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Skilled – die App, die bei der Personalsuche unterstützt

Einfach wischen

Eine App für die Generation Z, um sich einfach zu bewerben?

Gibt's. Ab sofort

Wischen, wenn dir etwas gefällt? Kennen viele. Allerdings aus einem anderen Kontext. Aber da kann Florian Herda nur schmunzeln. Ist doch gut, wenn alle schon vorab wissen, wie seine App funktioniert. Die kümmert sich zwar nicht um die große Liebe oder das flotte Abenteuer, dafür aber um ebenfalls Wichtiges: den nächsten Job, die zukünftige Ausbildung.

Das Problem, wie junge Menschen und suchende Unternehmen zusammenfinden, kennt Florian Herda, Erfinder der Skilled-App und Chef bei der CleverZumJob GmbH, die sich hinter der App verbirgt, selbst. Also: er kannte es. Erst suchte er bei Indeed, bei Stepstone, bei all den anderen Onlineanbietern, aber immer war ihm die Suche zu zeitaufwändig, nicht intuitiv genug und immer vom Arbeitgeber aus gedacht. Was aber, wenn ich den Spieß umdrehe? Dachte sich Herda, der dann doch einen Job fand, vier Jahre lang im IT-Bereich arbeitete, ehe ihn das Gefühl überkam, dass die Selbstständigkeit doch irgendwie cooler wäre, besser zu ihm passen würde.

Also dachte er das Thema Bewerbung neu. Und das geht so: Du legst dir ein Profil an, anfangs erst einmal anonym. Und klickst und swipest dich dann durch ein Angebot von rund 500 Stellen, die aktuell offen sind. Auf dem ostwestfälischen Markt wohlgemerkt, nicht bundesweit. Weil wir glauben, dass die meisten eh regional suchen. Und wir nicht mit den Großen konkurrieren wollen, sondern wissen: Hier in Ostwestfalen gibt es genug junge Menschen, die suchen. Und genug Unternehmen, die ebenfalls suchen. Sagt Herda und kann direkt mit Fakten punkten.

8.500 junge Menschen nutzen bereits Skilled, schauen immer mal wieder, was sich denn da findet. Und das nicht nur wahllos. Sie geben den digitalen Vorschlägen Bewertungen und nach und nach formiert sich ein Bild, errechnet der Algorithmus ein immer schärferes Profil, werden die Angebote genauer, passender. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem das sogenannte Match da ist. Und das passiert schon sehr, sehr häufig. Sagt Florian Herda und verweist gerne auf das Seniorenzentrum an der Werre, das mithilfe von Skilled alle freien Stellen belegen konnte.

Könnte schlechter laufen: Florian Herda freut sich über den Erfolg der von ihm erfundenen App.

Was vielleicht auch daran liegt, dass die Bedienung spielend leicht ist, Herda das Ganze nicht mit großen Werbebudgets bewirbt, sondern auf Facebook und TikTok setzt. Am Ende musst du die jungen Menschen da erwischen, wo sie unterwegs sind. Das könne – direkt gesprochen – auch mal auf dem Klo sein. Wenn sie da bei TikTok rumdaddeln, könnten sie genauso gut auch mal das Angebot von der Skilled-App checken, so Herda. Kosten? Tut all das nichts. Also für den, der die App nutzt. Nur das um Mitarbeitende und Azubis buhlende Unternehmen zahlt – gerade einmal schlappe 29 Euro für sechs Wochen pro offener, beworbener Stelle. Rechnet Herda vor und muss nicht lange Überzeugungsarbeit leisten. Die heimischen Unternehmen sind dabei. Und hoffen, dass die Bewerber, die Neugierigen mit ihren Smartphones in die richtige Richtung wischen, wenn ihr Angebot auf dem Bildschirm erscheint. Damit das System weiterwachsen, mehr Profile aufnehmen, sich weiterentwickeln kann, wächst auch das Team von Florian Herda, der längst in das Denkwerk gezogen ist, um auch hier die Netzwerke zu nutzen. All das aber: immer noch überschaubar, immer noch gut händelbar. Am Ende also wie die App: Alles spielend einfach. Und doch professionell. Bei der Hilfe.

Nr 34

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