Im Oktober feierte das Amt für Klimaschutz und Gebäudemanagement sein Einjähriges. HIER gibt einen Überblick, was das Amt alles macht. Und zeigt, was man selber im Winter für den Klimaschutz tun kann.
Heiß war es am 19. August in Eilshausen. Aber wer den Temperaturen trotzte, der konnte beim vom Amt für Klimaschutz und Gebäudemanagement federführend organisierten Klimaschutztag jede Menge interessante Infos mitnehmen und auch selber aktiv werden. Bastelaktionen, Tastspiele, ein Quiz und eine solarbetriebene Carrerabahn, Stockbrotbacken und Glücksrad luden zum Mitmachen ein und wurden rege frequentiert.
Gleichzeitig ging es an den mehr als einem Dutzend Ständen verschiedenster Klimaschutzinitiativen um das Thema „Konsum, Ernährung und Klima“. Es wurde eifrig diskutiert über Lebensmittelverschwendung und Upcycling, über regionales Obst, fairen Handel, Biogärtnerei und Leihen statt Besitzen. Ein echter Renner: die Klimaschutz-Rallye. An einzelnen Ständen warteten Aufgaben auf die Besucherinnen und Besucher. Spezielle Stempel dokumentierten: Stand besucht, Aufgabe gelöst. Wer die Stempel vollständig gesammelt hatte, nahm an der Verlosung eines Balkonkraftwerks teil.
Hier laufen die Klimaschutzfäden zusammen
In der klassischen deutschen Verwaltungsland schaft ist das Thema Klimaschutz ein Neuankömm ling. Keinem der traditionellen Ämter lässt es sich hundertprozentig zuordnen, gleichzeitig berührt es die Arbeit vieler dieser Ämter. Um diesen Spagat zu bewältigen und eine effektive Klimaschutzarbeit zu gewährleisten, wurde im Oktober 2022 in Hiddenhausen das Amt für Klimaschutz und Gebäude management geschaffen.
Leitlinie der Arbeit ist das 2022 verabschiedete Klimaschutzkonzept für die Gemeinde. Es umfasst sechs Handlungsfelder – unter anderem Planen, Bauen und Sanieren, Erneuerbare Energien, Mobilität und Verkehr, aber auch nachhaltige Verwaltung.
Amtsleiter Johannes Poida erklärt: „Über die wirksamsten Stellschrauben in puncto Energieein sparung und Nachhaltigkeit verfügt die Gemeinde Hiddenhausen bei ihren eigenen Gebäuden. Das Gebäudemanagement birgt das größte Potenzial, direkt Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Des halb wurden diese beiden Aufgabengebiete in einem Amt zusammengefasst.“
Anspruchsvolle Projekte in der Pipeline
Insgesamt 13 Mitarbeitende, davon sechs Hausmeister, zählt das Amt für Klimaschutz und Gebäudemanagement derzeit. Sie haben eine Vielzahl an Projekten zu stemmen. Besonders aktuell hierbei: die kommunale Wärmeplanung. Hier wird das gesamte Gemeindegebiet daraufhin untersucht, wie sich die Wärmeversorgung zukünftig klimaneutral gestalten lässt. Eng verbunden damit ist auch ein Transformationskonzept für die Nahwärme in Lippinghausen. Bis 2028 muss das Konzept stehen, wie die Nahwärme klimaneutral werden kann. Auch hier will die Gemeinde als Eigentümerin des Wärmenetzes schnellstmöglich tätig werden.
Nochmals Johannes Poida: „All dieses zeigt: Hiddenhausen macht beim Klimaschutz richtig Tempo. Da stehen große Aufgaben auf der Agenda. Unter anderem das Thema Mobilität, der Ausbau der Photo voltaik, die Flächenentsiegelung und und und.“
An spannenden Projekten mangelt es also nicht. Man merkt: Die Zeit drängt beim Thema Klima schutz. Ach ja, und einen Klimaschutztag soll es auch wieder geben. Spätestens 2025