweites Leben erhält', so die gebürtige Iranerin, die in ihrem Heimatland bereits eine Ausbildung im Kunsthandwerk durchlief und dort nicht nur selbst Schmuck und Accessoires fertigte, sondern auch Frauen im ganzen Land dabei unterstützte.

Zufrieden blicken Jutta und Faraaz auf die heutige Lieferung der Herforder Recyclingbörse, von der sie ihre Rohstoffe erhalten.

Eine weitere Besonderheit unserer Mode besteht darin, dass wir ausschließlich mit Wolle arbeiten.Egal, ob Schurwolle, Kaschmir oder Merino – wichtig ist nur, dass der Synthetikanteil bei maximal 30 Prozent liegt. Reine Wolle wird leider immer seltener", weiß Jutta aus langjähriger Erfahrung. Und nicht nur das: Denn von der Kleidung, die in Recyclingbetrieben landet, eignen sich maximal zwei bis vier Prozent für den Wiederverkauf. Ist ein Kleidungsstück mangelhaft oder beschädigt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Ausland exportiert, geschreddert oder verbrannt. "Mit Nou.Niss möchten wir Wollstrickware vor diesem Schicksal retten und versuchen deshalb auch, unseren Verschnitt so gering wie möglich zu halten. Kleine oder größere Löcher, die besonders häufig bei mottenzerfressenen Kaschmirpullis vorkommen, schließen wir mit unseren Stickereien", so Jutta, die heute selbst einen ihrer Pullis trägt.

Ende 2022 präsentierten die Gründerinnen, unterstützt von der WEGE Bielefeld und vom "Center for Entrepreneurship" der Hochschule Bielefeld, ihre erste "Reanimation"-Kollektion, die aktuell über den Alterist-Webshop erhältlich ist. "Daneben freuen wir uns über jede und jeden, der sich persönlich bei uns meldet, sich beraten lässt und sein individuelles Kleidungsstück bei uns bestellt. Es ist möglich, zwischen verschiedenen Schnitten zu wählen und sich die Woll-Quadrate selbst auszusuchen", sagt Faraaz. Zudem soll es schon bald möglich sein, die Unikate über einen eigenen Nou.Niss-Webshop zu ordern.

Du willst Nou.Niss persönlich kennenlernen?

Faraaz und Jutta bieten – ab einer Gruppen größe von 3 Personen – Workshops zu den Themen Nachhaltige Mode, Upcycling, Kunsthandwerk und Zero Waste-Design an.

> nou-niss.de

> info@nou-niss.de

Shoppen auf

> alterist.com

Folgen auf TikTok / Instagram

> @nou.niss_fashion

> @nou.niss_reanimated.fashion

Prüfend wirft Jutta einen Blick auf die neue Ware, die – wenn man es genau nimmt – alles andere als das ist. Vor ihr und Faraaz liegt nicht nur ein großer Stapel aus Kleidung, sondern viel Arbeit für die kommenden Tage und Wochen. Eingelaufene Pullover, löchrige Strickjacken, ausgediente Schals – all das wartet darauf, von den Modedesign-Studentinnen gesichtet, sortiert, gereinigt, gebügelt und entfusselt und schließlich in Quadrate zerschnitten zu werden.

"Die Quadrate sind so etwas wie unser Markenzeichen. Damit hat alles angefangen."

Sagt Jutta, die die Idee für die Upcycling-Kollektion im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwickelte. Hunderte dieser Quadrate lagern mittlerweile in ihrem Atelier, das sich in einem Hinterhof der Brandenburger Straße versteckt. 'Mir war es wichtig, eine Kollektion zu entwickeln, die das Potenzial zur Vervielfältigung hat. Etwas, das replizierbar ist – und doch absolut einzigartig', erklärt die 26-Jährige mit Blick auf das 'Mutterstück' ihrer Bachelor-Kollektion – einen Oversized-Pulli aus dutzenden bunten Quadraten, versehen mit einer auffällig großen Stickerei. 'Die Stickereien sind ein fester Bestandteil unseres Designs. Sie kommen immer dort zum Einsatz, wo das Material Beschädigungen aufweist. Diese Technik nennt sich ,Visible Mending‘', erläutert Faraaz, die über den Mail-Verteiler der Hochschule auf Juttas Gründungsidee für ein nachhaltiges Modelabel aufmerksam wurde und sich direkt meldete. Die Chemie zwischen den beiden Frauen passte auf Anhieb – und schon kurze Zeit später wurde ihr Label Nou.Niss geboren. 'Der Name bedeutet so viel wie ,Nicht neu, aber sehr wertvoll‘. Weiterhin sprechen wir von ,Reanimated Fashion‘ – also von Mode, die ein zweites Leben erhält', so die gebürtige Iranerin, die in ihrem Heimatland bereits eine Ausbildung im Kunsthandwerk durchlief und dort nicht nur selbst Schmuck und Accessoires fertigte, sondern auch Frauen im ganzen Land dabei unterstützte.

 

Zufrieden blicken Jutta und Faraaz auf die heutige Lieferung der Herforder Recyclingbörse, von der sie ihre Rohstoffe erhalten.

"Eine weitere Besonderheit unserer Mode besteht darin, dass wir ausschließlich mit Wolle arbeiten."

Egal, ob Schurwolle, Kaschmir oder Merino – wichtig ist nur, dass der Synthetikanteil bei maximal 30 Prozent liegt. Reine Wolle wird leider immer seltener", weiß Jutta aus langjähriger Erfahrung. Und nicht nur das: Denn von der Kleidung, die in Recyclingbetrieben landet, eignen sich maximal zwei bis vier Prozent für den Wiederverkauf. Ist ein Kleidungsstück mangelhaft oder beschädigt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Ausland exportiert, geschreddert oder verbrannt. "Mit Nou.Niss möchten wir Wollstrickware vor diesem Schicksal retten und versuchen deshalb auch, unseren Verschnitt so gering wie möglich zu halten. Kleine oder größere Löcher, die besonders häufig bei mottenzerfressenen Kaschmirpullis vorkommen, schließen wir mit unseren Stickereien", so Jutta, die heute selbst einen ihrer Pullis trägt.

Ende 2022 präsentierten die Gründerinnen, unterstützt von der WEGE Bielefeld und vom "Center for Entrepreneurship" der Hochschule Bielefeld, ihre erste "Reanimation"-Kollektion, die aktuell über den Alterist-Webshop erhältlich ist. "Daneben freuen wir uns über jede und jeden, der sich persönlich bei uns meldet, sich beraten lässt und sein individuelles Kleidungsstück bei uns bestellt. Es ist möglich, zwischen verschiedenen Schnitten zu wählen und sich die Woll-Quadrate selbst auszusuchen", sagt Faraaz. Zudem soll es schon bald möglich sein, die Unikate über einen eigenen Nou.Niss-Webshop zu ordern.

Du willst Nou.Niss persönlich kennenlernen?

Faraaz und Jutta bieten – ab einer Gruppen größe von 3 Personen – Workshops zu den Themen Nachhaltige Mode, Upcycling, Kunsthandwerk und Zero Waste-Design an.

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Sommer 2023

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