Wir gehen direkt hoch ins Fußballstadion. Nicht zu den roten Sitzschalen, sondern noch ein bisschen höher, in die VIP-Area. Und tatsächlich: hier wird sogar manchmal Fußball geguckt. Auch wenn wir nicht im Stadion sind. Sondern bei Solarlux in Melle.
Wir gehen direkt hoch ins Fußballstadion. Nicht zu den roten Sitzschalen, sondern noch ein bisschen höher, in die VIP-Area. Und tatsächlich: hier wird sogar manchmal Fußball geguckt. Auch wenn wir nicht im Stadion sind. Sondern bei Solarlux in Melle.
Unser Gastgeber: Matthias Fuchs, seit knapp fünf Jahren Marketingleiter hier bei Solarlux, der weiß, dass die Baubranche gerade ächzt und stöhnt – und die Zulieferer natürlich gleich mit. Dabei ist Ächzen und Stöhnen nicht das Ding der Menschen bei Solarlux. Unser Inhaber sagt immer, wenn die Konjunktur nicht läuft, dann machen wir sie uns eben selbst. Sagt Fuchs und weiß, was das bedeutet. Wenn schon die Anfragenanzahl sinkt, dann muss eben die Anzahl der Aufträge, die sich daraus ergeben können, gleich hoch bleiben, wenn nicht steigen. Das heißt auch: du musst schneller, flexibler sein als deine Mitbewerber. Was nutzt es dir, wenn du wochenlang den 100 Prozent hinterherläufst, während du auch mit 80 Prozent leben kannst, dafür aber am Start bist? Fragt sich Fuchs und vor allem seine Mitarbeitenden im Marketingteam. Bezogen natürlich nicht auf die Produktqualität, nicht auf das Portfolio, sondern auf die Kampagne, auf die Marketingstrategie, die du gerade ausrollst – vor allem aber auf die Zeitschiene, die du dir selbst zur Messlatte machst. Der Handel nimmt in Zeiten wie diesen alles dankbar entgegen, was irgendwie Hilfe, Rückenwind verspricht. Und vor allem davon ablenkt, noch mehr zu ächzen, zu stöhnen, vielmehr dabei hilft, nach vorne zu blicken.
Am besten können Letzteres vor allem die beiden heutigen Inhaber Stefan und Herbert Holtgreife. Der eine, Stefan, hält das mit 135 Millionen Euro Umsatz gar nicht mal so kleine Speedboot auf Kurs, der andere, Vater Herbert, gründete das Unternehmen gemeinsam mit Heinz-Theo Ebbert damals noch im Sauerland. Beide Holtgreifes wissen heute: Machen hilft. Das galt schon in der Coronazeit, als die Anfragen die Kapazitätsgrenzen übersprangen und man doch schnell am Start sein musste, um all diejenigen, die es sich jetzt plötzlich noch netter, noch schöner daheim machen wollten, einzufangen. Dabei geht es – beim Kunden wie bei Solarlux – um Glas am Bau in seiner edelsten Form, ganz gleich ob als riesiges cero Schiebeelement, als Glasfaltwand oder direkt als Wintergarten – als vollwertigen Wohnraum nämlich. Doch, man könne, man dürfe da ruhig von Luxus sprechen, auch wenn das kaum jemand gerne hört, gerne ausspricht, der im Bausegment arbeitet, wo eigentlich jeder Euro gewendet, gedreht und wieder zurück in die Tasche gesteckt, ehe er dann doch ausgegeben wird. Ein entsprechendes Angebot für mehr Transparenz und Licht gäbe es für jeden Kunden – egal, ob „bezahlbarer Wohnraum“ für die Wohnungswirtschaft, von dem die Bundesregierung gerne spricht, oder auch für die Bauherrinnen und Bauherrn im Landkreis und in der Region.
