Michelle ist außer Atem. Die Haare verlassen gerade die Ordnung ihres Pferdeschwanzes, die Wangen glühen – glücklicher könnte sie kaum aussehen. „Wenn ich sie so sehe, kommen mir die Tränen“, sagt Mutter Ina Röhreich und wischt schon mal die Wangen.
Michelle ist außer Atem. Die Haare verlassen gerade die Ordnung ihres Pferdeschwanzes, die Wangen glühen – glücklicher könnte sie kaum aussehen. „Wenn ich sie so sehe, kommen mir die Tränen“, sagt Mutter Ina Röhreich und wischt schon mal die Wangen.
Was hat sie nicht alles erlebt, als sie auf der Suche nach einem Tanzkurs für ihre Tochter war. Überall, wo sie an klopfte, hieß es: Wir nehmen nur Normale.
„Was das wohl heißen soll?“, fragt sich Andrea Rentz heute. Sie ist die Organisatorin beim SV SW Ahle, sitzt an einem warmen Mittwochabend im Juli vor dem Sportlerheim und kann nur den Kopf schütteln, „am Ende hat doch jeder von uns nen Vogel“. Die, die gerade bei stampfenden Beats johlen und tanzen, hüpfen und springen, haben mal einen Vogel, der Trisomie 21 heißt, dann einen, der sich auf eine geistige oder körperliche Einschränkung auswirkt. Eins aber ist allen gemein: Vom Tanzen hält sie nun niemand ab – auch der eigene Vogel nicht. Möglich gemacht hat das Zumba Trainerin Sylvia Baduks, die ihre Kursteilnehmer fragt: „Hat jemand etwas gegen Michelle, mit Trisomie 21, vor allem aber mit jeder Menge Vorfreude?” „Nö, warum?“, lautet die kurze, knappe Antwort. Und plötzlich tanzt Michelle nicht nur, sondern kann sich Tanzabfolgen merken, spricht, lacht, hat sogar einen Tanz vorbereitet, zu Ehren ihrer Mutter, die all das hier angestoßen hat. Da flossen – natürlich – auch wieder die Tränen. Und weitere Interessenten gab es schnell, die auch tanzen, sich zur Musik bewegen wollten. „Also haben wir beim SV SW Ahle unsere Köpfe zusammengesteckt und beschlossen, dass wir eine Gruppe für Tanz & Bewegung für Menschen mit Beeinträchtigungen ins Leben rufen“, erzählt Andrea Rentz. Die Kosten tragen die Hüpfer und Tänzer, Springer und Hüftenschwinger selbst, geben einen Teil ihres Taschengeldes dafür aus, dass sie nun einmal die Woche hierhergebracht werden, alles um sich herum vergessen können. Mangels Turnhalle werden Stühle und Tische aus dem Vereinsheim ausgeräumt, eine Musikanlage installiert und los geht’s mit der begeisternden Bewegung zur Musik. Mittlerweile kommen die Teilnehmer vom Wittekindshof, von Bethel Bünde und den Lübbecker Werkstätten. Betreuer fahren sie mit großen Fahrzeugen her und wundern sich, was plötzlich möglich ist. „Das kann der?“, raunen sie sich zu, wenn es aus Wortkargen plötzlich heraussprudelt, wenn Bewegungsarme nicht genug bekommen können vom Tanzen. „Leider müssten wir ein ‚Ausgebucht’ Schild vor die Tür hängen“, sagt Andrea Rentz – die Kapazitäten sind erschöpft, wer sich ausgelassen zur Musik bewegen will, braucht Platz um sich herum. „Aber natürlich überlegen wir, eine zweite Gruppe ins Leben zu rufen, auch wenn uns das als kleiner Sportverein vor große organisatorische Herausforderungen stellt“, weiß Andrea Rentz.
Bis dahin tanzen erst einmal die 15 Personen weiter, die sich von Hitze, schrägen Blicken und Vorurteilen nicht aus der Balance bringen lassen. „Geht's jetzt endlich weiter?“, fragt einer von ihnen während des kleinen Fotoshootings. Also schnell die verschwitzten Haare nach hinten streichen, aufstellen, lächeln, am Lautstärkeregler drehen und in Windeseile wieder inden Rhythmus kommen. Nach anderthalb Stunden ist Schluss, trinken, durchatmen, versprechen, sich kom mende Woche auf jeden Fall wiederzusehen – mitsamt all den Vögeln, die sie immer begleiten, immer mitbringen. Und von denen ja eh jeder einen hat.
Michelle ist außer Atem. Die Haare verlassen gerade die Ordnung ihres Pferdeschwanzes, die Wangen glühen – glücklicher könnte sie kaum…
Wo das Feld voller Margeriten steht?
Besser nicht erzählen.
Dass da am Ende der Mähdrescher drüber fährt?
Besser für sich behalten. Wie…
Espresso wie immer. Es ist, wider Erwarten, keine Frage, sondern eine Feststellung, die direkt aus dem Verkaufswagen rübergeht an zwei…
Steinpilze. Fragt man Cindy, wonach sie auf ihren Wanderungen eigentlich am häufigsten gefragt wird, dann sind es die aromatischen…
Nachfolge für Geschäft bei Spielzeugladen Sundermeier ist gefunden.
Es ist ein trauriges Bild. Die Hälfte der Regale ist leer, überall…
Wenn wir beim Fotoshooting oder zwischen den Podcastaufnahmen sehr schnell sehr großen Hunger bekommen, dann schaut Klaus wie fast zufällig…
Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.