Eine Sammelausstellung? Hm. Dann noch an zwei Orten gleichzeitig? Hm. Hm. Klingt anstrengend. Wie alles unter einen Hut bekommen, wie einen roten Faden spinnen, zwischen den Künstlern und den Exponaten; so, dass der Betrachter nicht von einer in die andere Ecke, die andere Richtung gezerrt wird. Geht nicht. Dachten wir. Geht doch. Denken wir jetzt.
Eine Sammelausstellung? Hm. Dann noch an zwei Orten gleichzeitig? Hm. Hm. Klingt anstrengend. Wie alles unter einen Hut bekommen, wie einen roten Faden spinnen, zwischen den Künstlern und den Exponaten; so, dass der Betrachter nicht von einer in die andere Ecke, die andere Richtung gezerrt wird. Geht nicht. Dachten wir. Geht doch. Denken wir jetzt.
Die STATTGALERIE.kunstkollektivbielefeld wagt diesen Balanceakt, bespielt die Ausstellungsäume der Volksbank in Ostwetfalen gleich doppelt – in der Lobby in Bielefeld und der Zentrale in Gütersloh – und zeigt das, was unter dem Titel „Schein & Sein“ läuft und den Querschnitt der Vielfalt des regionalen Kunstschaffens widerspiegelt.
Für den Beuscher heißt das: Die Vorbehalte außen vorlassen, neugierig sein, sich darauf einlassen. Und heißt auch: Mal den Kopf in der Vertikalen zustimmend nicken, dann in der Horizontalen erstaunt schütteln. Es muss, es kann gar nicht alles gefallen. Und soll es auch nicht. Es soll viel mehr anpiksen und anregen, soll zeigen: All das ist möglich.
Es geht um die vielen Facetten, die die Kunst bietet. Um unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen. Ist da wirklich jemand immer und immer wieder zu einem Supermarkt gelaufen und hat mitgenommen, was eben noch Kleingeld in Rollen zusammenhielt und jetzt Altpapier – bunt und ordentlich mit Eurobeträgen bedruckt – wäre, würde es nicht in dünnsten Plastiktüten gesammelt und jetzt ausgestellt? Die Antwort lautet: ja. Aber eigentlich ist auch sie vielschichtiger, tiefer. Wenn man erst einmal davorsteht, sich über die Farben, die Uniformität wundert, genauer hinsieht, irgendwie doch stehenbleibt, nachdenkt, sich faszinieren lässt von der Vorstellung, was hier festgehalten, zusammengesucht, in einen ganz anderen Kontext gebracht wurde.
Genau darum geht es: Sich selbst frei machen von dem, was man erwartet. Und einfach mal hinschaut, stehen-, ach, klebenbleibt. Es geht um die Interpretation von persönlich Erlebtem, Bilder und Literatur, Erinnerung und philosophischen Bezügen. Es geht mal um das direkte Ausdrücken, dann um das Denken um mehrere Ecken. Mittendrin: Das Verhältnis von virtuellem Schein und psychischem Sein. Wer mag, der nimmt diese Fragen mit in den Ausstellungsbesuch: Welche Rahmenbedingungen prägen den Menschen? Welche Verführungsmechanismen „locken“ den Menschen, wann und wieso, in welche Rolle?.
Wer das nicht mag, der kommt einfach. Und schaut. Wer es ganz richtig machen will, der kommt zu einer der Führungen und erfährt so noch viel mehr. Und staunt. Auch noch ein bisschen mehr.
Wir waren einfach so da. Haben gesucht und gefunden. Haben uns wiedergefunden und waren verloren. Haben uns gewundert. Und wie zu Hause gefühlt.
Vielfalt? Ist heute wichtiger denn je. Und genau hier spürbar.
Zwei Worte – Zwei Orte
STATTGALERIE.kunstkollektivbielefeld
Die Ausstellung kann kostenlos zu den Öffnungszeiten besucht werden. Während der Ausstellungsdauer werden Führungen angeboten. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juli geöffnet
Wer mit Kai Linnenbrügger segeln geht, der braucht erst einmal nichts. Keine Segelkenntnis, keine Segelklamotten. Und wer einfach nur…
Lässt Bargeld und Kreditkarte zuhause. Wenn du Kevin und Dennis in ihrem Radbuedchen besuchst. Wenn du ein Faible für alte Rennräder hast.…
Eine Sammelausstellung? Hm. Dann noch an zwei Orten gleichzeitig? Hm. Hm. Klingt anstrengend. Wie alles unter einen Hut bekommen, wie einen…
Da wird es ja wohl laut sein. Gitarrenriffe, die durch die Flure jagen, Soli, die sich von Raum zu Raum hin und her bewegen, zumindest aber…
Keine Erklärung, kein Eintauchen in die Flipperhistorie, kein Fachsimpeln, keine Flippervorstellung. Das charakteristische Klackern der…
Jakob Töws kommt, natürlich, mit dem Fahrrad vorbei. Wobei das heute alles andere als natürlich ist, weil der Wetterdienst eine…
Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.