Solarlux findet seine Kunden überall. Mal im Direktvertrieb rund um den Meller Kirchturm, dann im Partnernetzwerk, über den normalen Bauelementehandel, über die Wohnungswirtschaft und auch im Architektenvertrieb, den sie hier lieber Beratung nennen, denn bei Solarlux wird bei Auftragserteilung nicht ins Regal gegriffen, verpackt und verkauft, sondern immer individuell produziert. Fluch und Segen zugleich. Sagt Matthias Fuchs,
denn so sei es ein täglicher Fight um die Kunden, niemand von denen hat Solarlux-Produkte am Lager, alles wird individuell gefertigt in einer Produktion, die den Besucher die Augen reiben lässt. Wer von New Work träumt, gerät hier ins Schwärmen. Aufgeräumter, reduzierter, stylischer geht es kaum. Wo hier Profile, Glas und vor allem jede Menge Know-how miteinander verschmolzen werden, würde manch ein Verwaltungsmensch gerne arbeiten. Das Licht flutet über Decken-, durch große Panoramafenster in die Produktionshallen – wenn jemand weiß, wie sich Licht auf die Seele, auf die eigene Lebensfreude auswirkt, dann der, der damit wirbt, dass man sich mit den eigenen Produkten ein Stück Natur in die eigenen, die gläsernen Wände holen könne.
Dabei ist es nicht die Emotionalität, die die Primärkunden, die Partner, den Handel überzeugt. Sondern eher die Technik. Wenn Matthias Fuchs von 1,6 Tonnen schweren cero Fensterelementen erzählt, die fast nur aus einer einzigen „Scheibe“ 3-fach-Glas bestehen und einem „Nichts“ aus filigranstem Aluminiumprofil drumherum, die sich bewegen, schieben lassen, wenn er berichtet, dass Solarlux das einzige Unternehmen ist, dessen Wintergärten förderfähig sind, von Glasfaltwänden schwärmt, die die anspruchsvolle Einbruchswiderstandsklasse drei erfüllen, dann ahnt man, dass der technikaffine Kunde auf der anderen Seite in Verhandlungen, bei Anfragen schnell nickt. Ingenieurskunst zieht immer.
Der Endverbraucher erfreut sich dagegen noch mehr an der Vorstellung, drinnen zu sitzen und doch draußen zu sein. Matthias Fuchs spricht von Outdoor, weil es sich eben nicht um Glaselemente für den Innenbereich handelt. Der Endkunde aber gewinnt an Wohnfläche, quasi an Indoorraum und fühlt sich bei all dem Licht doch so, als säße er draußen. Jetzt, wenn es so langsam Frühling wird, erinnern sich vor allem Hauseigentümer daran, dass es doch schön sei, drinnen zu sitzen und doch große Faltwände aufzuschieben, sich wie draußen sitzend zu fühlen. Folgerichtig gehen die Auftragseingänge bei Solarlux auch saisonal bedingt im Oktober, November zurück, ehe der Frühling wieder die Bücher füllt, aus denen in den dunklen Monaten abgearbeitet wird. All das: normal für die Branche. Nicht normal sei dagegen das, was die Branche gerade an Gegenwind spüre. Erklärt der Marketingleiter und berichtet von der Verunsicherung der Endkunden, die sich eben nicht mehr gönnen, sondern vor allem eins tun: das Geld zusammenhalten. Kein Wunder also, dass einige der rund 800 Mitarbeitenden bei Solarlux gerade teilweise in Kurzarbeit arbeiten, dass mittags durchgefegt wird, wenn gerade keine Aufträge da sind, die abgearbeitet werden wollen. Wenn die Sonne scheint, wenn man die Nase in Sonne und Wind hält, dann ändert sich das wieder. Ist sich nicht nur die Marketingabteilung sicher. Auch die Kollegen aus dem Vertrieb, die Inhaber sehen das so und stellen sich darauf ein, dass es dann doch nicht so dicke kommt, wie es gerade in der Presse zu lesen ist.
