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Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit: Vielfalt, Engagement und gelebte Zukunft

Nachhaltigkeit zum Selbermachen

Das, was die Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit ausmacht, wie sie organisiert und beworben werden, wer daran teilnimmt, wie es alles so abläuft und wo am Ende ein Fazit gezogen wird, findet genau hier statt: Im Umweltamt der Stadt. Was sich grün anhört, ist von außen eher grau. Ein Eingang, an dem man auch gedankenverloren gut vorbeilaufen kann, ein tristes Treppenhaus, dann doch lieber den Fahrstuhl nehmen, ins vierte Stockwerk fahren und hallo sagen. Lena (Kamp) und Anke (Egging) sitzen noch an ihren Schreibtischen, es geht aber direkt rüber in eine Besprechungsraum-Küchen-Kombi, in der es gerade ein wenig wie an einem Messestand ausschaut. Natürlich stapeln sich hier die bunten SDG-Würfel, die auf die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung verweisen. Daneben: Poster, Postkarten, Kugelscheiber, Aufkleber. Also das kleine Einmaleins der Werbung, um all diejenigen, die nicht wissen, was die Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit eigentlich sind, aufzuklären. So wie uns.

Das, was die Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit ausmacht, wie sie organisiert und beworben werden, wer daran teilnimmt, wie es alles so abläuft und wo am Ende ein Fazit gezogen wird, findet genau hier statt: Im Umweltamt der Stadt.

Was sich grün anhört, ist von außen eher grau. Ein Eingang, an dem man auch gedankenverloren gut vorbeilaufen kann, ein tristes Treppenhaus, dann doch lieber den Fahrstuhl nehmen, ins vierte Stockwerk fahren und hallo sagen. Lena (Kamp) und Anke (Egging) sitzen noch an ihren Schreibtischen, es geht aber direkt rüber in eine Besprechungsraum-Küchen-Kombi, in der es gerade ein wenig wie an einem Messestand ausschaut. Natürlich stapeln sich hier die bunten SDG-Würfel, die auf die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung verweisen. Daneben: Poster, Postkarten, Kugelscheiber, Aufkleber. Also das kleine Einmaleins der Werbung, um all diejenigen, die nicht wissen, was die Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit eigentlich sind, aufzuklären. So wie uns.

Heute gibt es aber keine Giveaways und auch kein Würfelspiel, sondern die Infos direkt ins Ohr. Entstanden sind diese besonderen Wochen 2023, abgeleitet als Maßnahme aus der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt. Bestehen tun sie vor allem aus einem großen Veranstaltungsprogramm, das hier, in dieser Etage des Umweltamtes, irgendwie kuratiert wird. Und irgendwie auch nicht.

Wir freuen uns natürlich über jede Institution, jeden Verein, jedes Unternehmen, das mitmachen, eine Veranstaltung anbieten will. Erzählen die beiden, die irgendwie Nachaltigkeitsmanagerinnen sind, ohne dass sich dieser Begriff in ihren Emailsignaturen findet. Heißt also: Veranstalter*innen fügen ihre Angebote selbstständig zum Programm hinzu. Das Team stellt sicher, dass ein SDG-Bezug gegeben ist. Danach wird die Veranstaltung Teil eines Programms, Teil einer Website, die all das zusammenfasst, was in diesen gut vier Wochen zu entdecken, zu besuchen, auszuprobieren und zu bestaunen ist.

Was sich grün anhört, beginnt im vierten Stock – zwischen SDGWürfeln, Aufklebern und einem Hauch Amtsflur.

Lena. Lacht.
Anke. Auch lachend.

Die Leitplanken dafür sind alles andere als eng, möglichst große Vielfalt gewollt, nur ein Inhalt eint alle: Einem oder mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung – also das, was sich auf den bunten Würfeln findet – muss sich die Veranstaltung widmet. Soweit die Theorie, die Vorgabe, auf der hier zwei wachsame Augenpaare ruhen. In der Praxis heißt das: 3D-drucken und Spielzeug aus Naturmaterialien basteln, Wolle färben und die Ausstellung „Antisemitismus für Anfänger“ besuchen, am musikalischen Flashmob teilnehmen und Kleider tauschen. Vor allem aber: noch viel, viel mehr.

50 Akteure haben sich, Stand Ende August, angemeldet. Die Erfahrung lehrt aber: Ganz am Schluss hüpfen noch ein paar weitere mit auf den rollenden Zug, der irgendwie einem grünen Faden folgt und doch ausgefallener, abwechslungsreicher kaum sein könnte. Alle Veranstaltungen besuchen? Kaum möglich. Sagen Lena und Anke und müssen lachen. Die Frage haben sie sich tatsächlich noch nie gestellt. Da picken sie sich lieber das ein oder andere Angebot heraus, packt Anke ihre Kinder gleich mit ein und weiß am Ende zumindest bei diesen Veranstaltungen, was wie funktioniert hat. Und was nicht.

Man dürfe aber, das unterstreichen die beiden gerne, sie sich nicht als Programmchefinnen dieser besonderen Wochen vorstellen. Sie bieten eher die Spielwiese, den Rahmen, sorgen dafür, dass das Licht der Öffentlichkeit darauf fällt, und wissen am Ende nicht einmal, wie viele denn nun in Summe zu all den Veranstaltungen und Angeboten gekommen sind. Was ja kein Wunder ist: Nachzählen müssten ja die, die für die Events verantwortlich sind.

Das Ohr auf der Schiene, wie man so sagt, haben sie dennoch. Wissen, was wer anbietet und wie wer zufrieden ist, sprechen nicht nur mit denen, die wie die VHS, die Stadtbibliothek von Anfang an dabei sind, sondern auch mit denen, die erstmals teilnehmen. Sie haben sogar ein kleines Budget für die, die Neulinge sind und die 500€ als Förderung gut gebrauchen können. Fünf solcher Förderungen waren in diesem Jahr vorgesehen, zwei wurden es am Ende. Nur. Müssen Lena und Anke schon sagen. Und ein Leider anfügen. Da geht noch mehr. Wissen beide auch. Und hoffen, dass das in der Zukunft anders, besser wird. Sonst aber: Steigt die Tendenz rund um die Wochen der Nachhaltigkeit in Bielefeld. Der Zeitraum wird bekannter, das Thema sicher immer aktueller, das Angebot bunter, die Zahl derer, die erst verwundert, dann neugierig auf diese Veranstaltungsreihe stoßen, größer.

In den kommenden Wochen, wenn der Startschuss gefallen, die Poster aufgehängt, die Plakate in Bussen und Bahnen zu sehen, die Flyer verteilt sind, schauen sich Lena und Anke dann auch neugierig um. Probieren vielleicht auch die Rallye aus, die eine Praktikantin entwickelt hat und die per QR-Code und Smartphone durch die Stadt führt. Offiziell sind sie natürlich auch anzutreffen. Nämlich dann, wenn das Bio-Mobil auf dem Altstädter Kirchplatz stoppt. Und sich dann und dort alles rum das Thema Nachhaltigkeit dreht.

Da dürfen wir natürlich nicht fehlen. Sagen die beiden. Und man weiß nicht so genau: Werfen sie dann einen Blick zurück. Auf all die Vorbereitungen? Oder sind sie direkt mittendrin, in den Wochen der Nachhaltigkeit? Vielleicht schweifen die Gedanken dann aich schon ab ins kommende Jahr, auf die Fortsetzung 2026? Wahrscheinlich ist es ein Mix aus alledem. Was ja nur gut sein kann.

Unter bielefeld.jetzt/nachhaltigkeit findet sich das komplett Programm.

Sommer 2025

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