Damit das so ist, pulsiert es in der Marketingabteilung, wird den Händlern mundgerecht serviert, was nur noch ausgespielt, gedruckt, vermailt, an den Point of Sale gebracht werden muss. All das in einem Tempo, mit einer Schlagzahl, die den ein oder anderen neuen Kollegen schon mal erschreckt. „Das, was wir hier in den ersten beiden Monaten dieses Jahres allein an Händlerveranstaltungen, einschließlich Verkaufsförderung, und verbundenen Kampagnen auf die Beine gestellt haben, findet bei manch anderem nicht über das gesamte Jahr hinweg statt.“ Ist sich Fuchs sicher und weiß, dass dieses Tempo das ist, was gefordert ist – und die Firma auszeichne. Wie fordernd all das sein kann, erlebte er selbst und in seinen ersten Tagen bei Solarlux. Natürlich kommt man da mit vielen Ideen, mit Ansätzen und Projekten, die man sich vorstellen kann. Erzählt Matthias Fuchs und hat das damals auch seinem neuen Chef erzählt. Der antwortete ganz pragmatisch: „Dann sieh’ mal gleich zu, dass du das auch alles umgesetzt bekommst!“ Dieses eigenverantwortliche Machen wird hier eingefordert und eröffnet Freiräume und Perspektiven für jeden einzelnen – hinsetzen und jammern, das gibt es hier nicht. Inkludiert: Eine entsprechende Kommunikations-, Team- und Fehlerkultur.
Also setzt das Unternehmen jetzt, wo der Neubaumotor stottert, auf modulares Bauen und serielles Sanieren, auf diejenigen, die sich von der Sonne nicht direkt nach draußen, aber schon raus aus den Beton-, hin zu den Glasfaltwänden oder Ganzglassystemen auf den Balkon – gerne auch im Mehrgeschoss-Wohnbau – locken lassen. Man dürfe deshalb durchaus von einem verhaltenen Optimismus sprechen.
Und irgendwie wirkt all das hier plötzlich doch nicht mehr wie ein Besprechungsraum mit überdimensionaler Fensterfront, sondern wie eine Loge beim Fußball. Die sie bei Solarlux gemeinsam mit der darunterliegenden Tribüne tatsächlich bei Großereignissen nutzen, um alle gemeinsam Sport auf einer riesigen Leinwand zu schauen. Zur echten VIP-Lounge wird sie, wenn der langjährige Kooperationspartner in den USA sie in zahllosen Footballstadien in ganz Amerika einbaut. Und vor allem sorgt sie für eins: Für Überblick. Und Abstand. Du kannst dich verrückt machen oder besser: machen lassen. Oder dich einfach mal von hier aus umschauen, den Blick durch unsere Ausstellung schweifen lassen. Sagt Matthias Fuchs. Das beeindruckt doch. Das will man doch haben, spüren, erleben. Da wird mir nicht bange.
Wenn man sich mit Carsten Friedrich über das Thema Karriere bei REMONDIS unterhält, ist es erst einmal etwas still. Weil Carsten Friedrich…
Wir gehen direkt hoch ins Fußballstadion. Nicht zu den roten Sitzschalen, sondern noch ein bisschen höher, in die VIP-Area. Und tatsächlich:…
Du kannst einen Achtzylinder fahren und dich gegen die E-Mobilität entscheiden, wenn du morgens im Internet abfragst, wie gestern eigentlich…
Der Beagle macht artig Platz im Körbchen, kurzer Blick ins Handy, tatsächlich nichts, was die volle Aufmerksamkeit benötigt, also rein ins…
Das gute Stück liegt schwer in der Hand, wenn man es von seinem beleuchteten Podest nimmt. „Das Gewicht soll die Wertigkeit, aber auch die…
Sonja O’Reilly weiss, was Junge Menschen bewegt – und wie man sie bewegt. als Jobcoach hilft sie denen, die Orientierung suchen, die sich…
Ein Gespräch mit einem, der sich seit 30 Jahren mit Rolex-Uhren beschäftigt, seit vielen Jahren mit seinem Unternehmen Venditio Uhren GmbH…
Ladesäulen für E-Bikes gibt es nur wenige. Michael Dute gibt Radlerinnen und Radlern die Möglichkeit, ihr E-Bike aufzuladen. Und das…
Na dann los. Wir freuen uns.
Auf deine Anfrage. Auf dich.
Und melden uns. Direkt.
Schneller, als du erwartest.